Rubrikenarchiv Kapitel aus der Tschechischen Geschichte
18 Jahre Samtene Revolution: „Im Unterricht lernen wir nichts darüber“
Der 17. November 1989 in Prag: Kommunistische Polizeieinheiten prügeln
eine Studentendemonstration nieder. Den Sturz des Regimes halten die
Polizeiknüppel jedoch nicht mehr auf, die Samtene Revolution kommt ins
Rollen. 18 Jahr ist das her, Revolution und Demokratie in Tschechien sind
also gerade volljährig geworden. Was wissen aber die Jugendlichen, die
heute 18 Jahre alt sind, also im Revolutionsjahr geboren wurden, von den
damaligen Ereignissen und dem Kommunismus? Interessiert sie das Thema
überhaupt und können sie ihre Eltern dazu fragen? Wie wird in der Schule
darüber unterrichtet? Till Janzer hat sich dazu mit sechs Schülern eines
Prager Gymnasiums unterhalten und zudem eine Geschichtslehrerin befragt.
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November 1938 - die "Kristallnacht" im Sudetenland
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die so genannte
Reichskristallnacht. In ganz Deutschland brannten die Synagogen; jüdische
Häuser und Geschäfte wurden überfallen und geplündert, zehntausende
Juden
verhaftet, hunderte ermordet oder in den Tod getrieben. Kaum einen Monat
zuvor hatte Hitlerdeutschland mit der Unterzeichnung des Münchener
Abkommens und der Besetzung des Sudetenlandes einen seiner größten
Triumphe
gefeiert. Über die Kristallnacht im Sudetenland sprach Thomas Kirschner
mit
dem Historiker Michal Frankl. mehr...
Die Verfolgung der Kirchen im Kommunismus
Das Verhältnis des früheren kommunistischen Regimes zur Kirche ist immer
noch ein heißes Eisen. Erst jetzt, fast 18 Jahre nach dem Sturz des
Regimes, haben sich Vertreter der heutigen demokratisch gewählten Regierung
und der Kirchen auf eine Entschädigungssumme für die damaligen Enteignungen
geeinigt. Die Enteignungen waren aber nur ein Teil des Unrechts gegenüber
den Kirchen. Wie hat der kommunistische Staat sein atheistisches Konzept
durchgesetzt, was geschah bei der Verfolgung der Glaubensgemeinschaften
zwischen 1948 und 1989?
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Albrecht von Waldstein - Ideal und Wirklichkeit in der Geschichte
Was macht Albrecht von Waldstein (oder Wallenstein) zu einem der
umstrittensten und zugleich am meisten beachteten Persönlichkeiten des
17.
Jahrhunderts? Bereits zu seiner Zeit stritten sich die Geister, ob er nun
ein genialer Heerführer oder hinterlistiger Verräter war. mehr...
Die eckige Welt. Zum 160. Geburtstag des Afrikaforschers Emil Holub
Für den nicht eingeweihten Betrachter wirkt er recht befremdlich, der Herr
mit dem Tropenhelm, der lebensgroß in Sandstein gehauen über das
ostböhmische Holice wacht. Es ist Emil Holub, der hier 1847 geboren wurde.
Holub gilt als der letzte universal gebildete Afrika-Reisende, Forscher und
Entdecker. Sein Leben ist gekennzeichnet durch den Zwiespalt aus Erfolg und
Scheitern, die Erfüllung kühner Träume und das Nichterreichen lang gehegter
Ziele. In der vergangenen Woche wäre Emil Holub 160 Jahre alt geworden. Wir
erinnern an einen unermüdlichen Idealisten.
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Der Jazzvirtuose, den die Kommunisten vergessen machen wollten
Musik ist nicht unbedingt ein Thema für unsere Sendereihe
Geschichtskapitel. Doch am Saxophonisten und Bandleader Karel Krautgartner,
der den tschechischen Jazz sehr beeinflusst hat, ist auch sein Schicksal
interessant: Er weigerte sich mehrfach, mit dem kommunistischen
Geheimdienst zusammenzuarbeiten und im Schicksalsjahr 1968 emigrierte er
dann schließlich nach Wien. In der folgenden Zeit war er sowohl in
Österreich, als auch später in Deutschland aktiv. An einen der größten
tschechischen Jazz-Virtuosen erinnern wir anlässlich des Doppeljubiläums,
das dieses Jahr begangen wird: der 85. Geburtstag von Karel Krautgartner
und sein 25. Todestag.
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Die Erfindung des Massenwohnens: Siedlungsbau in der Tschechoslowakei
Der Wohnungsmarkt in Tschechien boomt. Fast monatlich steigen die
Quadratmeterpreise, und das ungeachtet davon, ob es sich um eine Wohnung in
einer der Wohnsiedlungen oder um einen Altbau im Zentrum von Prag handelt.
Für viele sind die Preise in der Hauptstadt Tschechiens bereits
unerschwinglich hoch und so bleibt vor allem jungen Familien nichts anderes
übrig, als auf eine günstige Gelegenheit zum Erwerb einer eigenen Wohnung
zu warten. Die Geschichte wiederholt sich. Denn bereits Anfang der
sechziger bis Ende der achtziger Jahren gehörte das Warten auf die
"eigenen vier Wände" zum Alltag junger Familien in der damaligen
Tschechoslowakei - und das trotz der Erfindung des Massenwohnens.
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Der 500-Schilling-Mann - Erfinder Josef Ressel aus Chrudim
Es war die Zeit der Dampfmaschinen und der Tüftler und Bastler. Mitten in
diese Zeit hinein wurde Josef Ressel als Sohn eines deutschen Vaters und
einer tschechischen Mutter geboren - heute gilt er als Erfinder der
Schiffsschraube, allerdings wohl zu Unrecht. An ihn erinnern wir, weil
Ressel vor 150 Jahren starb.
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Die dreizehnte Karlsbader Quelle: 200 Jahre Becherovka
Bier, Knödel... und Becherovka! Kein Zweifel: der leicht weihnachtlich nach
Anis und Lebkuchen duftende Likör in der traditionsreichen grünen Flasche
ist fester Bestandteil des kulinarischen Nationalstolzes der Tschechen.
Dabei hat der berühmteste Magenbitter des Landes eigentlich
deutschböhmische Wurzeln. Vor genau 200 Jahren kam er als "Carlsbader
English Bitter" erstmals auf den Markt.
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Schatzsucher, Metalldetektoren und die keltischen Goldmünzen von Pomokly
Die einen graben im Boden aus professioneller Leidenschaft, die anderen aus
leidenschaftlicher Profession. Aber immer kommen sie sich in die Quere:
Schatzsucher und Archäologen. Davon weiß auch die langjährige Leiterin der
numismatischen Abteilung des Nationalmuseums in Prag, Jarmila Haskova, zu
berichten. Sie erzählt gegenüber Radio Prag von unehrlichen Findern und
großen Funde auf tschechischem Boden.
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