Alle Artikel Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

Max Rostock - Vom SS-Mann in Lidice zum kommunistischen Agenten

23-06-2007 | Thomas Kirschner

Max Rostock Lidice - genau 65 Jahren sind vergangen, seitdem das Dorf von den NS-Besatzern dem Erdboden gleichgemacht und die meisten der Bewohner ermordet wurden: willkürliche Vergeltung für das Attentat auf Reinhard Heydrich. An der Aktion Lidice maßgeblich beteiligt war SS-Obersturmführer Max Heinrich Rostock. Nach dem Krieg endete er in tschechoslowakischer Haft. Hier wurde aus dem Todeskandidaten Rostock der kommunistische Agent "Fritz". Eine Geschichte vom Verwandeln und Vergessen.   mehr...

Die Masaryks - Einblicke in das Privatleben einer Präsidentenfamilie

16-06-2007 | Andreas Wiedemann

Tomas Garrigue Masaryk Tomas Garrigue Masaryk gehört wohl zu den bekanntesten Persönlichkeiten der tschechischen Geschichte. Er wurde 1850 im mährischen Hodonin / Göding geboren, noch zur Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie. Masaryk war Philosoph und Schriftsteller. Nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1918 war er der erste Präsident der Tschechoslowakischen Republik. Im heutigen Geschichtskapitel präsentiert Andreas Wiedemann einige Geschichten aus dem Privat- und Familienleben von T.G. Masaryk, die er im Masaryk-Museum in Lany gehört hat.   mehr...

Jan Patocka - ein Philosoph, der Geschichte schrieb

09-06-2007 | Anne Lungova

Jan Patocka Das Leben des bedeutenden tschechischen Philosophen Jan Patocka umfasste die Schrecken des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1907 geboren, erlebte er den Ersten und Zweiten Weltkrieg und weitere 30 Jahre kommunistische Vorherrschaft bis zu seinem Tod im Jahre 1977. Sein Schicksal ist beispielhaft für viele Intellektuelle, deren Leben und Arbeiten durch das Regime eingeschränkt oder unterdrückt wurde. Das Außergewöhnliche im Leben von Jan Patocka bestand darin, dass er es wagte, aus dem Schatten der Geschichte herauszutreten und die Verantwortung für den Lauf des Geschehens selbst zu übernehmen. Er wurde zum Philosophen, der Geschichte schrieb.   mehr...

Das Heydrich Attentat (2) - Die Vernichtung von Lidice

02-06-2007 | Andreas Wiedemann

Lidice Nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich und dessen Tod am 4. Juni 1942 war die tschechische Bevölkerung brutalen Vergeltungsmaßnahmen ausgesetzt. Die deutsche Besatzungsmacht verhängte das Standrecht, täglich wurden Menschen verhaftet und hingerichtet. Diese Zeit wurde später von den Tschechen als Heydrichiade bezeichnet. Ihr fielen Tausende Menschen zum Opfer. Am 10. Juni 1942 wurde das Dorf Lidice nordwestlich von Prag dem Erdboden gleichgemacht, Zwei Wochen später erlitt der kleine Ort Ležáky bei Pardubice / Pardubitz das gleiche Schicksal. Das Schicksal von Lidice wurde innerhalb kurzer Zeit in der ganzen Welt bekannt. Lidice wurde zu einem Symbol für den NS-Terror. In unserem heutigen Kapitel aus der tschechischen Geschichte beschäftigt sich Andreas Wiedemann mit den Folgen des Attentats auf Reinhard Heydrich.  mehr...

Die Strümpfe von Tycho Brahe - Prager Alltag im Museum

26-05-2007 | Thomas Kirschner

Prellstein am Cafe Union Prähistorische Pfeilspitzen und Feuersteinsplitter, mittelalterliche Prachtwaffen und Münzfunde sowie die Prunkketten längst vergessener Bürgermeister - all das gibt es im "Museum der Hauptstadt Prag", dem Prager Stadtmuseum, zu sehen. Daneben aber bewahren die Sammlungen des Museums auch den ganz normalen Alltag der Prager Bürger - Lebensart und Lebensweise vergangener Zeiten. Werfen Sie mit uns in den Kapiteln aus der Tschechischen Geschichte einen Blick in die Depositare des Museums.   mehr...

Das Attentat auf Reinhard Heydrich und seine Folgen

19-05-2007 | Andreas Wiedemann

Reinhard Heydrich Vor fast genau 65 Jahren, am 27. Mai 1942, verübten die beiden Fallschirmspringer Josef Gabcik und Jan Kubis ihr Attentat auf Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes und stellvertretender Reichsprotektor im Protektorat Böhmen und Mähren. Heydrich, der häufig als Henker von Prag bezeichnet wurde, starb einige Tage später. Das Attentat auf Heydrich war das einzige erfolgreiche Attentat auf einen hohen NS-Funktionär in Europa.  mehr...

60 Jahre Gedenkstätte in Theresienstadt

08-05-2007 | André Plaul

Terezin / Theresienstadt Am 8. Mai gedenken wir auch besonders der Opfer des Nationalsozialismus. Anlaufpunkt dafür kann das Garnisionsstädchen Theresienstadt sein. Die Nationalsozialisten hatten hier ein Konzentrationslager für Juden eingerichtet. Mehr als 30.000 Juden kamen hier ums Leben, fast 90.000 wurden in die Vernichtungslager im Osten weitergeschickt. Zwei Jahre nach Kriegsende, vor nunmehr 60 Jahren, wurde auf dem Gelände des ehemaligen KZ Theresienstadt eine Gedenkstätte eröffnet, um die Erinnerungen an die Schrecken lebendig zu halten. André Plaul hat anlässlich dieses Jubiläums mit Vojtech Blodig, dem Vize-Direktor der Gedenkstätte Theresienstadt, gesprochen.   mehr...

Tschechische und deutsche Antifaschisten in Decin nach Kriegsende

08-05-2007 | Andreas Wiedemann

Am 8. Mai war alles vorbei. Der Zweite Weltkrieg war endlich zu Ende, das Naziregime beendet. In vielen Ländern, die unter der Naziherrschaft gelitten haben ist der 8. Mai ein staatlicher Feiertag. So auch in Tschechien. Im März 1945 erreicht die Rote Armee das erste Dorf in Mähren. Mitte April überschreiten amerikanische Einheiten im Westen die Grenze zur Tschechoslowakei; am 6. Mai 1945 befreien sie die Stadt Plzen / Pilsen. In Prag beginnt am 5. Mai der Prager Aufstand und trägt zum Ende der NS-Herrschaft in der Hauptstadt bei. Doch wie sieht das Kriegsende in anderen Gebieten aus? Andreas Wiedemann über das Kriegsende und die unmittelbare Nachkriegszeit im nordböhmischen Decin / Tetschen und über ein wenig bekanntes Beispiel tschechisch-deutscher Zusammenarbeit.   mehr...

Verschwundene Orte in Tschechien

05-05-2007 | Andreas Wiedemann

Vernerice / Wernstadt (Foto: www.zanikleobce.cz) In einer Datenbank im Internet sind über 1300 Orte in Tschechien verzeichnet, die ganz oder teilweise verschwunden sind. In den Grenzgebieten der böhmischen Länder, den ehemaligen Sudetengebieten, sind nach 1945 hunderte Ortschaften verschwunden, weil die deutschen Bewohner aus ihnen vertrieben wurden. Andere Dörfer wurden in den fünfziger Jahren aufgelöst, weil sie zu dicht an der Staatsgrenze lagen. In unserem heutigen Geschichtskapitel geht es um verschwundenen Orten in Tschechien.   mehr...

Der "Prager Mittag" - die kurze Geschichte einer Emigrantenzeitung

28-04-2007 | Thomas Kirschner

Europa in den 1930er Jahren. Während die Welt ringsum im Meer des Totalitarismus versinkt, ist die Tschechoslowakei für einige Jahre die letzte Insel der Freiheit in Mitteleuropa. Viele politisch Verfolgte des Nazi-Regimes suchen hier Zuflucht, darunter auch Schriftsteller, Journalisten und Intellektuelle. Einige wenige Jahre lang konnte in Prag sogar eine deutschsprachige Emigrantenzeitung erscheinen, der "Prager Mittag". Thomas Kirschner stellt ihnen die kurze Geschichte des Blattes vor.   mehr...

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