Rubrikenarchiv Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

Das Attentat auf Reinhard Heydrich und seine Folgen

19-05-2007 | Andreas Wiedemann

Reinhard Heydrich Vor fast genau 65 Jahren, am 27. Mai 1942, verübten die beiden Fallschirmspringer Josef Gabcik und Jan Kubis ihr Attentat auf Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes und stellvertretender Reichsprotektor im Protektorat Böhmen und Mähren. Heydrich, der häufig als Henker von Prag bezeichnet wurde, starb einige Tage später. Das Attentat auf Heydrich war das einzige erfolgreiche Attentat auf einen hohen NS-Funktionär in Europa. mehr...

60 Jahre Gedenkstätte in Theresienstadt

08-05-2007 | André Plaul

Terezin / Theresienstadt Am 8. Mai gedenken wir auch besonders der Opfer des Nationalsozialismus. Anlaufpunkt dafür kann das Garnisionsstädchen Theresienstadt sein. Die Nationalsozialisten hatten hier ein Konzentrationslager für Juden eingerichtet. Mehr als 30.000 Juden kamen hier ums Leben, fast 90.000 wurden in die Vernichtungslager im Osten weitergeschickt. Zwei Jahre nach Kriegsende, vor nunmehr 60 Jahren, wurde auf dem Gelände des ehemaligen KZ Theresienstadt eine Gedenkstätte eröffnet, um die Erinnerungen an die Schrecken lebendig zu halten. André Plaul hat anlässlich dieses Jubiläums mit Vojtech Blodig, dem Vize-Direktor der Gedenkstätte Theresienstadt, gesprochen.  mehr...

Tschechische und deutsche Antifaschisten in Decin nach Kriegsende

08-05-2007 | Andreas Wiedemann

Am 8. Mai war alles vorbei. Der Zweite Weltkrieg war endlich zu Ende, das Naziregime beendet. In vielen Ländern, die unter der Naziherrschaft gelitten haben ist der 8. Mai ein staatlicher Feiertag. So auch in Tschechien. Im März 1945 erreicht die Rote Armee das erste Dorf in Mähren. Mitte April überschreiten amerikanische Einheiten im Westen die Grenze zur Tschechoslowakei; am 6. Mai 1945 befreien sie die Stadt Plzen / Pilsen. In Prag beginnt am 5. Mai der Prager Aufstand und trägt zum Ende der NS-Herrschaft in der Hauptstadt bei. Doch wie sieht das Kriegsende in anderen Gebieten aus? Andreas Wiedemann über das Kriegsende und die unmittelbare Nachkriegszeit im nordböhmischen Decin / Tetschen und über ein wenig bekanntes Beispiel tschechisch-deutscher Zusammenarbeit.  mehr...

Verschwundene Orte in Tschechien

05-05-2007 | Andreas Wiedemann

Vernerice / Wernstadt (Foto: www.zanikleobce.cz) In einer Datenbank im Internet sind über 1300 Orte in Tschechien verzeichnet, die ganz oder teilweise verschwunden sind. In den Grenzgebieten der böhmischen Länder, den ehemaligen Sudetengebieten, sind nach 1945 hunderte Ortschaften verschwunden, weil die deutschen Bewohner aus ihnen vertrieben wurden. Andere Dörfer wurden in den fünfziger Jahren aufgelöst, weil sie zu dicht an der Staatsgrenze lagen. In unserem heutigen Geschichtskapitel geht es um verschwundenen Orten in Tschechien.  mehr...

Der "Prager Mittag" - die kurze Geschichte einer Emigrantenzeitung

28-04-2007 | Thomas Kirschner

Europa in den 1930er Jahren. Während die Welt ringsum im Meer des Totalitarismus versinkt, ist die Tschechoslowakei für einige Jahre die letzte Insel der Freiheit in Mitteleuropa. Viele politisch Verfolgte des Nazi-Regimes suchen hier Zuflucht, darunter auch Schriftsteller, Journalisten und Intellektuelle. Einige wenige Jahre lang konnte in Prag sogar eine deutschsprachige Emigrantenzeitung erscheinen, der "Prager Mittag". Thomas Kirschner stellt ihnen die kurze Geschichte des Blattes vor.  mehr...

Ladislav Adamec - Der letzte kommunistische Premier in der Tschechoslowakei und die Samtene Revolution

21-04-2007 | Andreas Wiedemann

Ladislav Adamec (Foto: CTK) Über sechzig Jahre seines Lebens hat er dem Kommunismus gewidmet. Zunächst lange als Parteifunktionär mit verschiedenen Ämtern. In die Geschichte eingegangen ist Ladislav Adamec als letzter kommunistischer Regierungschef der Tschechoslowakei, aber auch als erster mächtiger Kommunist, der mit einer oppositionellen Gruppe verhandelt hat. Am Samstag vergangener Woche ist Ladislav Adamec im Alter von 80 Jahren gestorben. In unserem heutigen Geschichtskapitel geht es um die Rolle, die Adamec während der Samtenen Revolution in der Tschechoslowakei gespielt hat. mehr...

Geschichten aus 70 Jahren Prager Flughafen

07-04-2007 18:36 | Andreas Wiedemann

Flughafen Ruzyne 1937 Die meisten von Ihnen, die schon einmal in Prag gewesen sind, werden ihn kennen: Den internationalen Flughafen in Prag-Ruzyne. Vor 70 Jahren, am 5. April 1937 landete das erste Flugzeug auf dem neu eröffneten Flughafen. Wurden im ersten Jahr seiner Existenz 13.500 Passagiere abgefertigt, zählte der Flughafen im vergangenen Jahr 11,6 Millionen Fluggäste. In unserem heutigen Geschichtskapitel blickt Andreas Wiedemann auf die siebzigjährige Geschichte des Flughafens zurück.  mehr...

Ein Idealist des Sexuellen - Karel Jaroslav Obratil

31-03-2007 19:17 | Thomas Kirschner

Karel Jaroslav Obratil Folklore - das klingt nach Trachten und idyllischen Liedern. Der mährische Lehrer Karel Jaroslav Obratil (1866-1945) war aber an einer anderen, dunkleren Seite des Volksschaffens interessiert: Gegen alle Widerstände sammelte er zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts Zoten, derbe Witze und vulgäre Lieder - das verborgene sexuelle Erbe der Völker der Tschechoslowakei. Eine Erinnerung an einen ungewöhnlichen Vorkämpfer des freien Denkens in den böhmischen Ländern.  mehr...

Die Auseinandersetzung über das "Institut für das nationale Gedächtnis" in Tschechien

24-03-2007 | Andreas Wiedemann

Schon seit einigen Jahren diskutieren Politiker, Historiker, Publizisten und Archivare in Tschechien kontrovers über die Gründung eines "Instituts für das nationale Gedächtnis". Diese Einrichtung soll die Zeit des Kommunismus in der Tschechoslowakei zwischen 1948 und 1989 aufarbeiten. Ein Gesetzesvorschlag des tschechischen Senats zur Gründung des Instituts konnte im Abgeordnetenhaus bisher aber noch nicht verabschiedet werden. Die dritte und entscheidende Lesung steht unmittelbar bevor. Unterschiedliche Ansichten gibt es zum Beispiel darüber, welche Aufgaben das Institut übernehmen soll, ob die zu behandelnde Periode nicht auch die Zeit der deutschen Besatzung mit einbeziehen sollte und ob in der Leitung des Instituts auch Kommunisten sitzen dürfen. Es gibt auch zahlreiche Stimmen, die den Sinn einer solchen Institution generell anzweifeln. In unserem heutigen Geschichtskapitel mit Andreas Wiedemann geht es also um den Umgang mit der jüngsten Vergangenheit in Tschechien. mehr...

Das Ende der Zweiten Republik: Emil Hacha und der 15. März 1939

17-03-2007 | Danuse Martinova

März 1939 Das tschechische Volk erlebte nach der Unterzeichnung des Münchener Abkommens am 29. September 1938 sehr schwierige Zeiten. Niemand in der Tschechoslowakei hatte damals nur eine annähernde Vorstellung davon, was für Pläne Hitler schon für die nahe Zukunft geschmiedet hatte. Über einige der dramatischen Momente, von denen die letzten Tage der Zweiten Tschechoslowakischen Republik geprägt waren, sprach Dana Martinova mit dem Historiker Robert Kvacek.  mehr...

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