Rubrikenarchiv Kapitel aus der Tschechischen Geschichte
Das Attentat auf Reinhard Heydrich und seine Folgen
Vor fast genau 65 Jahren, am 27. Mai 1942, verübten die beiden
Fallschirmspringer Josef Gabcik und Jan Kubis ihr Attentat auf Reinhard
Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes und stellvertretender
Reichsprotektor im Protektorat Böhmen und Mähren. Heydrich, der häufig als
Henker von Prag bezeichnet wurde, starb einige Tage später. Das Attentat
auf Heydrich war das einzige erfolgreiche Attentat auf einen hohen
NS-Funktionär in Europa. mehr...
60 Jahre Gedenkstätte in Theresienstadt
Am 8. Mai gedenken wir auch besonders der Opfer des Nationalsozialismus.
Anlaufpunkt dafür kann das Garnisionsstädchen Theresienstadt sein. Die
Nationalsozialisten hatten hier ein Konzentrationslager für Juden
eingerichtet. Mehr als 30.000 Juden kamen hier ums Leben, fast 90.000
wurden in die Vernichtungslager im Osten weitergeschickt. Zwei Jahre nach
Kriegsende, vor nunmehr 60 Jahren, wurde auf dem Gelände des ehemaligen KZ
Theresienstadt eine Gedenkstätte eröffnet, um die Erinnerungen an die
Schrecken lebendig zu halten. André Plaul hat anlässlich dieses Jubiläums
mit Vojtech Blodig, dem Vize-Direktor der Gedenkstätte Theresienstadt,
gesprochen.
mehr...
Tschechische und deutsche Antifaschisten in Decin nach Kriegsende
Am 8. Mai war alles vorbei. Der Zweite Weltkrieg war endlich zu Ende, das
Naziregime beendet. In vielen Ländern, die unter der Naziherrschaft
gelitten haben ist der 8. Mai ein staatlicher Feiertag. So auch in
Tschechien. Im März 1945 erreicht die Rote Armee das erste Dorf in Mähren.
Mitte April überschreiten amerikanische Einheiten im Westen die Grenze zur
Tschechoslowakei; am 6. Mai 1945 befreien sie die Stadt Plzen / Pilsen. In
Prag beginnt am 5. Mai der Prager Aufstand und trägt zum Ende der
NS-Herrschaft in der Hauptstadt bei. Doch wie sieht das Kriegsende in
anderen Gebieten aus? Andreas Wiedemann über das Kriegsende und die
unmittelbare Nachkriegszeit im nordböhmischen Decin / Tetschen und über
ein wenig bekanntes Beispiel tschechisch-deutscher Zusammenarbeit.
mehr...
Verschwundene Orte in Tschechien
In einer Datenbank im Internet sind über 1300 Orte in Tschechien
verzeichnet, die ganz oder teilweise verschwunden sind. In den
Grenzgebieten der böhmischen Länder, den ehemaligen Sudetengebieten, sind
nach 1945 hunderte Ortschaften verschwunden, weil die deutschen Bewohner
aus ihnen vertrieben wurden. Andere Dörfer wurden in den fünfziger Jahren
aufgelöst, weil sie zu dicht an der Staatsgrenze lagen. In unserem
heutigen Geschichtskapitel geht es um verschwundenen Orten in Tschechien.
mehr...
Der "Prager Mittag" - die kurze Geschichte einer Emigrantenzeitung
Europa in den 1930er Jahren. Während die Welt ringsum im Meer des
Totalitarismus versinkt, ist die Tschechoslowakei für einige Jahre die
letzte Insel der Freiheit in Mitteleuropa. Viele politisch Verfolgte des
Nazi-Regimes suchen hier Zuflucht, darunter auch Schriftsteller,
Journalisten und Intellektuelle. Einige wenige Jahre lang konnte in Prag
sogar eine deutschsprachige Emigrantenzeitung erscheinen, der "Prager
Mittag". Thomas Kirschner stellt ihnen die kurze Geschichte des
Blattes vor.
mehr...
Ladislav Adamec - Der letzte kommunistische Premier in der Tschechoslowakei und die Samtene Revolution
Über sechzig Jahre seines Lebens hat er dem Kommunismus gewidmet. Zunächst
lange als Parteifunktionär mit verschiedenen Ämtern. In die Geschichte
eingegangen ist Ladislav Adamec als letzter kommunistischer Regierungschef
der Tschechoslowakei, aber auch als erster mächtiger Kommunist, der mit
einer oppositionellen Gruppe verhandelt hat. Am Samstag vergangener Woche
ist Ladislav Adamec im Alter von 80 Jahren gestorben. In unserem heutigen
Geschichtskapitel geht es um die Rolle, die Adamec während der Samtenen
Revolution in der Tschechoslowakei gespielt hat. mehr...
Geschichten aus 70 Jahren Prager Flughafen
Die meisten von Ihnen, die schon einmal in Prag gewesen sind, werden ihn
kennen: Den internationalen Flughafen in Prag-Ruzyne. Vor 70 Jahren, am 5.
April 1937 landete das erste Flugzeug auf dem neu eröffneten Flughafen.
Wurden im ersten Jahr seiner Existenz 13.500 Passagiere abgefertigt,
zählte der Flughafen im vergangenen Jahr 11,6 Millionen Fluggäste. In
unserem heutigen Geschichtskapitel blickt Andreas Wiedemann auf die
siebzigjährige Geschichte des Flughafens zurück.
mehr...
Ein Idealist des Sexuellen - Karel Jaroslav Obratil
Folklore - das klingt nach Trachten und idyllischen Liedern. Der mährische
Lehrer Karel Jaroslav Obratil (1866-1945) war aber an einer anderen,
dunkleren Seite des Volksschaffens interessiert: Gegen alle Widerstände
sammelte er zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts Zoten, derbe Witze und
vulgäre Lieder - das verborgene sexuelle Erbe der Völker der
Tschechoslowakei. Eine Erinnerung an einen ungewöhnlichen Vorkämpfer des
freien Denkens in den böhmischen Ländern.
mehr...
Die Auseinandersetzung über das "Institut für das nationale Gedächtnis" in Tschechien
Schon seit einigen Jahren diskutieren Politiker, Historiker, Publizisten
und Archivare in Tschechien kontrovers über die Gründung eines
"Instituts für das nationale Gedächtnis". Diese Einrichtung soll
die Zeit des Kommunismus in der Tschechoslowakei zwischen 1948 und 1989
aufarbeiten. Ein Gesetzesvorschlag des tschechischen Senats zur Gründung
des Instituts konnte im Abgeordnetenhaus bisher aber noch nicht
verabschiedet werden. Die dritte und entscheidende Lesung steht
unmittelbar bevor. Unterschiedliche Ansichten gibt es zum Beispiel
darüber, welche Aufgaben das Institut übernehmen soll, ob die zu
behandelnde Periode nicht auch die Zeit der deutschen Besatzung mit
einbeziehen sollte und ob in der Leitung des Instituts auch Kommunisten
sitzen dürfen. Es gibt auch zahlreiche Stimmen, die den Sinn einer solchen
Institution generell anzweifeln. In unserem heutigen Geschichtskapitel mit
Andreas Wiedemann geht es also um den Umgang mit der jüngsten
Vergangenheit in Tschechien. mehr...
Das Ende der Zweiten Republik: Emil Hacha und der 15. März 1939
Das tschechische Volk erlebte nach der Unterzeichnung des Münchener
Abkommens am 29. September 1938 sehr schwierige Zeiten. Niemand in der
Tschechoslowakei hatte damals nur eine annähernde Vorstellung davon, was
für Pläne Hitler schon für die nahe Zukunft geschmiedet hatte. Über einige
der dramatischen Momente, von denen die letzten Tage der Zweiten
Tschechoslowakischen Republik geprägt waren, sprach Dana Martinova mit dem
Historiker Robert Kvacek.
mehr...
+1
+10




