Rubrikenarchiv Kapitel aus der Tschechischen Geschichte
Verschwundene Orte in Tschechien
In einer Datenbank im Internet sind über 1300 Orte in Tschechien
verzeichnet, die ganz oder teilweise verschwunden sind. In den
Grenzgebieten der böhmischen Länder, den ehemaligen Sudetengebieten, sind
nach 1945 hunderte Ortschaften verschwunden, weil die deutschen Bewohner
aus ihnen vertrieben wurden. Andere Dörfer wurden in den fünfziger Jahren
aufgelöst, weil sie zu dicht an der Staatsgrenze lagen. In unserem
heutigen Geschichtskapitel geht es um verschwundenen Orten in Tschechien.
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Der "Prager Mittag" - die kurze Geschichte einer Emigrantenzeitung
Europa in den 1930er Jahren. Während die Welt ringsum im Meer des
Totalitarismus versinkt, ist die Tschechoslowakei für einige Jahre die
letzte Insel der Freiheit in Mitteleuropa. Viele politisch Verfolgte des
Nazi-Regimes suchen hier Zuflucht, darunter auch Schriftsteller,
Journalisten und Intellektuelle. Einige wenige Jahre lang konnte in Prag
sogar eine deutschsprachige Emigrantenzeitung erscheinen, der "Prager
Mittag". Thomas Kirschner stellt ihnen die kurze Geschichte des
Blattes vor.
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Ladislav Adamec - Der letzte kommunistische Premier in der Tschechoslowakei und die Samtene Revolution
Über sechzig Jahre seines Lebens hat er dem Kommunismus gewidmet. Zunächst
lange als Parteifunktionär mit verschiedenen Ämtern. In die Geschichte
eingegangen ist Ladislav Adamec als letzter kommunistischer Regierungschef
der Tschechoslowakei, aber auch als erster mächtiger Kommunist, der mit
einer oppositionellen Gruppe verhandelt hat. Am Samstag vergangener Woche
ist Ladislav Adamec im Alter von 80 Jahren gestorben. In unserem heutigen
Geschichtskapitel geht es um die Rolle, die Adamec während der Samtenen
Revolution in der Tschechoslowakei gespielt hat. mehr...
Geschichten aus 70 Jahren Prager Flughafen
Die meisten von Ihnen, die schon einmal in Prag gewesen sind, werden ihn
kennen: Den internationalen Flughafen in Prag-Ruzyne. Vor 70 Jahren, am 5.
April 1937 landete das erste Flugzeug auf dem neu eröffneten Flughafen.
Wurden im ersten Jahr seiner Existenz 13.500 Passagiere abgefertigt,
zählte der Flughafen im vergangenen Jahr 11,6 Millionen Fluggäste. In
unserem heutigen Geschichtskapitel blickt Andreas Wiedemann auf die
siebzigjährige Geschichte des Flughafens zurück.
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Ein Idealist des Sexuellen - Karel Jaroslav Obratil
Folklore - das klingt nach Trachten und idyllischen Liedern. Der mährische
Lehrer Karel Jaroslav Obratil (1866-1945) war aber an einer anderen,
dunkleren Seite des Volksschaffens interessiert: Gegen alle Widerstände
sammelte er zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts Zoten, derbe Witze und
vulgäre Lieder - das verborgene sexuelle Erbe der Völker der
Tschechoslowakei. Eine Erinnerung an einen ungewöhnlichen Vorkämpfer des
freien Denkens in den böhmischen Ländern.
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Die Auseinandersetzung über das "Institut für das nationale Gedächtnis" in Tschechien
Schon seit einigen Jahren diskutieren Politiker, Historiker, Publizisten
und Archivare in Tschechien kontrovers über die Gründung eines
"Instituts für das nationale Gedächtnis". Diese Einrichtung soll
die Zeit des Kommunismus in der Tschechoslowakei zwischen 1948 und 1989
aufarbeiten. Ein Gesetzesvorschlag des tschechischen Senats zur Gründung
des Instituts konnte im Abgeordnetenhaus bisher aber noch nicht
verabschiedet werden. Die dritte und entscheidende Lesung steht
unmittelbar bevor. Unterschiedliche Ansichten gibt es zum Beispiel
darüber, welche Aufgaben das Institut übernehmen soll, ob die zu
behandelnde Periode nicht auch die Zeit der deutschen Besatzung mit
einbeziehen sollte und ob in der Leitung des Instituts auch Kommunisten
sitzen dürfen. Es gibt auch zahlreiche Stimmen, die den Sinn einer solchen
Institution generell anzweifeln. In unserem heutigen Geschichtskapitel mit
Andreas Wiedemann geht es also um den Umgang mit der jüngsten
Vergangenheit in Tschechien. mehr...
Das Ende der Zweiten Republik: Emil Hacha und der 15. März 1939
Das tschechische Volk erlebte nach der Unterzeichnung des Münchener
Abkommens am 29. September 1938 sehr schwierige Zeiten. Niemand in der
Tschechoslowakei hatte damals nur eine annähernde Vorstellung davon, was
für Pläne Hitler schon für die nahe Zukunft geschmiedet hatte. Über einige
der dramatischen Momente, von denen die letzten Tage der Zweiten
Tschechoslowakischen Republik geprägt waren, sprach Dana Martinova mit dem
Historiker Robert Kvacek.
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Karlin - Karolinenthal: Eine kleine Stadtgeschichte
In einer Galerie in Prag-Karlin wurde in der vergangenen Woche eine
Foto-Ausstellung eröffnet, die den Prager Stadtteil aus verschiedenen
Perspektiven zeigen soll. Das ehemalige Industrie- und Arbeiterviertel ist
in den letzten Jahren großen Veränderungen ausgesetzt. Neue Büro- und
Verwaltungsgebäude entstehen und paradoxerweise führte gerade die
Hochwasserkatastrophe im Jahr 2002 auch zu Modernisierungen und
Restaurierungen vieler Straßen und Häuser. Karlin ist trotz zentrumsnaher
Lage aber von vielen Pragbesuchern weitgehend unentdeckt. Über die
Geschichte und den Charme von Karlin oder auf deutsch Karolinenthal sprach
für das heutige Geschichtskapitel Andreas Wiedemann mit dem Historiker
Jiri Pesek: mehr...
Familie Kolben: Eine Industriellenfamilie im Strudel der Zeit
Der Name Kolben hat in Tschechien eine ähnliche Bedeutung wie der Name
Krupp in Deutschland. Der Name ist mit einem der ältesten und
bedeutendsten Industriekonzerne verbunden: mit den CKD-Werken, die früher
Autos, Straßenbahnen und Elektrotechnik produziert haben. Andreas
Wiedemann begibt sich in unserem heutigen Geschichtskapitel auf die Spuren
der Familie Kolben, die zu den wichtigsten Industriellenfamilien der
Vorkriegs-Tschechoslowakei zählte. mehr...
Das Geschlecht der Schwarzenbergs in Böhmen
Am 9. Januar dieses Jahres wurde Karel Schwarzenberg zum Außenminister der
Tschechischen Republik ernannt. Die Ernennung eines Adligen in diese
wichtige Regierungsfunktion hat große Aufmerksamkeit ausgelöst. Wer sind
die Schwarzenbergs überhaupt und in welcher Beziehung standen sie in der
Vergangenheit zum tschechischen Staat? Antworten auf diese Fragen gibt der
Historiker Petr Masek im heutigen "Kapitel aus der tschechischen
Geschichte".
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