Alle Artikel Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

Der erste tschechische Bestseller: die Böhmische Chronik von 1541

25-10-2014 02:01 | Jakub Šiška

Böhmische Chronik von Václav Hájek Václav Hájek aus Libočany / Libotschan galt Jahrhunderte lang als der beste böhmische Chronist des Mittelalters. Seine umfangreiche Chronik aus dem Jahre 1541 war sehr populär und darf bis heute in keiner bedeutenden Bibliothek fehlen. Im 19. Jahrhundert begannen jedoch Historiker, die Glaubwürdigkeit der Aufzeichnungen in Frage zu stellen. Vor kurzem wurde dieses alte Werk erstmals in einer kritischen Ausgabe herausgebracht. Wie sehr taugt die Chronik also noch als historische Quelle?  mehr...

Nackt auf Raubzug – Sekte der Adamiten im mittelalterlichen Böhmen

18-10-2014 02:01 | Jakub Šiška

Das Mittelalter war reich an religiöse Reformbewegungen, die nach den Idealen des frühen Christentums suchten. In den Böhmischen Ländern gehörten dazu vor allem die Hussiten, wie sie sich nach dem charismatischen Prediger und Reformator Jan Hus selbst nannten. Nachdem dieser 1415 als Ketzer verbrannt worden war, radikalisierten sich seine Anhänger. Unter ihnen formierte sich auch die bemerkenswerte Gruppe böhmischer Adamiten. Ihr markanteste Wahrzeichen: Sie waren angeblich auch im Alltag völlig unbekleidet.  mehr...

„Kompanie Nazdar“ - erste tschecho-slowakische Kampfeinheit im Ersten Weltkrieg

11-10-2014 02:01 | Jitka Mládková

Foto: Archiv des Militärhistorischen Instituts in Prag Ganz in der Nähe der Champs Elysées in Paris marschierten Anfang September rund 100 Männer in rot-blau-weißen Uniformen durch die Straßen. Es waren Mitglieder der sogenannten Tschechoslowakischen Legionärsgemeinde sowie tschechische Kriegsveteranen und Vertreter der heutigen Tschechischen Armee. Auch Mitglieder des Klubs für Militärgeschichte hatten sich angeschlossen. Dieser Klub nennt sich „Rota Nazdar“ (Französisch: „Compagnie Nazdar“) und beruft sich mit seinem ungewöhnlichen Namen auf die erste tschecho-slowakische Freiwilligeneinheit, die im Ersten Weltkrieg in Frankreich kämpfte.  mehr...

Gesangbuch von Žlutice: Warum das Werk des 16. Jahrhunderts die Nazis interessierte

04-10-2014 02:01 | Jakub Šiška

Foto: Archiv des Žluticer Museumsverein Der Herbst 1938 verlief in der Tschechoslowakei sehr dramatisch. Anfang Oktober musste das Land seine Grenzgebiete, die so genannten Sudeten, an Hitler-Deutschland abgeben. Damit fiel den Deutschen auch eine ganze Reihe an wertvollen Kunstwerken in die Hände, die mit der tschechischen Geschichte verbunden waren. Manchmal versuchten mutige Tschechen, einige Relikte zu verstecken, was selbst die Nazi-Spitzen in Berlin zur Weißglut brachte. Das war zum Beispiel der Fall des Gesangbuchs von Žlutice / Luditz.  mehr...

Seiters und Schröder unisono: Jubelschrei der Botschaftsflüchtlinge war emotionaler Höhepunkt im Leben

27-09-2014 02:01 | Lothar Martin

Botschaftsflüchtlinge (Foto: Adolf Brüggemann) Wer von den heute 40-Jährigen und Älteren erinnert sich nicht mehr an die aufregende politische Wendezeit im Jahr 1989 in Mitteleuropa? Die in der damaligen DDR lebenden Bürger stimmten im Sommer jenes Jahres mit den Füßen gegen ihr sozialistisches Regime ab, indem sie über die ungarisch-österreichische Grenze in den Westen türmten oder aber in die bundesdeutschen Botschaften in Warschau und Prag flüchteten. Besonders die Botschaft in der Moldaustadt war rappelvoll, und der Moment, als den ersten 5000 Flüchtlingen ihre Ausreise in die Bundesrepublik verkündet wurde, ging in die Geschichte ein. Es war der 30. September 1989, als sie es vom Balkon der Botschaft, dem Prager Palais Lobkowicz, durch den ehemaligen Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher erfuhren. Das ist mittlerweile fast 25 Jahre her und damit auch schon ein „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“.  mehr...

Ein Kloster zwischen Ost und West – Speinshart als Begegnungsort in Vergangenheit und Gegenwart

20-09-2014 02:01 | Annette Kraus

Kloster Speinshart (Foto: Flopro, Wikimedia CC BY-SA 3.0) Seit dem 12. Jahrhundert gibt es in Speinshart in der nördlichen Oberpfalz ein Kloster des Prämonstratenserordens. Mit Unterbrechungen hat sich das Konvent bis heute gehalten. Vor zwei Jahren wurde in Speinshart eine internationale Begegnungsstätte eröffnet. Sie richtet ihren Blick insbesondere auch nach Tschechien, denn die Geschichte des Klosters ist eng verknüpft mit dem Stift Tepl / Teplá bei Marienbad.  mehr...

Zdeněk Nejedlý – Schulreformator nach kommunistischer Art

13-09-2014 02:01 | Jakub Šiška

Zdeněk Nejedlý (Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks) Vor zwei Wochen hat ein neues Schuljahr in Tschechien begonnen. Wie üblich hielt der Bildungsminister im Radio eine Ansprache an alle Kinder und Jugendlichen, aber auch an ihre Eltern und Lehrer. Diese Tradition stammt aus kommunistischer Zeit und hat sich erstaunlicherweise bis heute erhalten. Denn begründet wurde sie von einem der wichtigsten kommunistischen Ideologen in der Tschechoslowakei: Zdeněk Nejedlý. Im Folgenden mehr über ihn.  mehr...

Slezská Ostrava - von einer selbständigen Gemeinde zur größten Bergbaustadt der jungen Tschechoslowakei

06-09-2014 | Jitka Mládková

Ostrava (Foto: CzechTourism) Die drittgrößte Stadt Tschechiens und Verwaltungshauptstadt der Mährisch-Schlesischen Region Ostrava/Ostrau ist seit jeher als Zentrum der heimischen Montanindustrie bekannt. Ausschlaggebend dafür war die Entdeckung der Kohlevorkommen im 18. Jahrhundert. Auf dem Gebiet des heutigen Ostrava befanden sich damals mehrere Dutzend Orte und eigenständige Gemeinden. Bis sie zu einer Großstadt zusammenwuchsen, sollte es noch lange dauern. Die erste Kohlegrube wurde in Slezská Ostrava / Schlesisch Ostrau erschlossen.  mehr...

Donau-Oder-Elbe-Kanal – unverwirklichter Traum seit Jahrhunderten

30-08-2014 02:01 | Jakub Šiška

Denkschrift über die Donau-Main-Wasserstrasse 1903 (Foto: Public Domain) Es ist eines der Lieblingsprojekte von Präsident Miloš Zeman: der Bau eines Kanals zwischen Donau, Oder und Elbe. Das tschechische Staatsoberhaupt bringt dieses Thema auch bei Treffen mit österreichischen und polnischen Politikern auf den Tisch, denn ohne eine Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten wäre das Projekt überhaupt nicht denkbar. Doch bei vielen weiteren tschechischen Politikern ist das Kanalprojekt umstritten. So stellte sich auch der Verkehrsminister dagegen, mittlerweile will er zumindest eine Machbarkeitsstudie anfertigen lassen. Doch das kontroverse Vorhaben ist nicht neu, schon seit Jahrhunderten wird darüber diskutiert.  mehr...

Rote Ultras – Propaganda für die Besetzung der Tschechoslowakei 1968

23-08-2014 02:01 | Jakub Šiška

August 1968 (Foto: Engramma.it, Wikimedia CC BY-SA 3.0) Am 21. August 1968 marschierten die Truppen der Sowjetunion und weiterer kommunistischer Staaten in die Tschechoslowakei ein. Diese Invasion setzte dem so genannten Prager Frühling ein Ende - also dem Versuch einer Demokratisierung des gesellschaftlichen und politischen Lebens im Land. Für viele Menschen hierzulande kam die Besetzung unerwartet und sie waren schockiert. Es gab aber auch diejenigen, die die Rückkehr zur totalen Kontrolle durch die KPTsch begrüßten. Dies waren vor allem ältere Kommunisten „stalinistischen“ Schnitts, die sich in einer informellen Gruppe organisierten.  mehr...

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