Alle Artikel Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

Vertreibung der Sudetendeutschen und Österreich – Ausstellung in Prag

20-12-2014 02:01 | Sophie Menasse

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-W0911-501 / CC-BY-SA Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden etwa drei Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben. 400.000 von ihnen emigrierten zunächst nach Österreich. Während das Thema in Deutschland weitgehend bekannt und aufgearbeitet ist, war es in Österreich und Tschechien lange ein Tabu. Eine gemeinsame Wanderausstellung der beiden Länder setzt sich nun mit diesem Teil der österreichisch-tschechischen Geschichte auseinander. Die Ausstellung „Langsam ist es besser geworden“ lässt Zeitzeugen von ihren Erfahrungen erzählen und ist derzeit in Prag zu sehen.  mehr...

Das „Wunder von Číhošť“ und die Ermordung des Pfarrers Toufar

13-12-2014 02:01 | Jakub Šiška

Josef Toufar (Foto: Tschechisches Fernsehen) Unter den Persönlichkeiten, die am diesjährigen Staatsfeiertag am 28. Oktober der Staatspräsident Miloš Zeman ausgezeichnet hatte, war auch Josef Toufar. Dieser katholische Priester wurde 1950 von der kommunistischen Staatspolizei (STB) zu Tode gequält, weil er angeblich in seiner Kirche ein „Wunder“ inszeniert haben sollte. Das Ereignis gilt als eine der brutalsten Aktionen des sozialistischen Regimes gegen die katholische Kirche.  mehr...

Schlacht am Weißen Berg – Historiker bewerten „nationale Tragödie“ neu

06-12-2014 02:01 | Jitka Mládková

Schlacht am Weißen Berg Die sogenannte Schlacht am Weißen Berg gilt seit Jahrhunderten als folgenschweres Ereignis. Der Waffengang am 8. November 1620 bildete den tragischen Höhepunkt des Ständeaufstands in Böhmen. Auch heute noch findet das Thema Resonanz in der tschechischen Gesellschaft. Denn erst seit der politischen Wende vor 25 Jahren hat sich die Sichtweise auf die Schlacht zu ändern begonnen. In der tschechischen Historiografie musste dabei eine Menge ideologischen Ballasts entfernt werden. Im Folgenden ein Rückblick auf das Ereignis und seine Rezeptionsgeschichte mit Meinungen renommierter Historiker.  mehr...

Vor dem Tod noch einmal verliebt sein - Widerstandskämpferin Marianne Golz

29-11-2014 02:01 | Jakub Šiška

Marianne Golz (Foto: Archiv von Ronnie Golz) Vor dem Zweiten Weltkrieg flüchteten viele Menschen vor den Nationalsozialisten aus Deutschland nach Prag. Marianne Golz war eine von ihnen. Hitler zerschlug jedoch die Tschechoslowakei und ließ 1939 das Protektorat Böhmen und Mähren ausrufen. Zu dieser Zeit half Marianne Golz, die Juden vor der Verschleppung in Konzentrationslager zu retten. Dafür bezahlte sie mit ihrem Leben.  mehr...

Heldenfrisieren mit Rilke und Zweig – Ausstellung über Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg

22-11-2014 02:01 | Hannah Illing

Quelle: Archiv des Adalbert-Stifter-Vereins Wohl kaum ein Herrschergeschlecht betrieb die Kriegspropaganda so professionell wie die Habsburger in Österreich. Mit Beginn des ersten Weltkriegs wurde in Wien ein Kriegspressequartier eingerichtet. Auch böhmische und mährische Künstler arbeiteten dort sowie im k.u.k. Kriegsarchiv an einer heroischen Darstellung des Krieges. 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs ist eine Ausstellung des Adalbert-Stifter-Vereins zu dem Thema im Goethe-Institut Dresden zu sehen. Ihr Titel: „Musen an die Front! Schriftsteller und Künstler im Dienst der k. u. k. Kriegspropaganda 1914 – 1918“.  mehr...

Die Samtene Revolution – ein Rückblick auf den November '89

17-11-2014 02:01 | Annette Kraus

Foto: Archiv der Karlsuniversität in Prag Im Nachhinein erhielten die Ereignisse von 1989 die Bezeichnung „Samtene Revolution“. Am Anfang stand jedoch die Gewalt. Ausgerechnet am Internationalen Tag der Studenten ging das kommunistische Regime mit Schlagstöcken gegen eine Studentendemonstration in der Prager Innenstadt vor. In den darauffolgenden Tagen und Wochen formierte sich in der Tschechoslowakei die Opposition.  mehr...

ČSSR 1989: Es muss doch endlich etwas passieren…

15-11-2014 02:01 | Jakub Šiška

Foto: Tschechisches Fernsehen Vor 25 Jahren ging die kommunistische Ära in der Tschechoslowakei zu Ende. Anlässlich dieses Jubiläums erinnern einige tschechische Medien auch daran, worüber und wie kurz vor der Wende berichtet wurde. Obwohl die Presse damals noch unter strenger Kontrolle stand, ließ sich aus den Nachrichten und Kommentaren eine starke Nervosität der Regimes spüren. Was ging aber dem Zusammensturz des totalitären Regimes voran?  mehr...

Erst freiwillig, dann unter Zwang: Tschechen im Totaleinsatz für Deutschland

08-11-2014 02:01 | Till Janzer

Foto: Nationalarchiv Prag, 110-11-38 Sie arbeiteten in Rüstungsbetrieben, bei der Reichsbahn oder einfach nur beim Fleischer: Tschechen waren die ersten billigen Arbeitskräfte aus dem Ausland, die im nationalsozialistischen Deutschland eingesetzt wurden. Anfangs geschah dies sogar freiwillig, doch schon bald wurde die Bevölkerung aus dem sogenannten Protektorat Böhmen und Mähren zwangsrekrutiert. Im Laufe des Kriegs wurden zudem die Bedingungen für ausländische Zwangsarbeiter in Deutschland teils lebensbedrohlich.  mehr...

Zwischen Prügel und Bildungsprogramm – böhmische Dienstmädchen im 19. Jahrhundert

01-11-2014 02:01 | Jakub Šiška

Ist ein Dienstmädchen ein Mensch? Diese Frage klingt heute absurd, aber noch vor etwa 100 Jahren führte sie zu einer heftigen Debatte in der böhmischen Presse. Nach der Knechtsordnung für die Königstadt Prag war es nämlich möglich, einen Knecht oder ein Dienstmädchen zu verprügeln, ohne bestraft zu werden. Ohne Genehmigung des Herrn durfte das sogenannte Gesindel auch nicht dessen Haus verlassen. Prager Dienstmädchen hatten aber zugleich jeden Sonntag die Möglichkeit, Auftritte von Sängern des Prager Nationaltheaters zu besuchen. Wie sah also das Leben der Dienstmädchen zu k. u k. Zeiten in Böhmen aus?  mehr...

Widerstand gegen Hitlers Besetzung: 28. Oktober und 17. November 1939

28-10-2014 02:01 | Till Janzer

Foto: Free Domain In Kürze wird überall in Tschechien der Samtenen Revolution gedacht. Auslöser für den Sturz des Kommunismus vor 25 Jahren waren die Studentendemonstrationen am 17. November 1989. Ein halbes Jahrhundert vorher jedoch gingen schon einmal Studenten auf die Straße, um gegen ein Unrechtsregime zu protestieren: gegen die Nazi-Herrschaft im Protektorat. Die Reaktion des Regimes war äußerst brutal. Diese Ereignisse fanden zwischen dem 28. Oktober und 17. November 1939 statt.  mehr...

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