Alle Artikel Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

„Die Sonderbehandlung“ - Theresienstädter Familienlager im KZ Auschwitz

31-01-2015 02:01 | Jitka Mládková

Foto: Raduz, Wikimedia Public Domain „Zvláštní zacházení“, auf Deutsch „Sonderbehandlung“ - so nennt sich eine Neuerscheinung auf dem tschechischen Büchermarkt. Der Journalist und Publizist Adam Drda beleuchtet in dem Buch das Schicksal von vielen Tausend Juden aus Böhmen und Mähren, die während des Zweiten Weltkriegs in Ausschwitz-Birkenau ermordet wurden. Sie waren im sogenannten „Theresienstädter Familienlager“ eingesperrt, das aus bis heute unbekannten Gründen im Zentrum des Vernichtungslagers errichtet wurde.  mehr...

Dresseure und Dompteure – Geschichte des Zirkus in Böhmen

24-01-2015 02:01 | Jakub Šiška

Foto: Archiv des Nationalmuseums in Prag Artisten, Seiltänzer, Clowns, Zauberer, Dompteure, Fakire und Jongleure – sie alle gehören zur sonderbaren Gemeinschaft des Zirkus. Man kann diese Kunst etwas belächeln, doch sie begeistert immer wieder viele Zuschauer, vor allem Kinder. In den Böhmischen Ländern war der Zirkus ein wesentliches kulturelles Phänomen, das auch weder in der Nazi-Zeit noch während des Kommunismus verboten war.  mehr...

Von Kříženecký bis Aschenbrödel – das Prager Filmarchiv als Gedächtnisinstitution

17-01-2015 02:01 | Jitka Mládková

Foto: ČT24 Alles deutet darauf hin, dass die analoge Kinotechnik definitiv ausgedient hat. Weltweit wurde sie durch digitale Verfahren ersetzt. Dem musste sich auch das Tschechische Filmarchiv (NFA) anpassen, dort werden Filmkopien über Jahrzehnte aufbewahrt. Die allermeisten Streifen wurden natürlich mit analogen Kameras gedreht, und nur ein Bruchteil davon kann in der nächsten Zukunft digitalisiert werden. Doch über das Vorgehen ist man sich ist man sich in Prag im Klaren.  mehr...

Die Herzöge von Opava – eine vergessene Přemysliden-Linie wird erforscht

10-01-2015 02:01 | Jakub Šiška

Wenzel III. (Foto: Bonio, Wikimedia CC BY 2.5) Das böhmische Königsgeschlecht der Přemysliden starb 1306 aus, als König Wenzel III. in Olomouc / Olmütz ermordet wurde. So wird es in der tschechischen Geschichtswissenschaft schon seit langem überliefert. Mittlerweile ist diese Sichtweise aber fraglich. Denn es gab noch eine Linie des Geschlechtes, deren letztes Mitglied möglicherweise erst im 16. Jahrhundert starb. Über Jahrhunderte hinweg ist nicht an diese Linie erinnert worden. Seit Herbst vergangenen Jahres erforschen jedoch Archäologen eine Gruft, in der die letzten Přemysliden angeblich beerdigt worden sind. Die Ergebnisse der Forschung könnten die tschechische Geschichtsschreibung korrigieren.  mehr...

Januar 1969: Vorgeschichte der tschecho-slowakischen Trennung

03-01-2015 02:01 | Jitka Mládková

Am 1. Januar 1993 hat sich die Tschechoslowakei in zwei selbständige Staaten geteilt. Nach 75 Jahren ihres Bestehens und nur drei Jahre nach der politischen Wende war dies für viele Menschen hierzulande, insbesondere aber für einen Großteil der Tschechen, unbegreiflich und unerwünscht. Bis heute ist allerdings wenig bekannt, dass die sogenannte „slowakische Frage“ schon in den 1960er Jahren in den politischen Vordergrund drängte. Das Resultat war vor 45 Jahren die Entstehung einer Föderation der Tschechen und Slowaken.  mehr...

Bis in den Salon des Zaren – böhmische Harfenspieler im 19. Jahrhundert

27-12-2014 02:01 | Jakub Šiška

Foto: Archiv des Nationalmuseums Prag Im 19. Jahrhundert wanderten viele Tausend Menschen aus den armen Gegenden Böhmens aus. Zum Teil waren sie erfolgreich und konnten dadurch eine neue Existenz im Ausland gründen. Bekannt ist dies beispielsweise bei den Glasmachern oder Zirkusleuten. Die böhmischen Harfenisten erfreuten sich zur Zeit der Monarchie ebenfalls großer Berühmtheit, heutzutage sind sie jedoch vergessen.  mehr...

Vertreibung der Sudetendeutschen und Österreich – Ausstellung in Prag

20-12-2014 02:01 | Sophie Menasse

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-W0911-501 / CC-BY-SA Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden etwa drei Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben. 400.000 von ihnen emigrierten zunächst nach Österreich. Während das Thema in Deutschland weitgehend bekannt und aufgearbeitet ist, war es in Österreich und Tschechien lange ein Tabu. Eine gemeinsame Wanderausstellung der beiden Länder setzt sich nun mit diesem Teil der österreichisch-tschechischen Geschichte auseinander. Die Ausstellung „Langsam ist es besser geworden“ lässt Zeitzeugen von ihren Erfahrungen erzählen und ist derzeit in Prag zu sehen.  mehr...

Das „Wunder von Číhošť“ und die Ermordung des Pfarrers Toufar

13-12-2014 02:01 | Jakub Šiška

Josef Toufar (Foto: Tschechisches Fernsehen) Unter den Persönlichkeiten, die am diesjährigen Staatsfeiertag am 28. Oktober der Staatspräsident Miloš Zeman ausgezeichnet hatte, war auch Josef Toufar. Dieser katholische Priester wurde 1950 von der kommunistischen Staatspolizei (STB) zu Tode gequält, weil er angeblich in seiner Kirche ein „Wunder“ inszeniert haben sollte. Das Ereignis gilt als eine der brutalsten Aktionen des sozialistischen Regimes gegen die katholische Kirche.  mehr...

Schlacht am Weißen Berg – Historiker bewerten „nationale Tragödie“ neu

06-12-2014 02:01 | Jitka Mládková

Schlacht am Weißen Berg Die sogenannte Schlacht am Weißen Berg gilt seit Jahrhunderten als folgenschweres Ereignis. Der Waffengang am 8. November 1620 bildete den tragischen Höhepunkt des Ständeaufstands in Böhmen. Auch heute noch findet das Thema Resonanz in der tschechischen Gesellschaft. Denn erst seit der politischen Wende vor 25 Jahren hat sich die Sichtweise auf die Schlacht zu ändern begonnen. In der tschechischen Historiografie musste dabei eine Menge ideologischen Ballasts entfernt werden. Im Folgenden ein Rückblick auf das Ereignis und seine Rezeptionsgeschichte mit Meinungen renommierter Historiker.  mehr...

Vor dem Tod noch einmal verliebt sein - Widerstandskämpferin Marianne Golz

29-11-2014 02:01 | Jakub Šiška

Marianne Golz (Foto: Archiv von Ronnie Golz) Vor dem Zweiten Weltkrieg flüchteten viele Menschen vor den Nationalsozialisten aus Deutschland nach Prag. Marianne Golz war eine von ihnen. Hitler zerschlug jedoch die Tschechoslowakei und ließ 1939 das Protektorat Böhmen und Mähren ausrufen. Zu dieser Zeit half Marianne Golz, die Juden vor der Verschleppung in Konzentrationslager zu retten. Dafür bezahlte sie mit ihrem Leben.  mehr...

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