Alle Artikel Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

Herbert Masaryk – der „missratene Sohn“ des Staatsgründers

18-04-2015 02:01 | Jakub Šiška

Herbert Masaryk: Selbstbildnis Ohne jede Beachtung sind vor kurzem 100 Jahre seit dem Tod des Malers Herbert Masaryk vergangen. Der Sohn des späteren ersten Staatspräsidenten der Tschechoslowakei starb mit 35 Jahren an Typhus. Der künstlerisch begabte junge Mann war dabei eine ganz andere Natur als sein Vater.  mehr...

Transit statt neuer Heimat: Der Umgang der Tschechoslowakei mit jüdischen Flüchtlingen nach 1945

11-04-2015 02:01 | Annette Kraus

Foto: Annette Kraus Gerade dem Holocaust oder den stalinistischen Arbeitslagern entronnen, wurde die Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ziel für jüdische Überlebende vieler Nationen. Für manche war es eine Rückkehr in die Heimat, andere betrachteten den Aufenthalt als Durchgangsstation, ehe sie Europa endgültig den Rücken kehrten. Erwünscht, das merkten sie schnell, waren sie nicht. Die neue Tschechoslowakei wollte keine Minderheiten mehr im Land. Im Prager Jüdischen Museum wirft eine kleine Ausstellung nun einen schonungslosen Blick auf das Schicksal jüdischer Flüchtlinge unmittelbar nach Kriegsende.  mehr...

Jazz-Rhythmen gegen das Schicksal: Fritz Weiss und die Ghetto Swingers

04-04-2015 02:01 | Jakub Šiška

Fritz Weiss Quintett (Quelle: K. Heřmann, Wikimedia) Das Lager in Terezín / Theresienstadt spielte in der Politik der Nationalsozialisten eine sonderbare Rolle: Als „Vorzeigeghetto“ sollte es dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes demonstrieren, dass den dorthin zwangsdeportierten Juden nichts Böses geschehe. So konnte beispielsweise Fritz Weiss in Theresienstadt eine Jazzband namens Ghetto Swingers gründen. Das war jedoch ein falsches Spiel der Nazis.  mehr...

Ostrauer Pfadfinder im Widerstand: Nazi-Terror und kommunistische Schikanen

28-03-2015 02:01 | Jitka Mládková

Ivančena (Foto: Roy, Public Domain) Im April 1945 kündigte sich bereits das Ende des Zweiten Weltkriegs an. Dennoch mussten noch viele Menschen sterben, so etwa Dutzende Mitglieder der illegalen Bewegung „Schlesischer Widerstandskampf“ in Nordmähren. Zu ihnen gehörten auch Pfadfinder aus Moravská Ostrava / Mährisch Ostrau. Seit 69 Jahren erinnert an sie ein ungewöhnliches Denkmal in den nahe der Stadt gelegenen Beskiden. An jedem Jahrestag ihrer Ermordung pilgern hunderte Menschen zu dem Gedenkort, und zwar sowohl Mitglieder von Kinder- und Jugendorganisationen der Pfadfinder, aber auch Tramps oder einfach nur Wanderer. Viele haben dabei einen oder mehrere Steine im Rucksack. Zu kommunistischen Zeiten war dies jedoch ein gefährliches Unterfangen.  mehr...

Der Traum von der tschechischen Kolonie in Amerika

21-03-2015 02:01 | Jakub Šiška

Foto: Archiv der Nationalen Bibliothek der Tschechischen Republik Im 19. Jahrhunderts erlebte Europa eine Massen-Auswanderungswelle. Viele der Menschen machten sich auf den Weg über den Ozean, um in Amerika ein besseres Leben zu beginnen. Die Zahl der Migranten aus den Böhmischen Ländern in die USA wird auf bis zu 200.000 geschätzt. Dabei gab es auch mehrere Versuche, eine tschechischsprachige Kolonie in den Staaten aufzubauen – allerdings ohne Erfolg.  mehr...

Donau-Oder-Elbe-Kanal – unverwirklichter Traum seit Jahrhunderten

14-03-2015 02:01 | Jakub Šiška

Denkschrift über die Donau-Main-Wasserstrasse 1903 (Foto: Public Domain) Es ist eines der Lieblingsprojekte von Präsident Miloš Zeman: der Bau eines Kanals zwischen Donau, Oder und Elbe. Doch das kontroverse Vorhaben ist nicht neu, schon seit Jahrhunderten wird darüber diskutiert.  mehr...

Bank der tschechoslowakischen Legion – sonderbare Kreditanstalt der Zwischenkriegsära

07-03-2015 02:01 | Jakub Šiška

Legiobank (Foto: Petr Vilgus, CC BY-SA 3.0) Auf der Straße Na Poříčí im Stadtzentrum von Prag ist das Haus nicht zu übersehen: Auf seiner neokubistischen Fassade tritt eine monumentale Plastik mit dem Namen „Die Rückkehr der Legionäre“ hervor. Architekten halten das Gebäude für eines der wertvollsten aus der Zwischenkriegsära in Prag. Außerordentlich war auch der Zweck des Baus: Es war Sitz der Bank der tschechoslowakischen Legion, die in den 1920er und 1930er Jahren eine eigenartige Rolle in der Tschechoslowakei spielte.  mehr...

Prager Warenhaus Kotva: Sozialistischer Pilgerort für Kauflustige

28-02-2015 02:01 | Jitka Mládková

Kaufhaus Kotva (Foto: Offizielle Webseite des Kaufhauses Kotva) Vor 40 Jahren wurden in Prag im Abstand von nur zwei Monaten zwei neue Kaufhäuser eröffnet. Das erste von beiden war das „Kotva“ (Anker). Als am 10. Februar 1975 seine Pforten aufgingen, war es landesweit das größte Warenhaus und das fünftgrößte in Europa. Dabei durften die Architekten aus politischen Gründen nicht genannt werden – und das tatsächliche Warenangebot ließ die Kundenwünsche unerfüllt.  mehr...

Aus Böhmen ins Heilige Land – wie in der Vergangenheit gepilgert wurde

21-02-2015 02:01 | Jakub Šiška

Jerusalem Jerusalem – die Heilige Stadt, auf die die Gläubigen dreier Religionen ihre Augen richten. Auch aus den Böhmischen Ländern machten sich seit dem Mittelalter immer wieder Christen dorthin auf die Pilgerreise. Das Abenteuer lockte sowohl Katholiken als auch Protestanten, wie die alten Chronisten verzeichnet haben.  mehr...

Der lange Arm Stalins – Tschechen und Slowaken im Gulag

14-02-2015 02:01 | Jitka Mládková

Am diesjährigen 8. Mai werden viele Länder Europas den 70. Jahrestag ihrer Befreiung von deutschen Besatzern begehen. Beim Gedenken an die vielen Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs wird man sich in Tschechien auch an jene Menschen erinnern, für die der offizielle Feiertag keine Befreiung bedeutete. Tausende Bewohner der Tschechoslowakei verschiedener Nationalitäten waren zur Zwangsarbeit in Lager in Sibirien verschleppt worden und starben dort oder wurden auch nach 1945 an diese Orten weiter gefangen gehalten. Mit ihrem Schicksal befassen sich hierzulande nicht nur Historiker. Vieles erkundet haben auch Mitarbeiter des Vereins „Gulag.cz“.  mehr...

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