Rubrikenarchiv Kapitel aus der Tschechischen Geschichte

„Sofort melden!“ - Repatriierung nach Kriegsende mit Hilfe des Tschechoslowakischen Rundfunks

15-06-2013 02:01 | Jakub Šiška

KZ-Häftlinge (Foto: United States Holocaust Memorial Museum) Gleich nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann in ganz Europa eine massenhafte Repatriierung. Millionen Menschen, die an der Front, in Konzentrationslagern, Gefängnissen, im Zwangsarbeitseinsatz oder in der Emigration gewesen waren und überlebt hatten, wollten nach Hause zurückkehren. Millionen Andere versuchten zu erfahren, wo ihre vermissten Angehörigen, Verwandten oder Bekannten waren. Eine besondere Rolle fiel dabei dem Rundfunk zu, er war zu dieser Zeit der schnellste und oft auch einzige Informationskanal. mehr...

Triumphaler Empfang: Chicagos Oberbürgermeister Čermák 1932 in der Tschechoslowakei

08-06-2013 02:01 | Jitka Mládková

Antonín Čermák (Foto: U.S. Library of Congress, Free Domain) Ab der Mitte des 19. Jahrhundert wanderten viele Menschen aus der Habsburger Monarchie, oft auch ganze Familien, nach Übersee aus. Wie anderswo übten vor allem die USA eine besondere Anziehungskraft aus. Hunderte und später Tausende Tschechen wagten die strapaziöse Reise ins Ungewisse. Nur wenigen blieb in der neuen Welt der Erfolg beschieden, so aber zum Beispiel Antonín Čermák aus dem mittelböhmischen Kladno. Talent, Stärke und Willenskraft führten ihn bis in das Amt des Oberbürgermeisters der damals zweitgrößten US-amerikanischen Stadt Chicago. 2013 jährt sich der 140. Geburtstag und 80. Todestags des seinerzeit populärsten Tschecho-Amerikaners. 1932 besuchte Čermák zum ersten Mal nach seiner Auswanderung die Tschechoslowakei, und dort wartete auf ihn ein beinahe triumphaler Empfang. mehr...

„Wir drehen Euch den Hals um!“ - die Kommunisten in der Ersten Republik

01-06-2013 02:01 | Jakub Šiška

Foto: ČT24 Über 40 Jahre lang herrschte die Kommunistische Partei in der Tschechoslowakei. Ihre Ära war durch Unfreiheit, den Verstoß gegen Menschenrechte und die Verfolgung von Oppositionellen gekennzeichnet. Schon in der Zwischenkriegszeit suchte die KPTsch den Schulterschluss mit Moskau. Doch ging sie damals taktisch vor.  mehr...

Emanuel Moravec – Symbol der Kollaboration mit den Nazis

25-05-2013 02:01 | Jakub Šiška

Emanuel Moravec Während des Zweiten Weltkriegs war Emanuel Moravec Minister in der Regierung des Protektorats „Böhmen und Mähren“. Massiv unterstützte er dabei die Nazis. Selbst zu Ende des Krieges rief er seine tschechischen Landsleute noch dazu auf, mit den Deutschen zu kooperieren. Dabei hatte Moravec noch 1938 offen das Münchner Abkommen abgelehnt, dieses hatte die Abtretung der Sudetengebiete an Deutschland ermöglicht. Doch wie kam es zu dem Meinungswandel bei dem tschechischen Oberst? mehr...

Vom Pfadfinderzelt zum Propagandainstrument: Geschichte des Tschechoslowakischen Rundfunks

18-05-2013 02:01 | Marco Zimmermann

Der Tschechische Rundfunk hat Geburtstag: Er ist 90 Jahre alt geworden. Darum senden wir in unserem Kapitel aus der tschechischen Geschichte eine Collage historischer Radioaufnahmen, die wichtige und interessante Momente der Geschichte der Tschechoslowakei wiedergeben.  mehr...

„Korrekte Beziehungen, aber keine Freundschaft“ – Tschechoslowakei und Österreich 1918 - 1933

11-05-2013 02:01 | Marco Zimmermann

„Unausgewogene Beziehungen“ (Foto: Verlag der tschechischen Akademie der Wissenschaften) Im Oktober 1918 zerfällt das Kaiserreich Österreich-Ungarn. Aus seiner Erbmasse gehen eine Fülle neuer Staaten hervor, unter anderem die damalige Tschechoslowakei und die Republik Österreich. Der Historiker Ota Konrád hat eine Studie zu den Beziehungen dieser beiden damals neuen Staaten vorgelegt. Das Buch hat er auch im Österreichischen Kulturforum in Prag vorgestellt und dabei auch Radio Prag Rede und Antwort gestanden. mehr...

Simon Abeles – als jüdischer Junge im barocken Prag fast heilig gesprochen

04-05-2013 02:01 | Jakub Šiška

Quelle: Howard Loutham: Obracení Čech na víru, Rybka Publishers 2011 Viele Jahrhunderte lang war Prag auch durch seine jüdische Minderheit geprägt. Noch heute zählt das ehemalige jüdische Viertel Josefov / Josefstadt mit seinen Synagogen und Friedhöfen zu den meistbesuchten Orten der Stadt. In der Teynkirche auf dem Altstädter Ring kann man jedoch eine wenig bekannte Besonderheit treffen: einen Grabstein eines Juden, von Simon Abeles. Wie kam es aber dazu, dass ein jüdischer Junge in einem katholischen Dom beerdigt wurde? mehr...

Maria Theresia: Krönung zur Versöhnung

27-04-2013 02:01 | Markéta Kachlíková

Maria Theresia Vor 270 Jahren, genau am 12. Mai 1743, wurde die Habsburger Herrscherin Maria Theresia zur böhmischen Königin gekrönt. Ihre Thronbesteigung verlief aber nicht reibungslos. Mehrere europäische Fürsten erhoben nämlich nach dem Tod von Maria Theresias Vater eigene Ansprüche auf die Habsburgischen Erblande, darunter auch die Länder der böhmischen Krone, sowie auf das römisch-deutsche Kaisertum. Der Konflikt wuchs sich zu einem Krieg aus. Fast drei Jahre dauerte es, ehe sich die Habsburgerin die böhmische Wenzelskrone auf das Haupt setzen konnte. mehr...

Gescheiterte europäische Eingliederung: tschechoslowakische Außenpolitik 1918 bis 1938

20-04-2013 02:01 | Jakub Šiška

1938 wurde die Tschechoslowakei von ihren Verbündeten Frankreich und Großbritannien verraten – beide Staaten stimmten der Abtretung der Sudetengebiete an Hitlerdeutschland zu. So verstehen bis heute die Tschechen die damalige Lage rund um die Unterzeichnung des Münchner Abkommens. Wie fest war also das Bündnis mit den genannten Staaten? Worauf beruhte die tschechoslowakische Außenpolitik in der Zwischenkriegszeit? Wodurch wurde das Verhältnis mit den Nachbarländern geprägt? mehr...

„Integriert, nicht assimiliert“ – die griechische Minderheit in Tschechien

13-04-2013 02:01 | Marco Zimmermann

In der heutigen Tschechischen Republik gibt es eine kleine griechische Minderheit. Sie ging aus Flüchtlingen hervor, die während des griechischen Bürgerkriegs von 1946 bis 1949 evakuiert wurden und eine neue Heimat in Mitteleuropa fanden. Kateřina Králová ist Griechenlandexpertin an der Karlsuniversität Prag, ihre Dissertation hat sie zu den deutsch-griechischen Beziehungen nach 1945 geschrieben. Zudem hat sie ein Projekt der „Geschichtswerkstatt Europa“ mit initiiert und betreut, in dem tschechische Studenten mit den griechischen Flüchtlingen gesprochen und ihre Geschichten aufgeschrieben haben. Die Ergebnisse sind im vergangenen Jahr in einem Sammelband erschienen. mehr...

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