Rubrikenarchiv Feuilleton
Tschechien vor Riesenaufgabe: Kann man sie mit Geist und Inhalt (er)füllen?
Am Donnerstag hat wieder ein neues Jahr begonnen. In Europa hat es sehr
zentral begonnen: der halbe Kontinent schaute kurz nach Mitternacht via TV
in die mitteleuropäische Slowakei, wie die dortigen Bürger die ersten
Euro-Scheine aus den Bankautomaten zogen. Und die andere Hälfte? Die
blickte vielleicht mal kurz rüber in die benachbarte Tschechische
Republik, wo am Prager Metronom auf blauem Grund die zwölf goldenen
EU-Sterne erleuchteten.
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Non-verbale Kommunikation - Tschechische Politiker beherrschen sie
Am 1. Januar übernimmt Tschechien die EU-Ratspräsidentschaft. Das ist ein
Grund Ihnen die Politiker, mit denen es Europa dann zu tun bekommt, mal von
einer anderen Seite als üblich vorzustellen. Patrick Gschwend übernimmt
das in unserem Radio-Feuilleton.
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Europäische Kommission ganz groß - das ist ja der Gipfel!
Durch alle Meldungen geistern die Worte Stillstand und Entlassungen. Und
während also alle den Gürtel enger schnallen, beschließen die Staats-
und Regierungschefs vergangene Woche auf dem EU-Gipfel, dass das
Unternehmen EU nicht abspecken wird. Eine schöne Überraschung: Die EU
wird – so ist es nun geplant – die Zahl von 27 EU-Kommissaren in den
kommenden Jahren nicht mehr auf 15 reduzieren. Alles bleibt wie gehabt.
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Pirelli auf Tschechisch
Ein beliebtes Geschenk und oft vor allem auch ein Werbemittel ist es: der
Kalender. Gegen Jahresende erlebt man immer einen echten Kalenderboom. Die
Firmen versuchen, bei der Themenauswahl für ihren Fotokalender vor allem
Schritt mit der Zeit zu halten.
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Heimatgefühle
Kennen Sie Prag? Wahrscheinlich schon. Ich weiß ja, dass einige unserer
Hörer schon in der tschechischen Hauptstadt zu Besuch waren. Mir geht es
mittlerweile andersherum: Ich bin auf Besuch, wenn ich in Deutschland bin.
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„Winterreifentest“ à la Tschechien
Nun ist sie also wieder da, die vorweihnachtliche Zeit, die am Sonntag mit
dem ersten Advent eingeläutet wird. Und mit ihr melden sich regelmäßig
auch zwei unwirtliche Gesellen zu Wort: Väterchen Frost und Gevatter
Schnee.
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Reality Check
Gewusst haben wir es ja eigentlich immer: Milliarden, die jede Sekunde rund
um den Erdball verschoben werden, abenteuerliche Aktiengeschäfte,
abgewickelt mit geliehenem Geld, Währungsspekulationen im großen Stil –
all das sind weitgehend virtuelle Deals. Riesige Phantasieblasen, die nur
so lange nicht platzen, so lange genügend Menschen an sie glauben. Doch
erst seitdem aus der amerikanischen Immobilien- eine internationale
Finanzkrise geworden ist, wird das auch laut ausgesprochen.
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Autohersteller „Škodovka“ gibt „Patrioten-Zuschlag“ auf!
Ein großer tschechischer Pkw-Hersteller – und so viele gibt es nicht
davon, die Einheimischen nennen ihn und sein Produkt liebevoll
„Škodovka“ – dieser tschechische Autohersteller möchte die ihm
zuteil gewordene Zuneigung an seine tschechischen Kunden zurückgeben. Das
ist zunächst mal sehr freundlich. Aber zurückgeben, wenn man vorher zu
viel genommen hat, das – unter uns gesagt – fällt ja auch nicht ganz
so schwer.
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Tschechischer Animationsfilm auf Abwegen - Eine misslungene Ziegengeschichte
Mitte Oktober kam hierzulande ein neuer Film in die Kinos, der mit großem
PR-Aufwand beworben wurde. Der tschechische Film Kozí příběh ist
nämlich der erst komplett am Computer hergestellte Film in ganz Mittel-
und Osteuropa. Patrick Gschwend hat den Film gesehen. Er erzählt von
seinem Kinobesuch im nun folgenden Radio-Feuilleton.
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Kritik ja - aber sachlich
Tschechien und die EU. Eine Beziehung der besonderen Art könnte man sagen.
Und das nicht erst seit gestern. Dabei ist in Tschechien immerhin knapp
die
Hälfte der Bevölkerung der Meinung, die EU-Mitgliedschaft sei eine gute
Sache. Weit mehr als etwa in Österreich. Dafür sind in Tschechien
zahlreiche Spitzenpolitiker für ihre reservierte Haltung zur
EU-Mitgliedschaft bekannt. Allen voran Staatspräsident Václav Klaus, der
die EU offenbar als echte Bedrohung der staatlichen Souveränität
betrachtet. Seine Einstellung gegenüber der europäischen
Einheitswährung
muss man schon deutlich mehr als bloß „reserviert“ nennen. mehr...


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