Rubrikenarchiv Feuilleton
Vor 25 Jahren: Wie die Stasi Frömmigkeit bei einem Begräbnis übte
Es war ein Ereignis, das man kaum vergisst - ein Begräbnis, von dem man
nicht traurig nach Hause ging, sondern irgendwie ermuntert und voller
Hoffnung: das Begräbnis des Dichters Jaroslav Seifert vor 25 Jahren, am
21. Januar 1986.
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Tschechische Führungskräfte
In den letzten Monaten häufen sich wieder die Fälle von Nötigung auf
tschechischen Autobahnen. Für diese Menschen, die ihr Auto vorzugsweise
als Waffe nutzen, hat sich hierzulande die Bezeichnung Autobahn-Pirat
eingebürgert. Das Mobile, das Wilde und Unkultivierte eines klassischen
Piraten dürfte da wohl Pate gestanden haben.
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Tschau, Prag! Zeit, um Abschied zu nehmen und Bilanz zu ziehen
Wie Sie als Hörer unseres Hörerforums und Besucher unserer Internetseiten
ja bereits wissen, stellt Radio Prag mit Ende Januar aus Kostengründen
seine Sendungen über Kurzwelle ein. Zum gleichen Zeitpunkt geht auch meine
mehr als zweieinhalbjährige Tätigkeit für den Sender zu Ende. Und damit
wird auch ein vorläufiger Schlussstrich gezogen unter jene rund vier Jahre
meines Lebens, die ich in der tschechischen Hauptstadt verbracht habe –
als Student, Praktikant und Radioredakteur. Zeit also, um Bilanz zu ziehen
über vier abwechslungsreiche Jahre und Zeit, um sich die Frage zu stellen,
was ich denn so alles vermissen werde an Prag und was weniger.
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Weihnachten global lokal
Ganz globalisiert ist das Weihnachtsfest ja noch nicht. Die
Wahrscheinlichkeit weltweit weißer Weihnachten etwa ist gleich null, in
Australien tragen die Weihnachtsmänner ihre roten Mützen vermutlich nur
zum Trotz gegen ihr meteorologisches Außenseiterdasein. Prag hingegen
entspricht zurzeit voll und ganz den gängigen Vorstellungen von der
Adventszeit.
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Regeln sind Regeln, aber: Ohne Vorbildwirkung keine Nachhaltigkeit
Der Winter hat auch Tschechien fest im Griff. Die eisige Kälte spüren die
meisten Tschechen aber nicht nur draußen, sondern auch schon sehr nah am
Gesäß, da wo das Geld sitzt. Im Portemonnaie. Wegen der hohen Schulden,
die das Staatssäckel drücken, müssen viele von ihnen ab Januar auf Lohn
verzichten.
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Weihnachten im Matsch
Wer redet in diesen Zeiten - und vor allem in diesem Jahr der Extreme -
nicht vom Wetter? Deshalb will auch Radio Prag etwas zur Diskussion
beitragen.
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Rot-Weiße auf geht’s! Malteser bei Slavia willkommen
Es scheint, dass die ausländischen Reisegruppen eine neue
Touristenattraktion in Prag entdeckt haben: Nein, im Stadtkern erhebt sich
kein neues architektonisches Meisterwerk. Es wurde auch kein xtes
Wachsfiguren- oder Foltermuseum beziehungsweise irgendein anderes obskures
Horrorkabinett in den Gässchen der Altstadt eröffnet. Auch wenn einem als
Prager beim Wort Horrorkabinett im Moment wohl eher die neue Koalition im
Prager Rathaus einfällt: Als Besichtigungsobjekt kommt es auch für einen
wenig anspruchsvollen Touristen kaum in Frage.
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Ist die Bibel in der heutigen Zeit noch ein ‚praktisches’ Buch?
Der Abend in der Kneipe war lang geworden. Als ich mich am vergangenen
Samstagvormittag auf den Weg zur Arbeit machte, war ich daher spät dran
und… ich muss es zugeben… etwas indisponiert. Das kommt natürlich
sonst nie vor, aber… Nun ja, ich ging also zur Metro-Station, da sah ich
die beiden schon von weitem: der eine um die 15, der andere vielleicht 13
Jahre alt. Typische Teenager mit Frisuren, die unter ihren Altersgenossen
wohl als „cool“ gelten: ein mit Gel sorgfältig konservierter
Gerade-aufgestanden-Look mit verwegen in die Stirn fallenden Strähnen. mehr...
Freeze den Wenzelsplatz!
Facebook, Twitter und die ganzen anderen virtuelle Kontakthöfe sind in
Tschechien äußerst beliebt. Gerade die Facebook-Foren haben hier Furore
gemacht, als es der jungen Generation darum ging, die Sozialdemokraten mit
ihrem verhassten damaligen Chef Jiří Paroubek an den öffentlichen
Pranger zu stellen. Bei allen Wahlkampfterminen der Sozialdemokraten
erschienen 2009 junge Leute und bewarfen die Politiker mit Eiern.
Verabredet hatten sie sich über Facebook. Donnerstag dieser Woche war die
tschechische Facebook-Comunity wieder am Werk, aber wesentlich
zivilisierter.
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Neue Straßen: Entlastung oder Verkehrserreger?
Neue Straßen erzeugen noch mehr Verkehr. Dieses Argument bringen
Umweltschützer und Grüne gerne gegen den weiteren Ausbau des
Straßennetzes vor. Und dieses Argument erzürnt regelmäßig die
Spediteurslobby, Autofahrerklubs und konservative Politiker, die sich von
neuen Straßen Vorteile für die Wirtschaft und eine Befreiung der
Stadtzentren vom Durchgangsverkehr versprechen. In Prag kann man seit der
Eröffnung eines weiteren Teilstückes des Autobahnringes diese konträren
Argumente gut auf die Probe stellen.
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