Rubrikenarchiv Tschechien in Europa
Öffnen oder nicht: Gretchenfrage für Tschechiens Arbeitsmarkt vor der neuen Erweiterung
Erst zwei Jahre ist es her, da Tschechien mit neun weiteren Kandidaten nach
langen Verhandlungen zum Neumitglied in der Europäischen Union wurde. Noch
längst hat die Union diesen Happen nicht verdaut. Und da kommt in rund
zweieinhalb Monaten bereits die nächste Erweiterung auf die 25 EU-Staaten
zu, der Beitritt von Rumänien und Bulgarien. Die tschechische Politik
trifft dies besonders in Fragen des Arbeitsmarktes ziemlich unvorbereitet.
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Tschechiens Gesicht in Europa: Vaclav Havel wird 70, Berlin feiert mit
Der Fall des Eisernen Vorhanges vor knapp 17 Jahren und die Öffnung der
damaligen Tschechoslowakei nach Europa waren im Bewusstsein der Welt vor
allem mit einem Namen verbunden: Vaclav Havel. Die demokratische Wende des
Jahres 1989 hat sich in den Biografien von Millionen seiner Landsleute
festgeschrieben. Für Havel selbst bedeutete sie gar den abrupten Wandel
vom Dissidenten zum Präsidenten. Doch auch wenn Vaclav Havel quasi über
Nacht zum Staatsmann geworden war - seine Vergangenheit als Dramatiker
blieb unvergessen. Auch hier galt er als Botschafter seines Landes in
Europa und in der Welt - auch wenn das den offiziellen Vertretern dieses
Landes einst nicht in den Kram passte. Am 5. Oktober wird Havel 70. Das
Tschechische Zentrum Berlin bereitet aus diesem Anlass eine zweitägige
Geburtstagsveranstaltung vor. Gerald Schubert hat sich mit seiner
Direktorin Blanka Mouralova über das Programm und über seine Hauptperson
unterhalten.
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Die Tschechen stehen den Lausitzer Sorben am nächsten
Im südöstlichen Sachsen, nahe der Grenze zu Tschechien und Polen, lebt eine
der vier
nationalen Minderheiten Deutschlands: die Lausitzer Sorben.
Jahrhunderte lang hatten sie ein enges Verhältnis zu Böhmen, und diese
Partnerschaft half ihnen, ihre Kultur und Identität zu bewahren. Heute ist
das nicht anders, wie Jakub Siska im folgenden Beitrag berichtet. mehr...
Kellner für fünf Monate und ein neues Leben ohne Drogen
Nach der politischen Wende 1989 in der Tschechoslowakei, musste sich das
Land auf dem neu eingeschlagenen Weg - wie es hieß - "zurück nach
Europa" den in vielen Bereichen üblichen Standards des Westens
anpassen. Plötzlich gab es harte Nüsse zu knacken: Prostitution und
Drogenkonsum, und mit beiden tun sich tschechische Politiker bis heute
schwer. Dem letzteren Problem gilt unsere heutige Rubrik "Tschechien
in Europa, Europa in Tschechien. Hier zunächst eine kurze Einleitung von
Jitka Mladkova.
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Tschechien: Heimat und Aktionsdrehscheibe europäischer Kinder- und Jugendarbeit
In den meisten Fällen muss etwas passieren, bevor etwas passiert.
Jugendkriminalität zum Beispiel kann eine Folge von politischen
Sparmaßnahmen sein, die sich erst dann bemerkbar machen, wenn die dafür
Verantwortlichen bereits in Rente sind. Sandra Dudek berichtet heute über
die "Europäische Assoziation der Freizeiteinrichtungen für Kinder und
Jugendliche", einer Non-Profit-Organisation mit Beraterstatus im
Europarat, die sich für ein aktive Jugendpolitik und -arbeit in Europa
einsetzt - bevor etwas passiert:
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Eine gute Geschichte: Märchen als Anreiz zum Sprachenlernen
Urlaubszeit, Reisezeit - Märchenzeit. Nein, hier werden keine Geschichten
erfunden, denn die gibt es tatsächlich schon, und zwar am Flughafen: Im
Rahmen des EU-Projekts "Fairy Tales before Take Off", zu Deutsch
"Märchen vor dem Abflug", treten diesen Sommer neun
Märchenerzähler auf den Flughäfen mehrerer europäischer Städte auf, um
gemeinsam und doch jeder in seiner Muttersprache Geschichten zu erzählen.
Dadurch sollen die kleinen, aber auch die großen Fluggäste zum
Sprachenlernen animiert werden. Sandra Dudek hat am Prager Flughafen
zugehört:
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EU-Lärmkarten sichtbare Maßnahme zur Lärmreduktion
"Die Stille ist ein Geräusch" lautet der Titel eines Buches von
Julie Zeh und, so könnte man hinzu¬fügen, für viele Menschen ein
unerträgliches. In unserer hoch technisierten Welt sind wir an einen
Geräuschpegel gewöhnt, ohne den wir uns beinahe ängstigen. Andererseits
fühlen wir uns vom Lärm, insbesondere vom Verkehrslärm, belästigt. Mit so
genannten Lärmkarten, die nun von allen EU-Mitgliedsländern erstellt
werden sollen, will die EU das Problem nicht mehr ungehört verpuffen
lassen und konkrete Maßnahmen setzen. Doch wie kann man dem
allgegenwärtigen und ungreifbaren Lärm zu Leibe rücken und was genau ist
er eigentlich? Sandra Dudek hat die Ohren gespitzt:
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Tschechische Kurbäder trotz steigender Beliebtheit kurbedürftig
Vor kurzem hat der Weltmeister im Wildwasserfahren seinen Siegerpokal
entgegengenommen, bald schon werden hier Filmpreise überreicht. Der
böhmische Kurort Karlovy Vary, zu Deutsch Karlsbad, dient als Schauplatz
medienwirksamer Events. Die Gesichter der Stars und ihrer Fans kommen und
gehen, doch in einem soll Kontinuität gewahrt bleiben: im Kurbetrieb.
Immer mehr wird die traditionelle Bedeutung des tschechischen Kurwesens in
den Vordergrund gerückt und damit ein Kontrapunkt zu den Wellness-Trends in
anderen europäischen Ländern gesetzt. Sandra Dudek hat Quellenforschung
betrieben:
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Tschechischer "Zweiklassenwohnungsmarkt" verzerrt freien Wohnungsmarkt
My home is my castle. Das alte englische Sprichwort hat auch in der
Tschechischen Republik seine Be¬rechtigung, zumal dann, wenn man sich auf
dem freien Wohnungsmarkt nach einer günstigen Bleibe umsieht. Angesichts
der horrenden Preise, die den Vergleich mit den alten EU-Ländern nicht
scheuen, drängt sich die Frage auf, wie die Wohnungen bei im Verhältnis
geringem Einkommen eigentlich leistbar sind. Sandra Dudek hat sich
erkundigt und ist dabei auf ein Relikt aus der Vergangenheit gestoßen.
Mehr dazu sowie über die Wohnsituation in Tschechien und anderen
EU-Ländern erfahren Sie in diesem Beitrag:
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Die Wahl als Qual: Abgrund zwischen politischen Eliten und Bürgern europaweites Problem
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Am Freitag und Samstag konnten die
Tschechinnen und Tschechen für eine von insgesamt 25 Parteien, die bei der
Wahl zum Abgeordnetenhaus kandidierten, ihre Stimme abgeben. Mehr als 35
Prozent der Wahlberechtigten aber ließen sich nicht vom Wählen quälen und
blieben den Urnen fern. Mit dieser Einstellung befinden sich die Tschechen
europaweit in recht guter Gesellschaft, besonders der postkommunistische
Bürger gibt sich nicht sehr demokratisch. Sandra Dudek hat sich über das
Demokratieverständnis in Tschechien und anderen EU-Ländern erkundigt:
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