Rubrikenarchiv Tschechien in Europa

Öffnen oder nicht: Gretchenfrage für Tschechiens Arbeitsmarkt vor der neuen Erweiterung

15-10-2006 | Till Janzer

Erst zwei Jahre ist es her, da Tschechien mit neun weiteren Kandidaten nach langen Verhandlungen zum Neumitglied in der Europäischen Union wurde. Noch längst hat die Union diesen Happen nicht verdaut. Und da kommt in rund zweieinhalb Monaten bereits die nächste Erweiterung auf die 25 EU-Staaten zu, der Beitritt von Rumänien und Bulgarien. Die tschechische Politik trifft dies besonders in Fragen des Arbeitsmarktes ziemlich unvorbereitet.  mehr...

Tschechiens Gesicht in Europa: Vaclav Havel wird 70, Berlin feiert mit

01-10-2006 | Gerald Schubert

Vaclav Havel Der Fall des Eisernen Vorhanges vor knapp 17 Jahren und die Öffnung der damaligen Tschechoslowakei nach Europa waren im Bewusstsein der Welt vor allem mit einem Namen verbunden: Vaclav Havel. Die demokratische Wende des Jahres 1989 hat sich in den Biografien von Millionen seiner Landsleute festgeschrieben. Für Havel selbst bedeutete sie gar den abrupten Wandel vom Dissidenten zum Präsidenten. Doch auch wenn Vaclav Havel quasi über Nacht zum Staatsmann geworden war - seine Vergangenheit als Dramatiker blieb unvergessen. Auch hier galt er als Botschafter seines Landes in Europa und in der Welt - auch wenn das den offiziellen Vertretern dieses Landes einst nicht in den Kram passte. Am 5. Oktober wird Havel 70. Das Tschechische Zentrum Berlin bereitet aus diesem Anlass eine zweitägige Geburtstagsveranstaltung vor. Gerald Schubert hat sich mit seiner Direktorin Blanka Mouralova über das Programm und über seine Hauptperson unterhalten.  mehr...

Die Tschechen stehen den Lausitzer Sorben am nächsten

17-09-2006 | Jakub Šiška

Lausitzer Sorben Im südöstlichen Sachsen, nahe der Grenze zu Tschechien und Polen, lebt eine der vier nationalen Minderheiten Deutschlands: die Lausitzer Sorben. Jahrhunderte lang hatten sie ein enges Verhältnis zu Böhmen, und diese Partnerschaft half ihnen, ihre Kultur und Identität zu bewahren. Heute ist das nicht anders, wie Jakub Siska im folgenden Beitrag berichtet. mehr...

Kellner für fünf Monate und ein neues Leben ohne Drogen

03-09-2006 | Fabian Schweyher

Nach der politischen Wende 1989 in der Tschechoslowakei, musste sich das Land auf dem neu eingeschlagenen Weg - wie es hieß - "zurück nach Europa" den in vielen Bereichen üblichen Standards des Westens anpassen. Plötzlich gab es harte Nüsse zu knacken: Prostitution und Drogenkonsum, und mit beiden tun sich tschechische Politiker bis heute schwer. Dem letzteren Problem gilt unsere heutige Rubrik "Tschechien in Europa, Europa in Tschechien. Hier zunächst eine kurze Einleitung von Jitka Mladkova.  mehr...

Tschechien: Heimat und Aktionsdrehscheibe europäischer Kinder- und Jugendarbeit

20-08-2006 | Sandra Dudek

In den meisten Fällen muss etwas passieren, bevor etwas passiert. Jugendkriminalität zum Beispiel kann eine Folge von politischen Sparmaßnahmen sein, die sich erst dann bemerkbar machen, wenn die dafür Verantwortlichen bereits in Rente sind. Sandra Dudek berichtet heute über die "Europäische Assoziation der Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche", einer Non-Profit-Organisation mit Beraterstatus im Europarat, die sich für ein aktive Jugendpolitik und -arbeit in Europa einsetzt - bevor etwas passiert:  mehr...

Eine gute Geschichte: Märchen als Anreiz zum Sprachenlernen

06-08-2006 | Sandra Dudek

Urlaubszeit, Reisezeit - Märchenzeit. Nein, hier werden keine Geschichten erfunden, denn die gibt es tatsächlich schon, und zwar am Flughafen: Im Rahmen des EU-Projekts "Fairy Tales before Take Off", zu Deutsch "Märchen vor dem Abflug", treten diesen Sommer neun Märchenerzähler auf den Flughäfen mehrerer europäischer Städte auf, um gemeinsam und doch jeder in seiner Muttersprache Geschichten zu erzählen. Dadurch sollen die kleinen, aber auch die großen Fluggäste zum Sprachenlernen animiert werden. Sandra Dudek hat am Prager Flughafen zugehört:  mehr...

EU-Lärmkarten sichtbare Maßnahme zur Lärmreduktion

16-07-2006 | Sandra Dudek

"Die Stille ist ein Geräusch" lautet der Titel eines Buches von Julie Zeh und, so könnte man hinzu¬fügen, für viele Menschen ein unerträgliches. In unserer hoch technisierten Welt sind wir an einen Geräuschpegel gewöhnt, ohne den wir uns beinahe ängstigen. Andererseits fühlen wir uns vom Lärm, insbesondere vom Verkehrslärm, belästigt. Mit so genannten Lärmkarten, die nun von allen EU-Mitgliedsländern erstellt werden sollen, will die EU das Problem nicht mehr ungehört verpuffen lassen und konkrete Maßnahmen setzen. Doch wie kann man dem allgegenwärtigen und ungreifbaren Lärm zu Leibe rücken und was genau ist er eigentlich? Sandra Dudek hat die Ohren gespitzt:  mehr...

Tschechische Kurbäder trotz steigender Beliebtheit kurbedürftig

02-07-2006 | Sandra Dudek

Vor kurzem hat der Weltmeister im Wildwasserfahren seinen Siegerpokal entgegengenommen, bald schon werden hier Filmpreise überreicht. Der böhmische Kurort Karlovy Vary, zu Deutsch Karlsbad, dient als Schauplatz medienwirksamer Events. Die Gesichter der Stars und ihrer Fans kommen und gehen, doch in einem soll Kontinuität gewahrt bleiben: im Kurbetrieb. Immer mehr wird die traditionelle Bedeutung des tschechischen Kurwesens in den Vordergrund gerückt und damit ein Kontrapunkt zu den Wellness-Trends in anderen europäischen Ländern gesetzt. Sandra Dudek hat Quellenforschung betrieben:  mehr...

Tschechischer "Zweiklassenwohnungsmarkt" verzerrt freien Wohnungsmarkt

18-06-2006 | Sandra Dudek

My home is my castle. Das alte englische Sprichwort hat auch in der Tschechischen Republik seine Be¬rechtigung, zumal dann, wenn man sich auf dem freien Wohnungsmarkt nach einer günstigen Bleibe umsieht. Angesichts der horrenden Preise, die den Vergleich mit den alten EU-Ländern nicht scheuen, drängt sich die Frage auf, wie die Wohnungen bei im Verhältnis geringem Einkommen eigentlich leistbar sind. Sandra Dudek hat sich erkundigt und ist dabei auf ein Relikt aus der Vergangenheit gestoßen. Mehr dazu sowie über die Wohnsituation in Tschechien und anderen EU-Ländern erfahren Sie in diesem Beitrag:  mehr...

Die Wahl als Qual: Abgrund zwischen politischen Eliten und Bürgern europaweites Problem

04-06-2006 14:41 | Sandra Dudek

Foto: CTK Wer die Wahl hat, hat die Qual: Am Freitag und Samstag konnten die Tschechinnen und Tschechen für eine von insgesamt 25 Parteien, die bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus kandidierten, ihre Stimme abgeben. Mehr als 35 Prozent der Wahlberechtigten aber ließen sich nicht vom Wählen quälen und blieben den Urnen fern. Mit dieser Einstellung befinden sich die Tschechen europaweit in recht guter Gesellschaft, besonders der postkommunistische Bürger gibt sich nicht sehr demokratisch. Sandra Dudek hat sich über das Demokratieverständnis in Tschechien und anderen EU-Ländern erkundigt:  mehr...

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