Umweltministerium fördert den Austausch alter Heizungsanlagen

Das Umweltministerium hat die zweite Runde seines Programms zum Austausch alter Heizungsanlagen gestartet. Bis zu 35.000 Kessel in Eigenheimen sollen in ihrem Verlauf erneuert werden. Dafür stehen rund 3,4 Milliarden Kronen (126 Mio. Euro) bereit. Das Ministerium will mit dem Programm die Luftverschmutzung in Tschechien eindämmen.

Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio PragFoto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag Die Haushalte können mit einer Förderung von bis zu 80 Prozent des Kaufpreises eines neuen Heizkessels rechnen. Bei Biomassekesseln handelt es sich beispielsweise um eine Summe von bis zu 127.500 Kronen (4720 Euro). Das führte Umweltminister Richard Brabec (Ano-Partei) auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Prag an. Das Förderprogramm bezieht sich in seiner zweiten Runde auf Kessel, bei denen Biomasse beziehungsweise Biomasse kombiniert mit Kohle verheizt wird, ebenso aber auf Wärmepumpen und Gaskessel.

Das Programm zur Modernisierung der Heizungsanlagen erfolgt in drei Runden. Bis 2020 will der Staat so insgesamt neun Milliarden Kronen verteilten. Die erste Welle wurde im Sommer 2015 gestartet. Von 30.000 Anträgen wurden 24.390 gebilligt, in 13.682 Fällen wurden die Fördergelder bereits ausgezahlt. Das größte Interesse herrscht bei den kombinierten Kohle- und Biomassekesseln. Der Kesseltausch kann auch mit dem Projekt „Nová zelená úsporám“ kombiniert werden, das Zuschüsse gewährt für die Dämmung von Fassaden und Dächern.

Die Verteilung der Mittel aus dem Heizkesselprogramm erfolgt über die Kreise, wobei die Bedingungen in den einzelnen Regionen unterschiedlich sein können. Die ersten Förderaufrufe für Kreisverwaltungen werden am 31. März veröffentlicht. Ihnen werden im Herbst Aufrufe für die Bürger folgen.