Ryanair streicht wegen Pilotenmangels auch Flüge von und nach Prag

Wegen Mangels an Piloten lässt die irische Billigfluggesellschaft Ryanair vom Dienstag bis zum 28. Oktober bis zu 50 Flüge täglich ausfallen. Auch Tschechien ist von dieser Flugeinschränkung betroffen. Der erste Linienflug von Ryanair, der hierzulande gestrichen wird, ist aller Voraussicht nach der Hin- und Rückflug zwischen Prag und London am 26. September.

Foto: skeeze, Pixabay / CC0Foto: skeeze, Pixabay / CC0 Eine weitere Streichung von Ryanair-Flügen auf der genannten Linie könnte am 3., 10., 17. und 24. Oktober erfolgen. Das gab die Sprecherin des Prager Václav-Havel-Flughafens am Dienstag über die Nachrichtenagentur ČTK bekannt. Diese Information habe man jedoch lediglich den Internetseiten der irischen Fluggesellschaft entnommen. Deshalb könne sie der Flughafen auch nicht bestätigen, ergänzte die Sprecherin.

Wie Ryanair auf ihren Webseiten mitteilt, werde man die gestrichenen Flüge in einer bestimmten Weise kompensieren. Reisende, die von der Maßnahme betroffen seien, würden mittels einer E-Mail benachrichtigt, informiert Ryanair-Chef Michael O´Leary. Die Mehrzahl der Kunden würde dabei auf eine alternative Verbindung am selben Tag, gegebenenfalls aber für einen Tag früher oder später umgebucht. Wie O´Leary ausführte, sei der gegenwärtige Pilotenmangel auf Veränderungen im Urlaubssystem der Angestellten seiner Firma zurückzuführen. Ab November, wenn die Hauptflugsaison vorüber sei, werde es keine weiteren Ausfälle geben, versicherte der Ryanair-Chef.

Foto: skidder via Foter.com / CC BY-NC-NDFoto: skidder via Foter.com / CC BY-NC-ND Kunden, die nach gestrichenen Flügen nicht auf andere Linienflüge der Fluggesellschaft umgebucht werden können, werde man das Geld zurückerstatten. Man werde ihnen jedoch keine Tickets für Flüge von Konkurrenzunternehmen reservieren, bekräftigte O´Leary. Dies aber sei nicht im Einklang mit den europäischen Verbraucherrechten. Wenn keine Umbuchung vorgenommen werde, müsse neben der Rückerstattung des Flugpreises auch noch der Unterschied zum Preis eines alternativen Flugtickets an den Kunden gezahlt werden, erklärte Ondřej Tichota vom Europäischen Verbraucherschutzzentrum in Tschechien.