Leo Express übernimmt DB-Konkurrent Locomore

Mit tschechischer Hilfe kommt der deutsche Bahn-Konkurrent Locomore wieder in Schwung. So steigt das Bahn- und Busunternehmen Leo Express beim insolventen Start-up ein. Dazu wurde eine Kooperation mit Flixbus vereinbart.

Foto: Archiv LocomoreFoto: Archiv Locomore Schon ab 24. August sollen die Züge zwischen Berlin und Stuttgart wieder rollen. Locomore hatte die Verbindung seit vergangenen Dezember betrieben. Doch das Berliner Unternehmen, das sein Startkapital über Crowdfunding erhalten hatte, geriet bereits im Mai in finanzielle Schwierigkeiten.

Das stotternde Start-up wird nun von einem hierzulande mittlerweile etablierten Unternehmen im Fernverkehrssektor übernommen. Leo Express stieg 2013 in den Bahnbetrieb ein. Im vergangenen Jahr beförderte man per Zug und Bus insgesamt 1,4 Millionen Reisende. Für die Akquise von Locomore werden die Prager von Flixbus unterstützt. Leo-Express-Firmensprecherin Barbora Mičková:

„Wir übernehmen die Firma Locomore, beziehungsweise ausgewählte Aktiva. Dazu gehören ein Großteil der Angestellten, die Firmengründer und die Züge. Leo Express wird den Betrieb und die Wartung sicherstellen, unser Partner Flixbus den Fahrkartenverkauf und den Kundenservice.“

Foto: PetrS., CC BY-SA 3.0Foto: PetrS., CC BY-SA 3.0 Im Vergleich zu Locomore verfügt Leo Express über eine bessere Kapitaldeckung – und ein größeres Team. Allerdings meldete die tschechische Firma für vergangenes Jahr einen Verlust von 110 Millionen Kronen (4,2 Millionen Euro).

Leo Express will der deutschen Bahn vor allem mit dem Preis Konkurrenz machen. So soll die Fahrt zwischen Berlin und Stuttgart ab 9,90 Euro möglich sein. Und das bei fast gleicher Fahrtzeit wie mit der DB.

Geplant sind zunächst laut deutschen Presseberichten vier Verbindungen täglich, und das von Montag bis Freitag.