Handel mit China: mehr Autos, Maschinen, Spielzeug

Der tschechische Export nach China wächst rasant, der Import hingegen nur mäßig.

Foto: Stuart Miles / FreeDigitalPhotos.netFoto: Stuart Miles / FreeDigitalPhotos.net Der tschechische Export nach China soll im laufenden Jahr um 15 Prozent auf 56 Milliarden Kronen (2,15 Milliarden Euro) steigen. Diese Schätzung hat das Industrie- und Handelsministerium am Freitag auf der der Maschinenbaumesse in Brno veröffentlicht.

Das Export-Volumen nach China hat sich seit 2011 verdoppelt. Es wächst seit dem Jahrtausendwechsel kontinuierlich. „China ist für die Tschechische Republik der 18-größte Absatzmarkt im Ausland. Das Tempo des tschechischen Exports nach China erhöht sich“, so der Bericht des Industrieministeriums.

Vor allem Pkws und Auto-Ersatzteile, Bearbeitungs- und Textilmaschinen, Pumpen, Reaktoren, Kessel, Mikroskope, Spielzeug und weitere Industrieprodukte werden aus Tschechien in das asiatische Land ausgeführt. Ein höheres Potential für den Export haben auch der Maschinenbau, sowie Produkte für den zivilen Luftverkehr und die Elektromobilitätsbranche. „Die chinesische Seite äußert auch Interesse für die Digitalisierung und eine Zusammenarbeit in der Industrie 4.0“, teilte dazu Kryštof Čeřovský von der Presseabteilung des Industrieministeriums mit.

Die Einfuhr aus China nach Tschechien soll laut der Prognose des Ministeriums in diesem Jahr hingegen nur um vier Prozent wachsen und 450 Milliarden Kronen (17,3 Milliarden Euro) erreichen. Im vergangenen Jahr ging der Import sogar zurück. Und auch 2017 wird das Volumen immer noch niedriger ausfallen als 2015. China ist in Bezug auf die Einfuhr der zweitstärkste Handelspartner der Tschechischen Republik. Importiert werden vor allem Elektronik, Computer-Komponenten, Telekommunikationstechnik, Elektromaschinen, Büromaschinen und Spielzeug.