Eier-Skandal: zweiter Fall in Tschechien

Auch hierzulande weitet sich der Skandal um Finopril-Eier aus.

Illustrationsfoto: Wolfgang Eckert, Pixabay / CC0Illustrationsfoto: Wolfgang Eckert, Pixabay / CC0 Am Mittwochabend wurde bekannt, dass eine tschechische Firma verunreinigte Eier an ein slowakisches Unternehmen geliefert hat. Veterinärmediziner fanden diese bei der Kontrolle eines Lagers der Firma Zeelandia in der Gemeinde Lieskovec in der Mittelslowakei. Es waren gekochte und geschälte Eier, die den Angaben nach in Tschechien hergestellt worden waren.

Laut Zeitungsberichten handelt es sich bei der betroffenen tschechischen Firma um Papei aus Roudnice nad Labem, das Unternehmen gehört zum Agrofert-Konzern, den Ano-Parteichef Andrej Babiš gegründet hat. Dort aber sieht man kein eigenes Verschulden, wie aus einer Erklärung hervorgeht:

„Die genannten Eier stammten nicht aus tschechischer Zucht. Es waren aus dem Ausland importierte Eier, die wir vereinzelt verwenden, wenn auf dem tschechischen Markt nicht genügend Eier angeboten werden.“

Verpackung mit gekochten und geschälten Eiern von Zeelandia (Foto: Archiv der tschechischen Veterinärverwaltung)Verpackung mit gekochten und geschälten Eiern von Zeelandia (Foto: Archiv der tschechischen Veterinärverwaltung) Zeelandia ist ein Bäckerei-Zulieferkonzern, der eigentlich in den Niederlanden beheimatet ist. Genau in dem Land hatte der Fipronil-Skandal begonnen. Am Mittwochnachmittag war das Insektizid auch in Eierprodukten der tschechischen Zeelandia-Tochter nachgewiesen worden. Die Menge lag viermal höher als der erlaubte Grenzwert. Das Unternehmen muss nun seine Bäckerei-Halbprodukte vom Markt nehmen.

Auch in diesem Fall stammen die Eier aus dem Ausland, konkret aus Deutschland. Zeelandia hat daher den deutschen Lieferanten aufgefordert, eine Bestätigung für Tests seiner Eier und Eierprodukte auf Finopril ab dem 10. August auszustellen.