Direktinvestitionen: Tschechien in Top Ten der EU

So viele Projekte und so viele neue Arbeitsplätze wie nie zuvor: Das ist die Bilanz bei den Direktinvestitionen im vergangenen Jahr in der EU. Tschechien kam dabei in die Top Ten der attraktivsten Länder.

Foto: ČT24Foto: ČT24 Insgesamt eine Viertelmillion neue Arbeitsplätze durch Direktinvestitionen ist das Gesamtergebnis in der Europäischen Union. In Tschechien entstanden 14.000 weitere Jobs. Das ist ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber 2015, wie aus einer Studie des Firmenberatungsunternehmens Ernst & Young (EY) hervorgeht. Demnach waren Großbritannien, Deutschland und Frankreich die attraktivsten Länder für Investoren. Tschechien kam auf Rang acht bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze durch Direktinvestitionen. Unter den mittel- und osteuropäischen Staaten war nur Polen besser (Platz fünf).

Tschechien konnte im vergangenen Jahr 110 neue Investitionsprojekte an Land ziehen. Das ist über die Hälfte mehr als im Jahr davor. Laut EY ist Mittel- und Osteuropa in den vergangenen Jahren immer attraktiver für Investoren geworden. Neben der EU-Mitgliedschaft und den qualifizierten und trotzdem relativ billigen Arbeitskräften kann Tschechien noch mit weiteren Vorteilen punkten: „Das sind die strategische Lage in der Mitte Europas und die relativ gute Infrastruktur“, so Štěpán Flieger von EY Czech Republic.

Mittel- und Osteuropa hat vor allem für die europäische Autoindustrie weiter an Attraktivität gewonnen. Laut Magdalena Souček von EY gelten zwar die Länder der Region weiterhin als verlängerte Werkbank westeuropäischer Firmen. Doch der Anteil von Forschungs- und Entwicklungsprojekten an den Direktinvestitionen in der Region sei gestiegen, so Souček. Im vergangenen Jahr lag er bei 36 Prozent.