Wirtschaft CzechInvest vermittelte 2015 Investitionen in Höhe von 1,65 Mrd. Euro

26-02-2016 17:11 | Lothar Martin

Die staatlich unterstützte Agentur CzechInvest hat im Jahr 2015 in Tschechien 106 neue Investitionsprojekte aus dem In- und Ausland in einem Gesamtwert von umgerechnet 1,65 Milliarden Euro vermittelt. Im Vergleich zum Jahr 2014 ist das um fast die Hälfte weniger. Dank dieser Investitionen sollen insgesamt 14.040 neue Arbeitsplätze entstehen, davon 2500 im Mährisch-Schlesischen Kreis und im Kreis Ústí nad Labem / Aussig. Dies sind zwei Regionen mit einer hohen Arbeitslosenquote, gab die Agentur CzechInvest am Freitag bekannt.

Foto: Archiv CzechInvestFoto: Archiv CzechInvest Den Angaben der Agentur zufolge sei es zuletzt immer schwieriger geworden, besonders die ausländischen Investoren nach Tschechien zu locken. Der Grund dafür sei eine von der Europäischen Kommission im Juli 2014 durchgesetzte Verringerung der staatlichen Förderung von Investitionen von 40 auf 25 Prozent. Diese Beschränkung hielte mittlerweile mehrere Unternehmer davon ab, im Ausland zu investieren, heißt es.

Das Jahr 2014 war in punkto Investitionen indes außergewöhnlich erfolgreich für Tschechien. In dem Bestreben, die bis zur Jahresmitte noch günstigeren Bedingungen zu nutzen, haben Investoren hierzulande etwas mehr als 3,2 Milliarden Euro investiert. Im vergangenen Jahr wiederum hat die Zahl der Investoren merklich zugenommen, die keine staatlichen Anreize fordern. Am meisten haben amerikanische Firmen 2015 in Tschechien investiert.

Foto: Thomas Picard, Free ImagesFoto: Thomas Picard, Free Images Die im vergangenen Jahr neu getätigten Investitionen wurden in 28 Fällen von tschechischen Firmen und in 78 Fällen von ausländischen Firmen getragen. Die mit fremdem Kapital unterstützten Projekte erreichten dabei ein Gesamtvolumen von fast 1,4 Milliarden Euro, das sind nahezu 85 Prozent der gesamten Investitionen. Den größten Anteil dazu steuerten Investoren aus den USA, aus Deutschland und aus Taiwan bei. Die meisten Gelder flossen schon traditionell in die Fahrzeugproduktion, des Weiteren in die metallverarbeitende, die metallurgische und die elektronische Industrie.

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