Czech Credit Bureau: Zahl der Firmeninsolvenzen 2016 gesunken

Im vergangenen Jahr wurden in Tschechien 904 Firmeninsolvenzen angemeldet. Dies waren 97 weniger als 2015. Damit ist nach acht Jahren erstmals wieder die Zahl der Bankrotte unter 1000 gesunken. Dies geht aus einer Studie des Czech Credit Bureau (CRIF) hervor, wie die Nachrichtenagentur ČTK am Donnerstag berichtete.

Foto: Nutdanai Apikhomboonwaroot, FreeDigitalPhotos.netFoto: Nutdanai Apikhomboonwaroot, FreeDigitalPhotos.net Im vergangenen Jahr sank zudem zum ersten Mal seit 2008 auch die Zahl privater Insolvenzen von Unternehmern. Insgesamt 7022 Unternehmer wurden von Gerichten für zahlungsunfähig erklärt. Dies waren 945 weniger als 2015.

Der starke Rückgang privater Insolvenzen in der Wirtschaft zeuge davon, dass nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Bewohner die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr genutzt hätten, sagte die CRIF-Expertin Věra Kameníčková.

2016 haben vor allem Unternehmen in den Bereichen Handel (233) und Industrie (148) Bankrott angemeldet. Die geringste Zahl gab es in der Landwirtschaft (29) und in den Bereichen Unterkunft und Verpflegung (37). In Hinsicht auf die regionale Verteilung wiesen Prag (347) und der Kreis Südmähren (125) die meisten Insolvenzen aus, am wenigsten hingegen der Kreis Karlovy Vary / Karlsbad (17) und der Kreis Vysočina / Böhmisch-Mährische Höhe (19).

Unternehmer wurden besonders häufig im Mährisch-Schlesischen (967) und im Mittelböhmischen Kreis (780) für insolvent erklärt.