Creditreform: Rechnen für 2017 mit Rückgang von Firmeninsolvenzen

Im ersten Quartal 2017 haben in Tschechien 504 Firmen Insolvenz angemeldet. Das sind um 16 Fälle mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Ebenso leicht gestiegen sind die Insolvenzen bei den Kleinunternehmern: bei den Gewerbetreibenden um sieben auf 273 Personen, bei den Rechtspersonen um neun auf 231 Fälle. Das gab am Donnerstag die Unternehmergruppe Creditreform bekannt.

Foto: ČT24Foto: ČT24 Die tschechische Wirtschaft ist weiterhin im Aufschwung, und diese positive Entwicklung widerspiegelt sich dann auch in der rückläufigen Zahl an Insolvenzanträgen. Sie ist sowohl bei den Firmen als auch bei den Rechtspersonen zurückgegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden insgesamt 6888 Insolvenzanträge gestellt, das ist um acht Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei den Firmen lag der Rückgang sogar bei über 23 Prozent, bei den Rechtspersonen betrug er knapp sieben Prozent.

In das Insolvenzregister geraten viele Firmen auch weiterhin durch ihre Gläubiger. Sie versuchen auf diesem Wege ihre Forderungen geltend zu machen. Die Gerichte lehnen diese Insolvenzanträge jedoch in der Regel ab, stellen das Verfahren ein oder befassen sich überhaupt nicht damit. Dies ist im ersten Quartal beispielsweise mit den Anträgen gegen PSJ, Pozemní stavitelství Zlín, Beskydská stavební oder PSG-International geschehen. Der Missbrauch des Insolvenzgesetzes wird zudem durch eine Novelle zum Gesetz geregelt, die ab Juli dieses Jahres in Kraft tritt.

Foto: num_skyman, FreeDigitalPhotos.netFoto: num_skyman, FreeDigitalPhotos.net Die Unternehmergruppe Creditreform geht davon aus, dass sich das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes und der Beschäftigung auch in diesem Jahr fortsetzen wird. „Aufgrund dessen, dass sich das Wachstum fortsetzen wird, und weil sich die Firmensparte in den zurückliegenden Jahren mittels Insolvenzen und Konkursen stark bereinigt hat, rechnen wir damit, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen im Jahr 2017 stark zurückgehen wird“, urteilt Creditreform.