Bio-Lebensmittel für Schulen und Krankenhäuser

Der Landwirtschaftsminister setzt sich für Bio-Lebensmittel ein.

Foto: CC0 / PixabayFoto: CC0 / Pixabay Tschechiens Landwirtschaftsminister Marian Jurečka (Christdemokraten) sagte auf einer Pressekonferenz am Freitag, er habe alle Kreishauptmänner ersucht, die Nutzung von Bio-Lebensmitteln und von regionalen Lebensmitteln in den Schulküchen zu unterstützen. Der Minister sprach ebenso das Gesundheitsministerium und die Krankenversicherungen an. Seinen Vorstellungen nach sollten sie es unterstützen, Bio-Lebensmittel in die Krankenhäuser liefern.

Als Verbraucher wollen die Menschen stets Waren von einer bestimmten Qualität. Das sei besonders bei Autos und Bekleidung der Fall, so Jurečka. Genauso sollten sie folglich beim Einkauf vom Lebensmittel vorgehen.

Die Zahl der Bio-Lebensmittel- Produzenten ist bis Ende August dieses Jahres um sechs Prozent auf 645 Hersteller gestiegen. In Tschechien gibt es momentan 4412 Bio-Landwirte. Deren Zahl ist um 141 gestiegen. 2015 ist der Verbrauch von Bio-Lebensmitteln in Tschechien um 11,4 Prozent gewachsen. Die hiesigen Konsumenten haben Bio-Produkte im Wert von 2,25 Milliarden Kronen (87 Millionen Euro) gekauft. Der Umsatz einschließlich des Exportes der Bio-Lebensmittel betrug damals 3,73 Milliarden Kronen (143 Millionen Euro). Der Anteil von Bio-Lebensmitteln am gesamten Lebensmittelverbrauch stieg damit auf 0,87 Prozent. 2014 lag er nur bei 0,72 Prozent.

Die Regierung billigte 2015 einen Plan zum Aufbau der ökologischen Landwirtschaft bis zum Jahr 2020. Es wird damit gerechnet, dass der Anteil von Bio-Produkten am Gesamtverbrauch von Lebensmitteln bis 2020 den Wert von drei Prozent erreichen wird.