Wirtschaft Arbeitslosigkeit in Tschechien steigt leicht an

11-01-2016 16:59 | Martina Schneibergová

Die Arbeitslosigkeit in Tschechien ist im Dezember leicht angestiegen. Nach 5,9 Prozent im November hatten im vergangenen Monat 6,2 Prozent der arbeitsfähigen Menschen keine Beschäftigung. Dies teilte das Arbeitsamt der Tschechischen Republik am Montag mit.

Foto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen RundfunksFoto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen Rundfunks Die Zahl der Erwerbslosen nahm um 22.000 auf insgesamt 453.118 zu. Nach Angaben des Arbeitsamtes handelt es sich um den üblichen saisonbedingten Anstieg zum Jahresende. Beim Arbeitsamt meldeten sich viele Menschen, die befristete Arbeitsverträge bis zum 31. Dezember hatten, sowie Gewerbetreibende, die ihre Arbeit vorübergehend unterbrochen haben und sie wieder bei Frühlingswetter aufnehmen werden. Dies sagte die Direktorin des Arbeitsamtes der Tschechischen Republik, Kateřina Sadílková, am Montag. Insgesamt aber sei die Entwicklung auf dem tschechischen Arbeitsmarkt positiv, so Sadílková.

Kateřina Sadílková (Foto: Archiv des tschechischen Ministeriums für Arbeit und Soziales)Kateřina Sadílková (Foto: Archiv des tschechischen Ministeriums für Arbeit und Soziales) Die Zahl freier Arbeitsplätze sank im Dezember im Vergleich mit dem Vormonat um 2504 auf 102.545. Wenn Firmen die Zahl ihrer Mitarbeiter aufstocken wollen, warten sie in der Regel auf Jahresbeginn. Darum sei das Angebot freier Arbeitsstellen leicht zurückgegangen, sagte Sadílková. Im Vergleich mit dem Vorjahr stieg die Zahl freier Stellen im Dezember 2015 jedoch um 43.800.

Gefragt waren im Dezember vor allem Monteure, Schmiede, Werkzeugschlosser, LKW-, Bus- und Straßenbahnfahrer, Gießer und Schweißer. Zudem suchten die Arbeitgeber Verkäuferinnen und Verkäufer, Köche, Kellnerinnen und Kellner sowie Empfangschefs.

Den Kreisen nach lag im Dezember die Arbeitslosenrate in Prag am niedrigsten, sie betrug 4,2 Prozent. Die höchste Rate wurde erneut im Kreis Ústí nad Labem / Aussig verzeichnet, sie lag bei 8,9 Prozent.

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