Škoda will mit Tata Motors neuen preiswerten Kleinwagen entwickeln

Pkw-Produzent Škoda Auto wird sein Engagement in Asien weiter intensivieren. Gemeinsam mit dem Hersteller Tata Motors aus Indien wollen die Autobauer aus Mladá Boleslav / Jungbunzlau das Fahrgestell für einen neuen Wagen entwickeln, der sich auf dem dortigen Markt durchsetzen soll. Beide Firmen wollen dazu und für weitere Projekte eine strategische Allianz bilden. Dies geht aus einem Memorandum hervor, das am Freitag von den Leitungen der Konzerne Volkswagen, Škoda und Tata Motors unterzeichnet wurde.

Foto: ČT24Foto: ČT24 Die beabsichtigte Zusammenarbeit von Škoda Auto und Tata Motors hat der VW-Konzern, dem Škoda angehört, in einer Pressemitteilung bestätigt. Darin heißt es unter anderem: „Auf der Basis dieser Vereinbarung werden die Möglichkeiten für eine langfristige und strategische Zusammenarbeit in klar definierten Bereichen geprüft. Ziel der strategischen Allianz ist die Verknüpfung des Know-hows beider Unternehmen bei der Entwicklung gemeinsamer Komponenten bis hin zum möglichen Konzept eines kompletten Fahrzeugs.“

Der Vorsitzende des Škoda-Vorstands, Bernard Maier, hatte schon früher angekündigt, dass man ein neues Fahrgestell unter der Bezeichnung A0 Entry entwickeln wolle. Das neue Fahrgestell soll die Basis bilden für einen neuen Kleinwagen von der etwaigen Größe des Škoda Fabia. Dieser Kleinwagen soll indes preislich günstiger sein, damit er sich speziell auf dem indischen Markt und auf weiteren sehr schnell wachsenden Märkten behaupten kann.

Bernhard Maier (Foto: Archiv Škoda Auto)Bernhard Maier (Foto: Archiv Škoda Auto) „Wir freuen uns auf das gemeinsame Projekt mit Tata Motors. Dass Škoda Auto mit der Durchführung des Projekts beauftragt wurde, zeugt von dem Vertrauen, das der Volkswagen-Konzern in die Marke Škoda setzt“, erklärte Vorstandschef Maier.

Škoda Auto produziert in Indien bereits sein für den Markt zugeschnittenes Modell Rapid sowie die Modelle Yeti, Octavia und Superb. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse wollen die Experten aus Mladá Boleslav nun auch für das neue Projekt nutzen.