Wissenschaftler wollen mit Festivalwoche Nachwuchs ansprechen

An diesem Montag startet die tschechische Akademie der Wissenschaften zum 17. Mal ihr Festival „Woche der Wissenschaft und Technik“.

Foto: Stanislava Kyselová, Archiv der Akademie der WissenschaftenFoto: Stanislava Kyselová, Archiv der Akademie der Wissenschaften Einmal im Jahr öffnet die tschechische Akademie der Wissenschaften in Prag ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Mit der „Woche der Wissenschaft und Technik“ will sie dabei ganz bewusst den Nachwuchs ansprechen, sagt die Managerin des Festivals, Ilona Petrová:

„Die primäre Zielgruppe für unser Festival sind Gymnasiasten und Fachschulabsolventen. Doch wir wollen auch Kinder erreichen, ebenso die Erwachsenen, für die vor allem die Abendprogramme bestimmt sind. Man kann also sagen: Wir sind auf Interessenten jeden Alters vorbereitet.“

Um an Forschung und progressiver Technik interessierte Menschen von Jung bis Alt in großer Zahl anzulocken, hat die Akademie eigens für das Festival auch ein sogenanntes Escape-Spiel entwickelt. Die Managerin erläutert:

Foto: Stanislava Kyselová, Archiv der Akademie der WissenschaftenFoto: Stanislava Kyselová, Archiv der Akademie der Wissenschaften „Das Escape-Spiel kann von bis zu 30 Leuten gespielt werden, es wurde eigens für Schulklassen konzipiert. Die Aufgabe der Gruppe besteht darin, binnen 50 Minuten virtuell 16 Schlösser zu knacken. Wenn sie es schaffen, öffnet sich am Ende eine Schatztruhe.“

Das Escape-Spiel ist jedoch nur ein interaktiver Köder für die Forschungsbegeisterten. Hauptsächlich werden ihnen von Montag bis Sonntag eine ganze Reihe an Vorträgen, Ausstellungen und Workshops zu wissenschaftlichen Themen geboten. Das zentrale Thema des Eröffnungstages ist beispielsweise die Ernährung der Zukunft. Jaroslav Doležel vom Institut für experimentelle Botanik der Akademie der Wissenschaften informiert:

„Dazu haben wir mehrere interessante Veranstaltungen vorbereitet, bei denen wir uns mit der Problematik befassen, wie wir auch in Zukunft eine ausreichende Ernährung für die Menschheit sicherstellen können.“

Foto: Stanislava Kyselová, Archiv der Akademie der WissenschaftenFoto: Stanislava Kyselová, Archiv der Akademie der Wissenschaften Und vielsagend fügt Doležel hinzu:

„Auf jeden Fall wird man Lebensmittel künftig nicht ohne die Anwendung moderner Methoden veredeln können.“

Das Festival hat aber noch mehr zu bieten. Ilona Petrová:

„An den nächsten Tagen erwarten unsere Gäste weitere Themen wie der Superlaser, die Medizin, Nanotechnologie sowie Informatik, aber auch die künstliche Intelligenz. Am Wochenende wollen wir uns dann noch konkreter Familien mit jungen Kindern widmen, denn diese sollen möglichst einen ersten positiven Kontakt mit der Wissenschaft bekommen. Und sie sollen unser Festival als ein Erlebnis in Erinnerung behalten.“

Für das Gelingen des Festivals sorgen indes auch andere Forschungseinrichtungen, die in dieser Woche für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dazu gehören beispielsweise das Institut für Geonik in Ostrava / Ostrau, das Ethnologische Institut in Brno / Brünn oder das Forschungsareal für Atomphysik in Řež bei Prag.