Tagesecho Tschechische Skisportler warten mit persönlichen Top-Platzierungen auf
Das Tauwetter, das in der vergangenen Woche auch in Tschechien die Flüsse kräftig anschwellen ließ, hat dem Wintersport bisher (noch) nichts anhaben können. Und so haben am Wochenende in Mitteleuropa und in Japan auch die meisten der geplanten Weltcup-Wettbewerbe in den Skisportarten stattgefunden. Wettbewerbe, bei denen die tschechischen Athleten einige Achtungserfolge erzielt haben.
Dušan Kožíšek (Foto: ČTK)
„Höher, schneller, weiter“ oder „Nur der Sieg zählt“ – das sind
zwei Slogans, die dem professionellen Spitzensport den Stempel aufgedrückt
haben, eine unerbittliche Leistungsmaschinerie zu sein. Dabei sind es oft
auch die etwas weniger beachteten persönlichen Erfolge, die den Reiz des
Massenphänomens Sport ausmachen. Persönliche Bestwerte haben tschechische
Skisportler am vergangenen Wochenende gleich mehrfach erreicht. So war der
dritte Platz, den Skilangläufer Dušan Kožíšek beim Sprintrennen im
nordböhmischen Liberec erkämpfte, seine bisher beste Weltcup-Platzierung.
Der 27-Jährige aus dem Riesengebirgsvorort Jilemnice war darüber sehr
begeistert:
„Das ist super. Ich wollte mein bestes Weltcup-Ergebnis erzielen, und mit dem dritten Platz ist mir das auch gelungen. Ich bin sehr zufrieden. Meine Ski waren bestens präpariert, daher lief es auch so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Für mich ist das ein Super-Ergebnis.“
Dušan Kožíšek (Foto: ČTK)
Im Biathlon haben es tschechische Athleten in der Regel noch schwerer.
Große Nationen wie Norwegen, Deutschland, Russland oder Frankreich geben
hier seit Jahren den Ton an. Weltmeister-Titel für Tschechien wie die von
Kateřina Holubcová (2003) und Roman Dostál (2005) sind zumeist nur
willkommene Ausnahmen. Und so freuen sich die tschechischen Biathleten
mithin schon über jeden Weltcup-Punkt. Das war beim schon 35-jährigen
Tomáš Holubec am letzten Freitag erst recht der Fall. Beim Weltcup-Sprint
in Ruhpolding hat er mit dem zehnten Platz das beste Resultat in seiner
langen Karriere gelandet. Aber als ihm seine Teamgefährten vor dem letzten
Anstieg signalisierten, in aussichtsreicher Position zu liegen, wurde
Holubec noch leicht nervös:
Tomáš Holubec (Foto: BIATHLON.PL)
„Ich hatte etwas Angst vor einem Sturz, um nicht zu verlieren, was ich
schon erreicht hatte. Die letzten Kurven bin ich deshalb sehr vorsichtig
angegangen. Bei den zwei letzten Anstiegen war ich zudem bereits ziemlich
erschöpft.“
Voll aufs Ganze gegangen ist hingegen der tschechische Skispringer Jan Matura beim Weltcupspringen im japanischen Sapporo. Sein vierter Rang beim Sprunglauf am Sonntag war auch für ihn das bisher beste Ergebnis in seiner noch jungen Karriere. Und Matura war zu Recht stolz darüber, auch namhafte Konkurrenten hinter sich gelassen zu haben:
Jan Matura (Foto: Skoki Narciarskie)
„Ich habe hier in Japan wohl ein kleines bisschen mehr Glück.
Natürlich haben bei den Springen in Sapporo einige Asse gefehlt wie die
Norweger und der Österreicher Koch. Ansonsten aber waren alle dabei, die
Rang und Namen haben. Von ihnen habe ich Simon Ammann und Adam Malysz
hinter mich gelassen, was meine Platzierung umso wertvoller macht.“








