Tagesecho Tschechische Präsenz auf der BioFach-Messe Nürnberg

13-02-2003 | Jitka Mládková

An diesem Donnerstag hat die Weltleitmesse für Bioprodukte BioFach in Nürnberg ihre Pforten geöffnet. In diesem Zusammenhang hat sich Radio Prag umgehört, wie es mit der tschechischen Bio-Landwirtschaft und ihrer Präsenz in Nürnberg aussieht. Hören Sie dazu einen Beitrag von Jitka Mladkova:

Anhören: RealAudio

Die Ökolandwirtschaft wird in Tschechien im Vergleich z.B. zum Lebensmittel-Biomarkt Großbritanniens, Italiens oder Deutschlands bei weitem nicht großgeschrieben. Auf der anderen Seite greifen aber die tschechischen Verbraucher wesentlich häufiger zu Öko-Lebensmitteln als dies vor 1989 der Fall war. Ihre Produktion konnte sich eigentlich erst in den zurückliegenden 13 Jahren nach der Wende mit dem Ausbau der privaten Landwirtschaft relativ dynamisch entwickeln. Bei der BioFach in Nürnberg ist Tschechien bereits zum sechsten Mal vertreten, und zwar durch eine Vereinigung tschechischer Öko-Landwirte mit dem Namen Pro Bio. In dem Verband sind etwa 500 Mitglieder vereint. Unter diesen sind sowohl Öko-Landwirte, Hersteller und Verkäufer von Bio-Produkten, als auch Verbraucher, ja sogar Schulen zu finden. Die Aufgabe dieser Nonprofit-Organisation definierte ihre Sprecherin Marketa Maurova für Radio Prag wie folgt:

"Unser Verband ist bemüht, Voraussetzungen für die Zusammenarbeit der in ihm vereinten Subjekte und überhaupt Voraussetzungen für die Öko-Landwirtschaft bzw. Erziehung zum Umweltschutz zu schaffen. Wichtig sind auch die von ProBio angebotenen Dienstleistungen - zum Beispiel helfen wir den Landwirten, die sich für die Bio-Produktion entscheiden, was nicht selten u.a. auch mit verschiedenen administrativen Problemen verbunden ist."

Doch nicht nur die Förderung des Biomarktes und der Beteiligten sind .... zufolge die einzigen Aufgaben des Verbandes, der landesweit über zehn regionale Zentren verfügt. Dazu gehöre auch der Umweltschutz insgesamt und der Schutz der Naturressourcen und somit die Gesundheitsfürsorge, sagt Doubravska.

Pro BioPro Bio Nach ihren Informationen entfallen hierzulande etwa 5,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Bodenfläche auf die Bio-Ladwirtschaft, die sich aber vor allem auf die Produkte der Pflanzenproduktion konzentriert und die einheimische Nachfrage quasi in vollem Umfang deckt. Das Angebot an Milchprodukten hingegen, aber auch an Bio-Gemüse bzw. Bio-Obst oder Bio-Fleisch hält sich immer noch in Grenzen, und übesteigt das Interesse der Konsumenten. Und so trifft man auch in Nürnberg auf der BioFach-Messe vor allem auf tschechische Produkte wie BioMost, BioWein, BioDüngemittel u.a.

Der BioMost übrigens ist das siegreiche Produkt des zum ersten Mal im Vorjahr veranstalteten Wettbewerbs im Bereich der Biolebensmittel. Zu kosten ist es auf der Nürnberger BioFach am Messestand der Länder Mittel- und Osteuropas, den Tschechien diesmal mit der Slowakei, Polen, Ungarn und Russland teilt.

Artikel bookmarken

Nicht verpassen

In dieser Ausgabe finden Sie auch

Tschechien versprach Unterstützung für die Türkei

Dagmar Keberlova

Während Deutschland, Frankreich und Belgien die NATO-Hilfe für die Türkei auch weiterhin blockieren, hat die Tschechische Republik...mehr...

Passkontrollen zu Deutschland und Österreich vermutlich auch noch nach EU-Beitritt Tschechiens

Gerald Schubert

Wenn alles nach Plan verläuft, und wenn das für Mitte Juni geplante EU-Referendum mit einem Ja endet, dann könnte die Tschechische...mehr...

Umstrittene Punkte im Falle einer Direktwahl des Staatspräsidenten

Marketa Maurova

Höchstwahrscheinlich bekommen die Parlamentarier am letzten Februartag die letzte Möglichkeit, in ihrem Kreis das Staatsoberhaupt...mehr...

Ähnliche Artikel

mehr...

Rubrikenarchiv

mehr...

Aktuelle Sendung in Deutsch