Tagesecho Tschechische Präsenz auf der BioFach-Messe Nürnberg
An diesem Donnerstag hat die Weltleitmesse für Bioprodukte BioFach in Nürnberg ihre Pforten geöffnet. In diesem Zusammenhang hat sich Radio Prag umgehört, wie es mit der tschechischen Bio-Landwirtschaft und ihrer Präsenz in Nürnberg aussieht. Hören Sie dazu einen Beitrag von Jitka Mladkova:
Die Ökolandwirtschaft wird in Tschechien im Vergleich z.B. zum
Lebensmittel-Biomarkt Großbritanniens, Italiens oder Deutschlands bei
weitem nicht großgeschrieben. Auf der anderen Seite greifen aber die
tschechischen Verbraucher wesentlich häufiger zu Öko-Lebensmitteln als
dies vor 1989 der Fall war. Ihre Produktion konnte sich eigentlich erst in
den zurückliegenden 13 Jahren nach der Wende mit dem Ausbau der privaten
Landwirtschaft relativ dynamisch entwickeln. Bei der BioFach in Nürnberg
ist Tschechien bereits zum sechsten Mal vertreten, und zwar durch eine
Vereinigung tschechischer Öko-Landwirte mit dem Namen Pro Bio. In dem
Verband sind etwa 500 Mitglieder vereint. Unter diesen sind sowohl
Öko-Landwirte, Hersteller und Verkäufer von Bio-Produkten, als auch
Verbraucher, ja sogar Schulen zu finden. Die Aufgabe dieser
Nonprofit-Organisation definierte ihre Sprecherin Marketa Maurova für
Radio Prag wie folgt:
"Unser Verband ist bemüht, Voraussetzungen für die Zusammenarbeit der in ihm vereinten Subjekte und überhaupt Voraussetzungen für die Öko-Landwirtschaft bzw. Erziehung zum Umweltschutz zu schaffen. Wichtig sind auch die von ProBio angebotenen Dienstleistungen - zum Beispiel helfen wir den Landwirten, die sich für die Bio-Produktion entscheiden, was nicht selten u.a. auch mit verschiedenen administrativen Problemen verbunden ist."
Doch nicht nur die Förderung des Biomarktes und der Beteiligten sind .... zufolge die einzigen Aufgaben des Verbandes, der landesweit über zehn regionale Zentren verfügt. Dazu gehöre auch der Umweltschutz insgesamt und der Schutz der Naturressourcen und somit die Gesundheitsfürsorge, sagt Doubravska.
Pro Bio
Nach ihren Informationen entfallen hierzulande etwa 5,5 Prozent der
gesamten landwirtschaftlich genutzten Bodenfläche auf die
Bio-Ladwirtschaft, die sich aber vor allem auf die Produkte der
Pflanzenproduktion konzentriert und die einheimische Nachfrage quasi in
vollem Umfang deckt. Das Angebot an Milchprodukten hingegen, aber auch an
Bio-Gemüse bzw. Bio-Obst oder Bio-Fleisch hält sich immer noch in Grenzen,
und übesteigt das Interesse der Konsumenten. Und so trifft man auch in
Nürnberg auf der BioFach-Messe vor allem auf tschechische Produkte wie
BioMost, BioWein, BioDüngemittel u.a.
Der BioMost übrigens ist das siegreiche Produkt des zum ersten Mal im Vorjahr veranstalteten Wettbewerbs im Bereich der Biolebensmittel. Zu kosten ist es auf der Nürnberger BioFach am Messestand der Länder Mittel- und Osteuropas, den Tschechien diesmal mit der Slowakei, Polen, Ungarn und Russland teilt.





