Tagesecho Stifter-Freunde und Böhmerwaldfans trafen am Plöckensteinsee zusammen
Eröffnung des Museums im Geburtshaus A. Stifters am 23. 10. 1963
Die Böhmerwald-Eisenbahn, eine einzigartige technische Sehenswürdigkeit -
wie der Schwarzenbergische Schwemmkanal und nicht zuletzt das vor 125 Jahren
errichtete Adalbert-Stifter-Denkmal waren u. a. die Themen eines zweitägigen
Seminars, das am vergangenen Wochenende in Stifters Geburtsort Horní
Planá/Oberplan, bzw. am Plöckensteinsee/Plesné jezero stattfand. Organisiert
wurde das Treffen der Bewunderer des Böhmerwaldes und der Werke von Stifter
vom Münchner Adalbert Stifter-Verein und dem Institutum Bohemicum der
Ackermann-Gemeinde. Nach den Vorlesungen im Hof des Geburtshauses des
Schriftstellers in Horní Planá folgte eine Wanderung von Nová Pec zum
Plöckensteinsee, wo das Seminar fortgesetzt wurde, und die passioniertesten
Teilnehmer kletterten hinauf zu dem Stifter-Denkmal. Dieses ist übrigens
heute von unten durch den Wald kaum mehr zu sehen. Nach der Rückkehr vom
Denkmal zum See bat ich den Hauptorganisator des Treffens, Wolfgang Schwarz,
ans Mikrofon:
W. Fischer: Das Geburtshaus A. Stifters (1923)
"Jetzt sind wir gerade heruntergestiegen vom Adalbert Stifter-Denkmal und
stehen am Plöckensteinsee, wo ein Teil unseres Seminars stattfand. Wie sind
Sie zufrieden mit dem Seminarverlauf?"
"Ich bin damit sehr zufrieden, wir hatten ungefähr 35 Teilnehmer, die bis auf den Plöckensteinsee hinaufgestiegen sind. Dann ein kleiner Teil ging zum Schluss sogar bis ganz rauf zum Stifterdenkmal, aber wie gesagt, ich denke, wir hatten einen sehr schönen Verlauf, wir hatten oben zwei Lesungen - mit dem deutschen Schriftsteller Wolfgang Sreter und der Schriftstellerin Margarete Kraus. Anschließend spielte noch eine Musikgruppe aus Zwiesel."
Stifterdenkmal
"Kann man sagen, dass an dem Seminar entweder Bewunderer es Böhmerwaldes
oder der Werke von Adalbert Stifter teilnahmen - oder vielleicht beides?"
"Ich glaube, es waren alle Schichten und alle Interessenten vertreten - sowohl Bewunderer von Adalbert Stifter, als auch Leute, die einfach nur in die Natur gehen wollten und etwas über die Geschichte des Böhmerwalds und die Literatur des Böhmerwalds hören wollten."
"Ich meine, es war sehr gut, dass das Seminar nicht rein wissenschaftlich war..."
Stifter-Freunde und Böhmerwaldfans trafen am Plöckensteinsee zusammen
"Ja, wir hatten eine besonders witzige Vorlesung über die Böhmerwaldbahn.
Herr Kozak aus dem Ort Volary/Wallern hat uns einige Geschichten zum Besten
gegeben, was man eigentlich alles als Fahrdienstleiter erleben kann - das
hätte ich vorher nicht geglaubt."
"Kann man mit einem ähnlichen Seminar auch nächstes Jahr rechnen, auch wenn es kein rundes Jubiläum gibt?"
Stifter-Freunde und Böhmerwaldfans trafen am Plöckensteinsee zusammen
"Ich denke, man kann damit rechnen, da wir uns unaufhaltsam dem Stifter-Jahr
2005 nähern und wir möchten jedes Jahr entweder auf der deutschen oder auf
der tschechischen Seite der Grenze ein Seminar durchführen."
Am Mikrofon war der Kulturreferent des Adalbert Stifter-Vereins, Wolfgang
Schwarz.






