Tagesecho Sedlcany gedenkt des 70. Todestags des Komponisten Josef Suk

13-04-2005 16:40 | Markéta Kachlíková

"Der bekannte und unbekannte Josef Suk". Unter diesem Motto wurde am Dienstag in der mittelböhmischen Kleinstadt Sedlcany eine Ausstellung eröffnet, die an den 70. Todestag des Komponisten im Mai dieses Jahres erinnert. Markéta Kachlíková hat die Vernissage im dortigen Stadtmuseum besucht.

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Josef sef SukJosef sef Suk Josef Suk wurde 1874 in Krecovice geboren, einem Dorf, das nur ein paar Kilometer von Sedlcany entfernt liegt. Durch die Landschaft seiner Geburtsregion ließ sich Suk bei seinem Schaffen häufig inspirieren, was eine der tragenden Ideen der Ausstellung ist. Der Großteil von den ausgestellten Sachen - Briefe, Fotos von Suks Familie und Freunden, Bücher, Noten und andere Dokumente - stammt aus der Sammlung des Museums. Die Ausstellungsbesucher können aber auch Suks Stimme hören, und zwar seine Radioansprache an Kinder, die auf einer Schallplatte aufgezeichnet wurde. Über die Ausstellung sagt ihr Gestalter, Jirí Páv:

"Man kann hier Dokumente sehen, die etwas über das Leben von Josef Suk aussagen. Über den Ort, an dem er geboren ist, über seine Familie, sowie über die Freunde, die Suk hatte. Einerseits über Künstler, seien es Musiker oder bildende Künstler, aber andererseits auch über Freunde, die vor allem in Sedlcany lebten. Denn Sedlcany war eine Stadt, die Suk gerne besuchte, und auch ein Ort, wo er Inspiration fand und wo er komponierte."

Sedlcany war aber auch die Stadt, in der Josef Suk als kleiner Junge zum ersten Mal vor die Öffentlichkeit trat. Die kleine Geige, die er damals im Gasthaus "Zur Goldenen Krone" spielte, ist im Suk-Gedenksaal des Museums ausgestellt. Die Geschichte wiederholt sich, pflegt man zu sagen. Und das gilt wohl auch. An ein anderes Konzert nämlich hat sich während der Vernissage der Enkel des Komponisten, der Geigenvirtuose Josef Suk erinnert:

"Nur wenige Leute wissen, dass ich hier vor 65 Jahren in meinem ersten Konzert gespielt habe, und zwar in der ehemaligen Sparkasse auf dem Stadtplatz. Ich wurde von meinem Lehrer, Jaroslav Kocian, begleitet. Der hiesige Uhrmacher, Herr Poustka, hat mir bei diesem Anlass eine schöne Taschenuhr der Marke Omega geschenkt. Er ließ dort gravieren: An Josef Suk, zum ersten Konzert."

Die Ausstellung im Stadtmuseum dauert bis zum 3. Juni. Sie ist aber nicht die einzige Veranstaltung, mit der man in der Geburtsregion von Suk des Komponisten gedenkt. Alljährlich seit 1965 findet dort auch das Musikfestival "Suks Sedlcany" statt.

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