Sächsisch-Böhmischer Bauernmarkt in Röhrsdorf

Bauernhöfe sind für viele moderne Menschen - besonders die Großstädter - wie eine Oase. Der Wunsch nach einem naturnahen Leben macht sich auf vielerlei Weise bemerkbar: Ferien auf dem Bauernhof, Freizeitaktivitäten in der Natur oder der Genuss von Nahrungsmitteln aus kontrolliertem Anbau. Oliver Engelhardt hat mit Milan Mejzlik gesprochen, der für den Sächsisch-Böhmischen Bauernmarkt in Röhrsdorf die Kontakte nach Tschechien knüpft:

Bunter MarktBunter Markt Knapp 30 Kilometer von der tschechisch-deutschen Grenze entfernt, wenn man von Prag aus Richtung Dresden fährt, liegt Röhrsdorf. Ein kleiner Ort, in dem ein Bauernhof zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung geworden ist, und die heißt Sächsisch-Böhmischer Bauernmarkt. Regelmäßige Veranstaltungen wie etwa eine Woche der Milchprodukte, ein Weinfest oder eine Rassekaninchenausstellung gehören zum Programm des Bauernmarktes. Und natürlich immer wieder Böhmisches. Ende Oktober fand ein tschechischer Handwerkermarkt statt, bei dem nicht nur Kerzen, Glas- und Schmiedeprodukte zu kaufen waren, sondern Handwerker auch bei ihrer Arbeit zu beobachten waren. Doch wie steht es mit dem Bauernmarkt? Beteiligen sich tschechische Landwirte an einer gemeinsamen Vermarktung in Röhrsdorf? Milan Mejzlik:

"Da muss ich leider sagen, dass die Bauern bei uns, diese gute Möglichkeit, die in Röhrsdorf angeboten wird nicht sehr gut nutzen. Vielleicht kennen sie sie nicht oder sie vernachlässigen sie zur Zeit noch. Es werden sich sicherlich gewisse Kooperationsmöglichkeiten im nächsten Jahr zeigen und anbieten."

Und welche Produkte sind es, die auf dem Bauernmarkt angeboten werden?

SchloßgärtnereiSchloßgärtnerei "An landwirtschaftlichen Produkten sind es vor allem Äpfel. Die ganze Landschaft um Röhrsdorf ist Obstanbaugebiet mit riesigen Plantagen von Äpfeln und anderen Obstarten, die in diesen Breiten produziert werden können. Es handelt sich auch um ökologischen Anbau. In letzter Zeit wird mehr Wert auf Bioprodukte gelegt. Ich hoffe, dass die Sachsen noch vor Weihnachten auf diesen Geschmack kommen."