Tagesecho Prager Frühling 2008: BBC Symphony Orchestra stellt sich mit tschechischem Chefdirigenten vor

30-05-2008 16:02 | Jitka Mládková

Das internationale Musikfestival „Prager Frühling“, das traditionsgemäß am 12. Mai, dem Todestag von Bedřich Smetana, in der tschechischen Hauptstadt eröffnet wurde, neigt sich langsam seinem Ende zu. Noch vor dem Abschlusskonzert am Mittwoch kommender Woche, das diesmal das Budapest Festival Orchestra geben wird, stellt sich zum ersten Mal das BBC Symphony Orchestra mit seinem tschechischen Chefdirigenten und zugleich auch Festivalpräsidenten Jiří Bělohlávek in Prag vor.

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Jiří BělohlávekJiří Bělohlávek Mit den Prager Konzerten schließt das BBC Symphony Orchestra an seine Tournee durch Deutschland an und das war auch für die Zusammenstellung des Programms ausschlaggebend. Keine leichte Aufgabe, wie uns Jiří Bělohlávek verraten hat:

„Das Programm beider Konzerte ist wie gewöhnlich in Geburtswehen und nach intensiven Diskussionen entstanden. Und das sowohl bei uns in London als auch in Verbindung mit den Festivalveranstaltern.“

Für die Auftritte in Deutschland und Prag musste man Jiří Bělohlávek zufolge einen gemeinsamen Nenner für alle Konzerte suchen. Gleichzeitig habe man auch darauf achten müssen, dass bei all den verschiedenen Wünschen das Programm nicht überfrachtet werde. Und das Ergebnis? Am Samstag erklingen im Prager Gemeindehaus Beethovens Klavierkonzert Nummer Eins und Schostakowitschs Symphonien Nummer Sechs in h moll und in B minor. Am Sonntag präsentiert sich das BBC Symphony Orchestra mit der Sinfonia da requiem von Benjamin Britten und der Symphonie Asrael von Josef Suk:

„Ich hatte nur einen einzigen Wunsch, die Symphonie Asrael von Josef Suk aufzuführen. Die konnten wir dann auch in absoluter Übereinkunft mit allen Beteiligten einstudieren. Wir haben aber darauf geachtet, dass sich unser Orchester als Repräsentant Großbritanniens auch eine britische Komposition darbietet.“

Die Symphonie „Asrael“ hat Josef Suk 1906 nach dem Tod seiner jungen Frau Otylka, der Tochter von Antonín Dvořák, komponiert. Zu dieser Musik hat Bělohlávek eine innige Beziehung. Auf einer Pressekonferenz zum „Prager Frühling“ sagte er:

„Suks Asrael ist eine Komposition, die außer ihrer ausdrucks- und ideenreichen Monumentalität auch mit keineswegs geringen technischen Problemen verbunden ist. Sie einzustudieren ist eigentlich für kein Orchester leicht. Mir hat dabei meine Liebe zu Suks Musik sehr geholfen.“

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