Tagesecho Polizeiliche Vorbereitungen auf CzechTek im vollen Gange
Mittlerweile zum 13. Mal wird die größte tschechische Technoparty CzechTek traditionell am letzten Wochenende im Juli stattfinden. Im vergangenen Jahr hat jedoch die Techno-Parade in Westböhmen für Aufsehen gesorgt, nach einem Einsatz der Polizei wurden Dutzende Techno-Fans und auch Polizeibeamte verletzt. Die rechtlichen Streitigkeiten zogen sich mehrere Monate lang hin. Nun möchte man aus den Fehlern lernen und die kommende CzechTek-Party gründlich vorbereiten.
CzechTek 2005
Um Polizeieinsätze zu vermeiden, hat in diesem Jahr die tschechische Armee
den Organisatoren der Technoparty CzechTek einen Teil ihres Militärareals
bei der nordböhmischen Stadt Chomutov/Komutau vermietet. Die Armee wird
den etwa 30.000 Techno-Liebhabern, die in diesem Jahr erwartet werden, 50
Hektar Boden zur Verfügung stellen. Dafür müssen diese selber für die
hygienischen sowie gesundheitlichen Rahmenbedingungen sorgen und sich um
die Müllbeseitigung kümmern. Die Wiesen werden vorübergehend aus dem
Eigentum des Verteidigungsministeriums herausgenommen, um Zivilisten den
Zugang zu ermöglichen, sagte Jan Pejsek aus dem Ministerium:
"Das Gebiet wird jedem zugänglich sein, sowohl den Techno-Liebhabern als auch allen anderen Zivilpersonen. Wenn es nötig ist, können auch die Beamten der tschechischen Polizei das Gebiet betreten. Die Militärpolizei wird nur dann einschreiten, wenn auf irgendeine Art und Weise das Eigentum des Verteidigungsministeriums beschädigt wird."
Für die Ordnung außerhalb der Militärzone wird hauptsächlich die
tschechische Polizei sorgen. Jan Pejsek:
"Die Militärpolizei wird aber ebenfalls mitarbeiten, vor allem bei der Regulierung des Verkehrs. Und sie wird das Armeeeigentum bewachen, damit die Teilnehmer der Technoparty - bewusst oder unbewusst - nicht auf das umliegende Militärgelände vordringen."
Die tschechische Polizei hat bereits angekündigt, in Nordböhmen ihre Verkehrskontrollen zu verstärken und an deutsch-tschechischen Grenzübergängen für die angereisten Raver Flugblätter mit Landkarten in vier Sprachen zu verteilen. Gegen die Techno-Veranstaltung protestieren mehrere Tausend Anwohner sowie Umweltschützer. Der Lärm, so sagen vor allem letztere, könnte die Jungtiere des naturgeschützten Wachtelkönigs bedrohen, der auf dem Gebiet lebt.







