Tagesecho Nova Rise und Geras schliessen Partnerschaft
Das südostböhmische Städtchen Nova Rise hat anlässlich der EU-Erweiterung eine Zusammenarbeit mit dem niederösterreichischen Geras beschlossen. Gemeinsam sind die beiden Städte der Europäischen Union beigetreten. Dagmar Keberlova berichtet.
Kloster in Nova Rise
Die beiden Städtchen arbeiten bereits seit drei Jahren zusammen. Beide
haben ein Kloster, das aus dem 13. Jahrhundert stammt und das von den
Prämonstratenser-Mönchen verwaltet wird. Mehr dazu die Bürgermeisterin
Dana Cirtkova:
"In der Zeit wurde das Kloster an die Prämonstratenser zurückgegeben. Es musste wieder in Stand gesetzt werden, nachdem es von der Armee genutzt worden war. Die Prämonstratenser sind nach Geras gefahren um dort Erfahrungen zu machen. Dann erschien es uns ideal, die Zusammenarbeit auch auf die Gemeindeebene zu erweitern. Wir kontaktierten die Stadtvertretung in Geras und begannen inoffiziell zusammenzuarbeiten. Der Hauptgrund hierzu war, dass wir Projekte im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf Grundlage der Phare-Förderung finanzieren können."
Kloster in Geras
Die Erweiterungsfeiern wollten die beiden Gemeinden zusammen begehen, und
dies gleich mit zwei Veranstaltungen: Bei einer stand die die Unterschrift
der offiziellen Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinden im
Mittelpunkt. Die zweite Aktion war die Eröffnung einer gemeinsamen
Ausstellung barocker Gemälde, die einen bezeichnenden Titel trägt:
"Die Kunst kennt keine Grenzen". Noch vor Jahrhunderten haben
die Grenzen in der Region nicht die Rolle gespielt, die ihnen die jüngere
Geschichte zugewiesen hat, sagte der Kurator der Ausstellung Vaclav Milek.
Diese Tatsache sei bei der Ausstellung anhand einiger barocker Künstler
repräsentiert, die entweder sie selber oder in ihrer Kunst ganz natürlich
die kulturellen und politischen Grenzen des damaligen Mitteleuropas
überschritten haben. Das sei die die leitende Idee der Ausstellung, so
Kurator Milek. Und wie soll sich die Zusammenarbeit der beiden Gemeinden
in Zukunft abspielen? Neben Schulen und Verbänden soll u. a. auch im
Sprachunterricht und in der Landwirtschaft reger Kontakt aufgenommen
werden. Landwirte können Produkte wie Honig oder Wein austauschen, die mit
dem EU-Beitritt Tschechiens von bisherigen Zöllen befreit worden sind.





