Nachrichten von Radio Prag nun auf Alexa

Radio Prag gibt es jetzt auch auf Alexa. Wir erklären Ihnen, wie das funktioniert.

Alexa (Foto: Ondřej Tomšů)Alexa (Foto: Ondřej Tomšů) Sie ist keine 30 Zentimeter hoch, meist zylinderförmig und sehr gesprächig. Die Rede ist vom smarten Lautsprecher Alexa von Amazon. Was genau das ist, erklärt Adam Javůrek. Er ist beim Tschechischen Rundfunk zuständig für Neue Medien:

„Es ist ein Gerät, das wir mit unserer Stimme kontrollieren können. Wir können Alexa beispielsweise einfache Fragen stellen. Alexa funktioniert aber auch als Wecker oder Timer. Man kann ihr unter anderem sagen, dass sie in zwanzig Minuten klingeln soll, wenn wir gerade eine Pizza im Ofen haben. Wenn man einen entsprechenden Dienst abonniert hat, kann man über Alexa zudem Musik hören. Interessant ist auch die Kontrolle von smarten Haushaltsgeräten, Alexa kann beispielsweise das Licht anmachen, wenn man eine intelligente Glühbirne hat. Außerdem kann mir Alexa die aktuellsten Nachrichten vorlesen.“

Dieses Potential von Alexa hat auch der Tschechische Rundfunk erkannt und bietet ab Mittwoch auch die Nachrichten von Radio Prag auf dem intelligenten Lautsprecher an. Adam Javůrek erklärt, wie das genau funktioniert:

Adam Javůrek (Foto: Khalil Baalbaki, Archiv des Tschechischen Rundfunks)Adam Javůrek (Foto: Khalil Baalbaki, Archiv des Tschechischen Rundfunks) „Wenn man eine Alexa hat, dann kann man sich die Nachrichten-Funktion von Radio Prag unter alexa.amazon.com oder dem entsprechenden App-Store herunterladen. Es reicht, dort nach Radio Prag zu suchen und die Funktion auf der Alexa zum Laufen zu bringen. Radio Prag ist dann die Hauptnachrichtenquelle für Alexa, und man muss sie nur noch fragen, was es Neues gibt.“

Hauptabsatzmarkt für Alexa sind derzeit noch die USA, aber Deutschland ist den Staaten schon auf den Fersen. Insgesamt wurden dort nämlich bereits zwei Millionen der intelligenten Lautsprecher verkauft. Die Nachrichten von Radio Prag auf Alexa richten sich jedoch ebenso an eine weitere Zielgruppe:

„Wir haben beobachtet, dass immer mehr Menschen in Tschechien Alexa verwenden. Für die haben wir also einen Nachrichtenüberblick der Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks vorbereitet. Dann gibt es aber viele deutsch- oder englischsprachige Menschen, die in Tschechien leben. Sie interessieren sich natürlich auch für das Geschehen hierzulande. Für diejenigen, die Alexa schon aktiv verwenden, gibt es dann den Dienst von Radio Prag.“

Redakteur Ian Willoughby mit Alexa (Foto: Ondřej Tomšů)Redakteur Ian Willoughby mit Alexa (Foto: Ondřej Tomšů) Mit der Zeit wollen der Tschechische Rundfunk und Radio Prag ihr Repertoire auf Alexa noch ausweiten:

„Erst einmal wollen wir beobachten, wie groß das Interesse am Alexa-Angebot des Tschechischen Rundfunks ist. Dann wollen wir aller Vorrausicht nach gesamte Radio-Streams oder bestimmte Sendungen als Podcast laufen lassen. Wir sind aber auch offen für Experimente, mich persönlich reizt da die Vorstellung eines interaktiven Hörspiels.“

Abgesehen davon will der Tschechische Rundfunk sein Programm auch auf andere Anbieter von smarten Lautsprechern ausweiten, unter anderem Google Home.

Abschließend versichert Javůrek noch, dass man keine Angst vor Alexa haben muss. Sie würde keine Gespräche abhören, und ihr unkontrolliertes Lachen habe sie mittlerweile auch abgelegt, so Javůrek. Gerade dieses hatte in den vergangenen Wochen ja für einige Schlagzeilen gesorgt.