Tagesecho Musik + X – Aktuelle Popmusik aus Deutschland
Erst in der vergangenen Woche gastierten zwei ebenso bekannte wie unterschiedliche deutsche Bands in Prag: die Heavy-Metal-Altstars „Scorpions“ und die aktuellen Hitparaden-Stürmer von „Tokio Hotel“. Genau diese Vielfalt in der deutschen Pop-, Rock- und Rapszene zu zeigen, ist das Ziel einer Ausstellung im Tschechischen Musikmuseum in Prag. Dass die deutsche U-Musik durchaus auch Berührungspunkte mit ihren Tschechischen Pendant hat, zeigt die Aufnahme „Für immer Jung“ von Karel Gott und Bushido.
Foto: ČTK
Dies ist das wohl bekannteste Beispiel deutsch-tschechischer
Musikzusammenarbeit. Und es könne durchaus als Motto für die Ausstellung
in Prag dienen, findet Hans-Simon Pelanda vom Goethe-Institut, das die
Ausstellung gestaltet hat. Ein wichtiges Ziel der Schau sei es nämlich,
den Bekanntheitsgrad deutscher Musik im Ausland zu steigern.
Vier verschiedene Musikrichtungen stellt die Ausstellung in multimedial gestalteten Kojen vor: Pop, Indie, Hip-Hop und Techno. Das Konzept der Darstellung basiere auf vier Elementen, erklärt Hans-Simon Pelanda:
Foto: ČTK
„Es gibt einen Film über die jeweilige Musikrichtung, es gibt dazu
eine
Art Realienecke, wo zu diesem Musikstil eine bestimmte Darstellung von
Wirklichkeit kommt. Also zum Beispiel die Liebesbriefe bei Tokio Hotel,
oder
bei den Inides die Plakate, die am Anfang sogar noch selbst gestaltet
wurden, um die eigene Unabhängigkeit zu beweisen. Das dritte Element sind
nachgestaltete Weltkugeln, in denen in einer kleinen Form die jeweilige
Welt, in der sich diese Musikszene abspielt, dargestellt wird. Dazu kommen
dann noch verschiedene Informationstafeln, die die wichtigsten Inhalte des
Genres und die Beschreibung der wichtigsten Gegenstände die zu dieser
Musikrichtung gehören.“
Foto: ČTK
Wert gelegt habe man auch auf die aktive Einbeziehung der Besucher, sagt
Pelanda. Sie können etwa in einem Postkasten die Fanpost an ihre Stars
deponieren oder ihren eigenen Fan-Anstecker der Lieblingsband pressen.
Einbezogen hat man auch den Ausstellungsraum des Tschechischen Musikmuseums. In periodischen Abständen wird das beeindruckende Gewölbe der ehemaligen Maria-Magdalena-Kirche mit lauter Popmusik beschallt.
Sind Sie neugierig geworden? Bis zum 19.4. ist die Ausstellung „Musik + X“ noch im Tschechischen Musikmuseum auf der Prager Kleinseite zu sehen. Und alle Informationen dazu gibt es hier: www.goethe.de/mux









