Tagesecho Liberec hat eine "Partner-Schule der Zukunft"

29-05-2009 17:22 | Eva Schermutzki

Schulen: Partner der Zukunft, kurz "Pasch" – so heißt die Initiative, die der deutsche Außenminister Steinmeier 2008 ins Leben gerufen hat. Ziel war es, weltweit 1000 Schulen auszuzeichnen und zu vernetzen, die Deutschunterricht auf besonders hohem Niveau anbieten. Das ist gelungen. Mittlerweile umfasst das Netzwerk schon über 1300 Schulen. Auch einige in Tschechien gehören dazu, unter anderem die Husova Grundschule in Liberec. Das ist seit Donnerstag auch von außen zu sehen.

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Die Husova Grundschule in Liberec. In den Gängen ist es nicht so still wie sonst. Kleine und größere Schüler laufen durcheinander, Gäste werden begrüßt. Ein besonderer Tag: Die "Pasch"-Plakette wird heute enthüllt. Was "Pasch" genau ist, erklärt Thomas Freundorfer vom Goethe-Institut:

„Pasch steht für Partnerschulinitiative. Das heißt: Es geht um Partnerschaft. Aber nicht wie man jetzt meinen könnte zwischen einer tschechischen und einer deutschen Schule, sondern um die Partnerschaft von Schulen mit Deutschland.“

Ziel dieser Initiative ist aber nicht nur eine enge Bindung zu Deutschland. Es geht auch darum ein differenziertes Deutschlandbild zu vermitteln.

„Das erreichen wir durch die Möglichkeit Schüler und Lehrer nach Deutschland zu schicken, hier Maßnahmen mit deutschen Referenten durchzuführen oder Schülerbegegnungen zu realisieren.“

Thomas Freundorfer ist Experte für Unterricht. Er betreut "Pasch" in Tschechien, Polen und den baltischen Republiken. Über 1300 Schulen auf der ganzen Welt, von Ägypten bis Dänemark sind mittlerweile Mitglieder im "Pasch"-Netzwerk. Die Schulen werden finanziell unterstützt um möglichst guten Unterricht bieten zu können. Finanziert wird die Initiative vom Auswärtigen Amt. Partner von "Pasch" sind unter anderem das Goethe-Institut und die Zentralstelle für Auslandsschulwesen. Aber wie ist die Idee zu diesem weltweiten Netzwerk eigentlich entstanden? Thomas Freundorfer erzählt:

„Das war eine persönliche Initiative des deutschen Außenministers Steinmeier. Er hat im Bundestag die Trommel gerührt, um Geld für diese Projekt zu bekommen und das ist ihm gelungen.“

Die Mitgliedschaft in diesem Netzwerk ist für alle Schulen eine Auszeichnung. Und damit diese auch gleich zu sehen ist, gibt es eine Plakette. Sie kann außen am Schulgebäude oder innen in der Eingangshalle angebracht werden.

„Die Plakette zeigt, dass diese Schule ein Teil dieses weltweiten Partnerschulennetzes ist. Das ist ein ganz entscheidender Faktor bei Pasch, die Vernetzung der Schulen untereinander. Also nicht nur Schule – Deutschland, sondern vorallem Schule mit Schule.“

Für diese weltweite Vernetzung ist die Plakette ein äußeres Zeichen, so Freundorfer.

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