Tagesecho Konferenz der Auslandsamerikaner in Prag

24-11-2003 | Dagmar Keberlova

Am Wochenende hat in Prag eine Konferenz der im Ausland lebenden Amerikaner stattgefunden.Die Mitglieder der Koalition "Amerikanische Stimmen im Ausland" sowie ihre Anhänger wollen gegen die Wiederwahl des amerikanischen Präsidenten George Bush kämpfen. Mehr dazu von Dagmar Keberlova.

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Scott Ritter, Foto: CTKScott Ritter, Foto: CTK Hierzu haben in Berlin lebende Amerikaner Anfang November eine Kampagne begonnen, und sie wollen unter anderem mindestens 100.000 Unterschriften unter ihrer Petition sammeln. In Tschechien vereint die Koalition allerdings lediglich 10 Amerikaner und bis heute haben sie einige Dutzend Unterschriften gesammelt. Warum die Konferenz in Tschechien, einem Land, das die USA im Irak-Krieg unterstützt hat, und nicht beispielsweise in Deutschland oder Frankreich ausgetragen wurde, ist fraglich. Einer der Aktivisten, der ehemalige Waffenexperte Scott Ritter, der in Prag anwesend war, gab zu, dass er die bejahende Stellungnahme der Tschechen zur US-Aktivitäten nicht versteht, weil er kein Tscheche sei, in Zeiten des Kalten Krieges unter dem totalitärem Regime der Sowjetunion nicht gelebt hätte und nicht wisse, was es heißt, der Menschenrechte beraubt zu werden. Die Tschechen würden anhand ihres Vertrauens in die USA, dass Amerika recht tut und Freiheit verbreitet, Kritik an den USA nur schwer annehmen. In der tschechischen Presse waren über diese konkrete Konferenz am Montag keine Kommentare zu finden. Doch die meisten allgemeinen Kommentare zum Thema unterstützen die USA im Irak. Hier ein Kommentar als Beispiel, der letzte Woche vom stellvertretenden Chefredakteur der Tageszeitung Mlada Fronta Dnes publiziert wurde und in dem sich William Buchert mit den Demonstranten gegen Bush beschäftigt: "Warum demonstrieren die Menschen auf den Strassen nicht gegen die fanatischen Mörder der Al - Quaida, die alle ohne Rücksicht auf Glauben, Rasse oder Nationalität töten? Warum verurteilt niemand massenhaft die palästinensischen Terroristen und wollte nicht den tatsächlichen Nah - Ost - Hitler, nämlich Saddam Hussein, stürzen? George Bush hat sicher wie jeder Politiker viele Fehler gemacht, aber er ist sicher keine Ursache des Terrorismus in der Welt. Seine Regierung hat zwei der widerlichsten Diktator-Regime gestürzt - in Afghanistan und im Irak - und nur schwierig könne man daran zweifeln, dass Bush Frieden verbreiten will." Soweit William Buchert in Mlada Fronta Dnes.

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