Tagesecho „In Zukunft wieder mehr Dürer zeigen“ – zur Restaurierung des Bildes „Das Rosenkranzfest“

27-08-2010 14:42 | Till Janzer

Albrecht Dürer ist praktisch von einem auf den anderen Tag durch ein Bild berühmt geworden: die Rosenkranzfest-Madonna, auch einfach nur das Rosenkranzfest genannt. Das Gemälde, das der Nürnberger Maler 1506 in Venedig für dortige deutsche Kaufleute angefertigt hat, kam 100 Jahre später nach Prag. Kaiser Rudolf II. erwarb es für die damals hohe Summe von 900 Dukaten. Auch heute befindet sich das Bild noch in Prag: Es gehört zu den Sammlungen alter Kunst der tschechischen Nationalgalerie im Sternberg-Palais auf dem Hradschin. Seit dem vergangenen Jahr lässt die Nationalgalerie das Rosenkranzfest von italienischen Spezialisten genau untersuchen – in einem Verfahren, bei dem das empfindliche Gemälde nicht angefasst werden muss. Die Untersuchung soll zeigen, wo und in welchem Umfang im Laufe der Jahrhunderte Teile des Dürer-Originals übermalt wurden. Radio Prag hat dazu mit Olga Kotková gesprochen. Sie ist die Leiterin der Sammlungen alter europäischer Kunst in der Nationalgalerie.

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