Tagesecho Gute Musik und hervorragende Interpreten beim Festival „Třeboňská nocturna“

08-07-2009 17:24 | Jitka Mládková

„Třeboňská nocturna“ ist der Name des Musikfestivals, das in der südböhmischen Kurstadt Třeboň / Wittingau zum 6. Mal stattfindet. Im Vergleich zu den traditionsreichen Musikfestspielen wie etwa dem „Prager Frühling“ ist es eher von regionaler Bedeutung. Das will aber nicht sagen, dass es dem Musikfest an Qualität fehlt - im Gegenteil.

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Pavel ŠporclPavel Šporcl „Zu Ehren von Paganini“ war am Dienstag das Leitmotto des Eröffnungskonzertes mit dem Solisten des Abends, Pavel Šporcl. Aber nicht nur die Capricci des italienischen Geigenvirtuosen und Komponisten erklangen in Šporcls Darbietung. Vertreten waren auch Johann Sebastian Bach, Eugéne Ysaye und Nathan Milstein. Zur Auswahl der Komponisten sagte der Chefdramaturg des Festivals, Jiří Hlaváč, gegenüber Radio Prag:

Jiří HlaváčJiří Hlaváč „Ich glaube, dass all diese Herren ungeachtet dessen, in welchem Zeitabschnitt der Geschichte auch immer sie wirkten, eines gemeinsam haben: Sie waren Weltbürger.“

Bis Samstag steht übrigens jeder Abend des Festivals unter einem anderen Leitmotiv. Gespielt werden zum Beispiel Werke von Mozart, Haydn, Beethoven, Janáček und anderen Größen der Weltmusik. Am Samstag kommt das Finale. Jiří Hlaváč:

„Das Finale, das der tschechischen Operndiva Ema Destinnová gewidmet ist, liegt in den Händen ausländischer Gäste. Die Südböhmische Kammerphilharmonie wird vom Professor der Wiener Musikhochschule und früherem Oboesolisten der Wiener Philharmoniker, Klaus Lienbacher, geleitet. Arien aus Puccinis und Donizzettis Opern, in denen Destinnová seinerzeit unter anderem auch in der New Yorker Metropolitan Opera brillierte, wird Edith Lienbacher singen.“

Gerade seine österreichischen Kollegen will der Prager Hochschulpädagoge Jiří Hlaváč für seine Vision gewinnen. Sein Ziel ist, das Musikfestival im südböhmischen Třeboň über die Grenzen hinweg zu gestalten. Schon in diesem Jahr steht auf dem Festivalprogramm ein Konzert mit Kindern aus der Musikschule Třeboň und aus der österreichischen Partnerstadt Schrems. Jiří Hlaváč freut sich, dass sogar ein Bus mit Gästen aus Schrems kommt, einschließlich des Bürgermeisters und einiger Vertreter des Stadtrats.

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