Tagesecho Grenzfall: Tschechische Kulturtage verbinden die Euroregion Elbe / Labe

25-10-2007 16:25 | Thomas Kirschner

Zum bereits 9. Mal beginnen am Freitag in Dresden die Tschechisch-Deutschen Kulturtage. Bis zum 11. November schlagen in der gesamten Euroregion Elbe / Labe dutzende Veranstaltungen eine kulturelle Brücke über die deutsch-tschechische Grenze.

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Organisiert werden die Kulturtage vom Tschechischen Zentrum in Dresden in Zusammenarbeit mit der Brücke/Most Stiftung und der Stadt Dresden. Während sich in den ersten Jahren vor allem tschechische Künstler in der sächsischen Metropole vorstellten, hat das Programm inzwischen enorm an Breite zugelegt und bezieht auch deutsche Künstler mit ein, erklärt die Leiterin des Tschechischen Zentrums Dresden, Hana Klabanova:

"Die Idee, die dahinter steht, ist ganz einfach und noch die gleiche, wie zu Anfang: Wir wollen die deutsch-tschechische Zusammenarbeit unterstützen, eine Brücke bauen, ein Netzwerk organisieren. Tschechische Künstler kommen nach Dresden, treten zusammen mit deutschen Künstlern auf, und daraus entstehen dann viele Kontakte und Ideen, die privat und ohne unsere Vermittlung weiter gepflegt werden, und so soll es ja auch sein."

Veranstaltungen gibt es in der gesamten Euroregion Elbe / Labe, also auf beiden Seiten der Grenze. Das Programm umfasst alle Genres und Bereiche - von der Musik über Literatur bis hin zur Architektur. Welche Höhepunkte kann Organisatorin Hana Klabanova empfehlen?

Hana KlabanovaHana Klabanova "Selbstverständlich das Eröffnungskonzert mit der weltbekannten Mezzosopranistin Dagmar Peckova und dem Pianisten Vojtech Spurny - mit diesem Konzert beginnen wir die Kulturtage am 26. Oktober in der Dreikönigskirche. Was die Musik betrifft: es sind auch bekannte Jazz-Musiker vertreten, etwa Rudolf Dasek und Jiri Stivin oder der bekannte Dresdner Percussionist Günter Sommer. Es kommen auch bekannte Literaten zum Poetry-Slam, und außerdem hat der Präsident des Internationalen PEN-Clubs Jiri Grusa am 5. November eine Lesung in der Sächsischen Akademie der Künste. Daneben haben wir bereits einige Ausstellungen eröffnet, und am Montag, den 29. Oktober eröffnen wir noch die Ausstellung ´Der tschechische architektonische Kubismus´ im Finanzministerium. Insgesamt bieten wir rund hundert Veranstaltungen, vor allem auf der deutschen Seite der Grenze aber auch in Usti nad Labem und Liberec, also in der Euroregion Elbe / Labe."

Mezzosopranistin Dagmar PeckovaMezzosopranistin Dagmar Peckova Im neunten Jahrgang haben sich die tschechisch-deutschen Kulturtage fest im Kalender der Region und vor allem auch beim Publikum etabliert. Dieses wagt auch immer häufiger den Schritt über die Grenze, freut sich Hana Klabanova:

"Inzwischen kann man schon einfach für ein Konzert nach Dresden fahren - durch die neue Autobahn ist man aus Nordböhmen schnell in Dresden und umgekehrt ist es aus Dresden auch nur noch ein Katzensprung nach Prag. Wir haben auf jeden Fall viele Besucher aus der Grenzregion."

Bis Mitte November heißt es also in der Euroregion Elbe / Labe: Bühne frei für die neunte Ausgabe der tschechisch-deutschen Kulturtage.

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