Tagesecho Expo 2010: Planung für den tschechischen Pavillon in Schanghai startet

22-07-2008 16:05 | Julia Nesswetha

Die Expo in Saragossa läuft noch, bis zur nächsten Ausstellung in Schanghai dauert es aber keine zwei Jahre mehr. Tschechien will sich 2010 in China vorstellen und die Vorbereitungen laufen bereits. Am Dienstagvormittag begann das Auswahlverfahren zur Gestaltung des tschechischen Pavillons. Lothar Martin sprach mit Julia Nesswetha.

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Grundmodul - Pavillon in SchanghaiGrundmodul - Pavillon in Schanghai Der Wettbewerb hat also begonnen, die Entwürfe für die Gestaltung des Pavillons können eingereicht werden. Gibt es irgendwelche Vorgaben dafür, wie der tschechische Pavillon aussehen soll?

Die Expo 2010 in Schanghai steht unter dem Motto „Better city – better life“, also „Bessere Stadt – besseres Leben“. Tschechien hat sich aber auch noch ein Unterthema ausgesucht, nämlich „Plody civilizace“, auf Deutsch „Früchte der Zivilisation“. Passend zu diesen Themen soll dann der Pavillon gestaltet werden. Die Themen sind mit Absicht sehr allgemein gehalten, sie sollen demjenigen Team, das das Auswahlverfahren für die Gestaltung des Pavillons gewinnt, viel kreativen Spielraum lassen. Tschechien wird diesmal keinen eigenen Pavillon bauen, sondern hat ein so genanntes Grundmodul auf dem Ausstellungsgelände angemietet. Das Grundmodul kann man sich als eine leere, 2000 Quadratmeter große Halle vorstellen, die dann noch von dem Gewinner des Auswahlverfahrens innen und außen gestaltet wird. Die Entwürfe müssen bis zum 21. Oktober eingereicht werden, und dann wird sich die tschechische Expo-Kommission für einen Gewinner entscheiden müssen.

Welche Kriterien gibt es für die Gestaltung des Pavillons und wer kann an der Ausschreibung teilnehmen?

Es ist eine öffentliche Ausschreibung, theoretisch könnte also jeder teilnehmen. Es wird aber erwartet, dass sich die interessierten Künstler, Architekten und Designer zu Teams zusammenschließen und dann einen gemeinsamen Entwurf abgeben. Zu den Bewertungskriterien: Es werden natürlich auch die Kosten für die Gestaltung des tschechische Pavillons bewertet, aber in erster Linie soll es um die Qualität der Umsetzung gehen. Damit verbunden sind Fragen wie: Was kann man architektonisch aus der Halle machen? Wie innovativ und originell ist der Entwurf? Wie sieht es dann mit der Funktionalität aus? Ganz wichtig ist natürlich auch der Aspekt, in wie weit der Pavillon die Tschechische Republik repräsentiert und auf welche Art und Weise er das Expo-Motto „Bessere Stadt – besseres Leben“ und das tschechische Motto „Früchte der Zivilisation“ wiedergibt. Die Tschechische Regierung hat für die Präsentation ihres Landes auf der Weltausstellung einen Betrag von 532 Millionen Kronen (23 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt, und über ein Drittel dieses Betrags ist für die Gestaltung des Pavillons vorgesehen.

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