Tagesecho Ente auf Reisen: Tschechisch-Deutscher Kindergarten schickt Maskottchen in die Welt
Eine Ente reist durch die Welt: So könnte man die Aktion beschreiben, die sich Dieter Kern, Gründer und Leiter des Tschechisch-Deutschen Kindergartens in Prag, ausgedacht hat. In dem internationalen Kindergarten lernen die Kinder, mit zwei Sprachen aufzuwachsen: Deutsch und Tschechisch. Sie lernen aber auch andere Länder und Kulturen kennen.
"Diesen Sommer haben wir uns vorgenommen, unser Symboltier, die
Ente,
auf Weltreise zu schicken, um den Kindern spielerisch Eindrücke aus
anderen Ländern zu vermitteln. Wir haben dafür mit den Kindern Enten
gebastelt und konnten eine sehr interessante Zielliste mit Kontakten
zusammenstellen", so Dieter Kern.
Die selbst gebastelten Enten werden nicht nur in die Nachbarländer Tschechiens verschickt. Einigen gelben Gummi-Tieren steht sogar eine lange Reise bevor:
"Wir haben sehr schöne Kontakte aufbauen können, zum Beispiel nach Namibia. Es gibt in Windhoek die Deutsche Allgemeine Zeitung, und die dortige Chefredakteurin hat sich bereit erklärt, bei unserer Idee mitzumachen. Darüber freuen wir uns sehr. Ein weiteres Paket geht nach Cusco in Peru an die Machu Picchu Spanish School. Es bestehen weiterhin Kontakte nach Alaska, Japan, Russland und Neuseeland. Es sind insgesamt 25 Adressen."
Bis jetzt wurden jeweils zwei Enten in sieben verschiedene Länder verschickt. Dort freut sich dann ein anderer Kindergarten oder eine andere soziale Einrichtung über das bunte Päckchen aus Tschechien. Die Reise ist für die Enten damit aber noch nicht vorbei.
"Es ist so gedacht, dass die Ente dann zurückgeschickt wird und
mit
Fotos und Eindrücken aus dem jeweiligen Land von ihren Reisen berichtet.
Wir haben in dem Brief auch darum gebeten, ein typisches Kinderlied und
vielleicht auch ein typisches Essensrezept mitzuschicken. Der Koch, der
für unseren Kindergarten kocht, hat sich bereit erklärt, sobald er das
lesen kann, die Gerichte für unsere Kinder im Herbst
nachzukochen."
Dieter Kern möchte die Enten auch in Zukunft in ferne Länder schicken und den Kindern damit eine Freude machen. Die Jungen und Mädchen sehen dann auf der Weltkarte, wo es das nächste gelbe Entchen hin verschlägt.
Fotos: Autorin







