Tagesecho Einheitliche Hotelsterne für Europa: mehr Transparenz für Hotelgast

17-12-2009 16:09 | Martina Schneibergová

Viele unter den Reiselustigen haben es schon bestimmt schon mal erlebt: Man bestellt ein Drei-Sterne-Hotel, aber dann ist man vor Ort ein wenig enttäuscht. Die gebuchte Unterkunft verdient nach unserer Überzeugung diese Sternezahl nicht. Das ist logisch, denn bislang werden Hotels in jedem Land Europas nach unterschiedlichen Kriterien bewertet. Dies soll sich künftig ändern. Ein entsprechender Vertrag wurde am Montag in Prag von sieben Staaten unterzeichnet.

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Dank einer neuen vereinheitlichten Klassifikation sollen die Hotelgäste künftig eine klare Information darüber bekommen, welche Leistungen sie in den verschiedenen Ländern von den Hotels erwarten können. Matthias Koch vertrat bei der Prager Tagung der Hotelverbände den Fachverband Hotellerie Österreich:

„Wir sind darauf gekommen, dass die Hotelklassifizierungssysteme in den Ländern sehr ähnlich sind. Wir versuchen jetzt die Prozesse und Systeme zu vereinheitlichen. Da der Hotelgast schon international ist, ist es an der Zeit, dass wir die Systeme internationalisieren.“

Dem einheitlichen System haben sich bislang die Hotelverbände aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Schweden, der Schweiz, Ungarn und Tschechien angeschlossen. Die Hotels werden nach insgesamt 270 Kriterien bewertet. Ein Hotel kann höchstens fünf Sterne haben. Die Betten in einem solchen Hotel müssen mindestens einen Meter breit sein und der Empfang muss rund um die Uhr besetzt sein. Dagegen muss man sich zum Beispiel in einem Ein-Sterne-Hotel mit einer Toilette begnügen, die mehreren Zimmern gemeinsam zur Verfügung steht.

Für die tschechischen Hotels bedeute die Klassifizierung mit einer bestimmten Sternezahl nichts Neues, sagt Václav Stárek vom Hotel- und Restaurantverband Tschechien:

Vertreter der Hotelverbände aus 7 Ländern trafen in Prag zusammenVertreter der Hotelverbände aus 7 Ländern trafen in Prag zusammen „Wir haben bereits eine Klassifizierung der Hotels, und sie gilt bis heute. Der Vorteil des neuen Systems besteht darin, dass es international ist. Mit der Zertifizierung ist es wie mit jeder Marke: Wenn ein Kunde erfährt, dass es bei uns Hotels mit und ohne Zertifizierung gibt, dann greift er bestimmt nach einem, dessen Klassifizierung er von Haus aus kennt.“

Die bisherige tschechische Zertifizierung von Hotels, die seit 2006 gilt, läuft Ende des Jahres ab. Stárek zufolge ist deshalb jetzt die beste Zeit dafür, um sich dem gemeinsamen System anzuschließen.

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