Tagesecho Der Iran im Fokus: Festival der Menschenrechtsfilme lädt ein
Es ist das größte Filmfestival in Europa, das sich mit Menschenrechten beschäftigt: das internationale Festival „Jeden svět“ (One world). Initiator des Filmfestes ist die Hilfsorganisation „Mensch in Not“. Am kommenden Mittwoch wird das 12. Filmfest „Jeden svět“ in Prag eröffnet. Der Kartenvorverkauf hat soeben begonnen.
Jeden svět
101 Dokumentarfilme aus mehr als 30 Ländern werden acht Tage lang in
sieben Prager Kinosälen gezeigt. Das Festival wird mit dem Film „Tage
der grünen Hoffnungen“ (Green Days) eröffnet, in dem die iranische
Regisseurin Hana Makhmalbaf die Unterdrückung der Protestdemonstrationen
nach den Präsidentschaftswahlen im Iran dokumentiert. In diesem Jahr
stehe
der Iran im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, sagt Festivaldramaturgin
Kateřina Bartošová.
„In der Kategorie ´Der Iran im Fokus´ möchten wir auf die
innenpolitische Lage im Iran aufmerksam machen. Gezeigt wird
beispielsweise
der Film ´Durch Steinigung sterben´. Er erzählt über iranische Frauen,
denen es gelang, der Hinrichtung zu entfliehen. Wir sind sehr froh, beide
Regisseure des Films hier begrüßen zu können. Die Zuschauer können mit
ihnen nach der Filmvorstellung diskutieren.“

Auch viele andere Filmvorstellungen sind mit nachfolgenden Debatten verbunden, an denen sowohl Filmemacher, als auch Experten aus dem zuständigen Bereich teilnehmen. Die Festivaldramaturgin Kateřina Bartošová empfiehlt dem tschechischen Publikum insbesondere einen Film über Birma:
„Der britische Film ´Von Birma bis auf den Mars´ erzählt die Geschichte von zwei Familien, die in einem Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Birma und Thailand leben. Voriges Jahr hat das Publikum den burmesischen Film über die Praktiken der Militärjunta in Birma besonders hoch geschätzt. Ich meine, dass auch dieser Film Erfolg bei den Zuschauern haben könnte.“
Kateřina Bartošová
Vergangenes Jahr wurde nach der Filmvorstellung im Publikum spontan Geld
für Birma gesammelt. Vor zwei Jahren haben die Zuschauer wiederum Geld
für die Frauen im Kongo gespendet und die Hilfsorganisation ´Mensch in
Not´ hatte aus den Mitteln dort den Bau eines Krankenhauses finanziert.
Am 17. März wird während des Festivals an die politischen Gefangenen auf Kuba erinnert. Zum siebten Mal zeigen die Veranstalter ihre Solidarität mit den Regimegegnern. Unter dem Titel „Der Tag, an dem der Kubaner nicht geschwiegen hatte“ werden Filme gezeigt und es gibt auch wieder Raum für Diskussionen über die aktuelle Situation auf Kuba.
Das Festival findet in Prag vom 10. bis 18. März statt, danach wird eine Auswahl der Filme in weiteren 29 Städten Tschechiens gezeigt.







