Buntes Programm beim Charity-Adventsmarkt

An diesem Wochenende startet der karitative Adventsmarkt im Prager Malteser-Palais.

Foto: Archiv des Stiftungsfonds Act for OthersFoto: Archiv des Stiftungsfonds Act for Others An diesem Wochenende ist es erneut soweit: die Adventszeit beginnt. Mit ihr öffnen in Prag und anderswo auch wieder die Weihnachtsmärkte. Sehr speziell ist dabei der karitative Adventsmarkt, der im Malteser Palast in Prag stattfindet. Lothar Martin mit den Einzelheiten.

Der karitative Adventsmarkt findet seit einigen Jahren immer am ersten Adventswochenende statt. Er wird vom Stiftungsfonds Act for Others organisiert und veranstaltet. Die Einnahmen werden an Projekte für Bedürftige weitergegeben. Dies ist zum einen die Obdachlosenhilfe des Malteserordens. Das zweite Projekt nennt Melanie Freifrau von Schilling vom Charity Advent Market Team:

„Neu hinzugekommen ist ein Projekt, dass wir uns als Stiftung selbst ausgesucht haben: Es ist der Verein Sdružení Neratov. Das ist ein Behindertendorf im Adlergebirge, das für und mit Behinderten aufgebaut worden ist. Das Dorf hat eine spezielle Schule und jeder, der dort arbeitet, ist fest angestellt. Das heißt, wenn diese Menschen in Rente gehen, brauchen sie ein Haus, in dem sie sich frei bewegen können. Und in dem sie auch Pflege und Therapien erhalten. Mit unserem Markt wollen wir sie in dieser Sache unterstützen.“

Foto: Archiv des Stiftungsfonds Act for OthersFoto: Archiv des Stiftungsfonds Act for Others Für den guten Zweck hat der Adventsmarkt auch allerhand zu bieten. Zum einen handwerkliche Arbeiten…

„Wir haben auch in diesem Jahr wieder viel an Schreibwaren im Angebot, also beispielsweise vielfältig bunt bedrucktes Papier und Weihnachtskarten. Begehrt sind vor allem die holzgeschnitzten Sachen, aber auch Glasarbeiten und selbst bemaltes Porzellan sind gefragt. Wir versuchen immer eine bunte Mischung zu machen, so dass Jeder die Chance hat, sich zu präsentieren.“

Kulinarisches…

„Uns unterstützt ein Metzger, der seinen Betrieb in der Nähe von Dresden hat. Er fand unsere Einladung eine tolle Idee, und so wird er uns auf dem Markt frische Würstel braten.“

Foto: Archiv des Stiftungsfonds Act for OthersFoto: Archiv des Stiftungsfonds Act for Others wie auch musikalische Darbietungen:

„Vergangenes Jahr hatten wir die Regensburger Domspatzen als Highlight unserer Markteröffnung zu Gast. Dieses Jahr haben wir eine bayerische Gruppe engagiert, die sich Almrausch nennt. Sie wird mit bayerischer Zupfmusik und mit Schuhplattln zur Eröffnung aufwarten.“

Insgesamt präsentieren sich 55 Aussteller auf dem Markt, damit sind die Kapazitäten des Malteser-Palais völlig ausgeschöpft. Deswegen werden auch diesmal einige Stände vor dem Prachtbau im Freien aufgebaut. Und man hoffe erneut auf ein großes Besucherinteresse, sagt Melanie von Schilling:

„Im letzten Jahr zählten wir an den zweieinhalb Markttagen rund 7000 Besucher. Darüber waren wir sehr froh. Wir hoffen aber, dies noch steigern zu können. Alles was mehr ist, freut uns natürlich.“

Trotz des Andrangs war die Spendenfreudigkeit der Marktbesucher bei den ersten Jahrgängen nicht besonders groß. So haben die Veranstalter im vergangenen Jahr erstmals ein Eintrittsgeld erhoben. So konnten sie eine stolze Summe von umgerechnet 20.000 Euro an die Bedürftigen weiterreichen. In diesem Jahr wurde der Eintritt nun auf 100 Kronen erhöht, beziehungsweise 150 Kronen für den Jazzabend am Freitag. Melanie von Schilling:

„Eintritt ist eigentlich nicht der richtige Begriff dafür, denn jeder, der zu uns kommt, zahlt einen Beitrag für einen wohltätigen Zweck. Und für uns selbst ist es eine Herzensangelegenheit. Insofern freuen wir uns natürlich über jedwede Unterstützung und die Möglichkeit, noch mehr Geld weitergeben zu können.“

Die Vorbereitung des karitativen Adventsmarkts hat Melanie von Schilling und ihrem Team wieder einiges an Zeit, Nerven und organisatorischem Geschick abverlangt. Jetzt aber freut sie sich schon auf alle Gäste:

„Ich würde mir wünschen, dass ganz viele Kinderaugen glänzen. Und dass jeder diese Stimmung, die wir versuchen zu kreieren, einfängt und mit nach Hause nehmen kann. Es geht aber nicht nur darum, eine schöne adventliche Atmosphäre zu schaffen, sondern auch vielleicht darauf hinzuweisen, dass es durchaus Menschen gibt, die Hilfe brauchen.“