Tagesecho Besuch von Spidla und Tvrdik in Afghanistan zu Ende gegangen

04-10-2002 | Gerald Schubert

Wie Radio Prag bereits berichtete, haben am Donnerstag der Tschechische Premier Vladimir Spidla und sein Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Besuch abgestattet. Dieser ist mittlerweile zu Ende gegangen, Gerald Schubert fasst nochmals für Sie zusammen:

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Besuch von Spidla und Tvrdik in Afghanistan zu Ende gegangen, Foto: CTKBesuch von Spidla und Tvrdik in Afghanistan zu Ende gegangen, Foto: CTK Es war nur ein eintägiger Kurzbesuch, der Premier Spidla und seinen Verteidigungsminister Tvrdik nach Afghanistan führte. Dennoch bleibt die Reise - sowohl in ihrer Symbolwirkung als auch in den konkret verhandelten Punkten - nicht ohne Auswirkungen. Man holte gewissermaßen einen Besuch von tschechischen Spitzenpolitikern nach, der schon für Juni dieses geplant gewesen war, dann aber aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde. Auf diplomatischem Parkett hatte dies damals Kritik hervorgerufen. Wie Petra Prochazkova, Mitarbeiterin des Tschechischen Rundfunks von der Agentur Epicentrum, aus Kabul berichtet, kam der Sicherheitsaspekt auch diesmal nicht zu kurz:

"Auf die Sicherheit der tschechischen Gäste wurde überaus großes Augenmerk gelegt. Kabul gehört nicht gerade zu den sichersten Plätzen der Erde, und in letzter Zeit ist es wieder zu einigen Bombenanschlägen gekommen. Andererseits besuchten bereits Dutzende ausländische Delegationen die afghanische Hauptstadt, und es sind noch alle vollständig und unversehrt wieder zurückgekommen."

Mit dem Besuch wollte Tschechien sich vor allem bemühen, die ehemals sehr guten Wirtschaftsbeziehungen wieder aufzufrischen, die nach dem Abzug der Sowjets aus Afghanistan und dann vor allem unter der Herrschaft der Taliban auf praktisch null gesunken waren. Der Betrieb eines ursprünglich für beide Seiten bedeutsamen Feldspitals, in dem tschechische Ärzte im Verlauf von mitterweile fünf Monaten mehr als 13.000 afghanische Patienten behandelt hatten, wird jedoch, so verkündete Spidla, mit Jahresende eingestellt. Grund dafür seien mangelnde Kapazitäten zum Schutz und zur Betreuung der Mitarbeiter. Spidla versprach jedoch weitere humanitäre Hilfe auf anderen Gebieten.

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