Tagesecho Beatbox-Workshop als Vorgeschmack auf die Ausstellung „Musik + X“

15-03-2010 14:44 | Teresa Stelzer, Iris Keller

Der menschliche Körper ist ein Resonanzkörper. Deshalb kann man mit dem Mund nicht nur sprechen sondern ein ganzes Schlagzeug imitieren. Beatboxing nennt man das. Zehn tschechische Jugendliche wollten wissen wie es geht und besuchten am Sonntag einen Beatbox-Workshop im Goethe-Institut Prag.

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Jaro Cossiga erklärte die verschiedenen Stile des Beatboxing. Er gehört zu den berühmtesten Beatboxern Tschechiens. Mit seiner Beatburgerband hat er bereits international Erfolge erzielt. Beim Beatboxing werden die Klänge von Schlagzeugtrommeln imitiert. Profis wie Jaro Cossiga erzeugen mit Gesang und Basslinien ein noch komplexeres Klanggebilde. Die zehn Teilnehmer des Workshops waren auf ganz unterschiedlichem Wissensstand. Jaro Cossiga (Foto: www.hlasohled.cz)Jaro Cossiga (Foto: www.hlasohled.cz) Einige waren blutige Anfänger. Aber auch Fortgeschrittene performten auf der Probebühne. Ziel des Workshops war das Rhythmusgefühl zu verbessern, neue Techniken auszuprobieren und aufeinander hören zu lernen. Der 20-jährige Vlastimil Šilt fand es toll, von einem richtigen Profi angeleitet zu werden und nicht immer nur zu Hause zu üben:

„Es hat mir gefallen, wie wir trainiert haben. Dass wir alle Laute aufgeschrieben und dann alles ausprobiert haben.“

Hans Simon-Pelanda, Mitarbeiter des Goethe-Instituts in Prag stellt fest:

„Es ist ja der Beginn von Kommunikation, dass man sich erst einmal mit Lauten verständigen kann. Dann hoffen wir natürlich, dass sie alle Lust auf Kommunikation bekommen und Deutsch lernen.“

Den Teilnehmern des Beatbox-Workshops ging es am Sonntag nicht um die deutsche Sprache. Beatboxing liefert vielmehr den Beweis, dass Musik universell verständlich ist. Der Workshop war ein Vorgeschmack auf die Ausstellung „Musik + X“. Diese wird am kommenden Freitag im Prager Musikmuseum eröffnet. Videos, Bilder, Texte und jede Menge Musik zeichnen dort das Klangbild deutscher Popmusik und Jugendkultur.

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