Tagesecho Arboretum aus dem Tertiär in Nordböhmen

07-09-2004 | Dagmar Keberlova

Im nordböhmischen Bilina bei Teplice wollen Wissenschaftler ein Arboretum errichten, in dem Pflanzen aus dem Tertiär wachsen sollen. Mehr zu diesem Projekt sagt Ihnen jetzt Dagmar Keberlova.

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Seit mehreren Jahren beschäftigt Karel Mach, den Gründer der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft von Bilina, die hinter dem Projekt steht, diese Idee. Nun ist es soweit, um das Projekt ins Leben zu rufen. Warum gerade in Bilina? Dies ist die erste Frage an Karel Mach:

"Es gibt mehrere Gründe, warum wir es hier erbauen wollen. Erstens wurden hier gerade bei Bilina die Fossilien gefunden, zweitens sind die Gründungsbedingungen gut. Dazu gehören große Landteile, die noch nicht rekultiviert wurden. Und nicht zuletzt gibt es bei uns Menschen, die für diese Idee arbeiten wollen."

Das Arboretum sollte helfen, die durch den Bergbau verwüstete Landschaft in Nordböhmen zu kultivieren und das Interesse der Touristen für die Stadt erhöhen. Für die Gründung wollen die Naturwissenschaftler Geld aus jenen 15 Milliarden Kronen, also etwa 500 Millionen Euro, verwenden, die von der tschechischen Regierung für die Rekultivierung der Landschaft bestimmt wurden. Und was soll auf der Fläche von etwa 8 Hektar in Zukunft wachsen? Karel Mach antwortet:

"Wir setzen voraus, dass wir hier Pflanzen setzen werden, die naturgemäß mit denen aus dem Tertiär nicht ganz identisch sein werden. Aber es werden Nachmachungen sein. Die wichtigste Pflanze, die es in der Trias gab und auch hier in unserer Region, ist die sog. "Taxodia", das sind Pflanzen die heute im südöstlichen Teil der USA wachsen. Dann eine Reihe von Pflanzen, die die Menschen aus unseren klimatischen Bedingungen kennen, wie Kiefer, Eichen, Pappelbäume, Ahorne etc."

Das Arboretum zu erbauen dauert ein bis zwei Jahre, so Herr Mach. Aber für die Besucher wird es erst nach etwa 15 Jahren zugänglich sein, da die angebauten Pflanzen erst ein wenig wachsen müssen, um den Besuchern gezeigt werden zu können.

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