Tagesecho Am 12. Mai beginnt Musikfestival Prager Frühling
Nach einem Jahr ist es wieder so weit. Am 12. Mai beginnen in der tschechischen Hauptstadt bereits zum 63. Mal die Internationalen Musikfestspiele Prager Frühling. Aus diesem Anlass fand eine Pressekonferenz statt, auf der sich Jitka Mládková umgehört hat.
Festivaldirektor Roman Bělor
Es ist kaum möglich, in wenigen Minuten ausführlich über die Genre- und
Künstlervielfalt des diesjährigen Festivals zu sprechen – von der
klassischen Musik mehrerer Zeitepochen bis hin zu Moderne, von Weltstars
bis zu jungen talentierten Künstlern und Ensembles. Dies trotz des sich
Jahr ein Jahr aus wiederholenden Problems: Nämlich den Terminkalender der
gefragten Künstler mit dem des Prager Frühlings in Einklang zu bringen,
sagte uns der Festivaldirektor Roman Bělor:
„So kommt es des Öfteren dazu, dass wir um einige Künstler Jahre lange werben müssen. Nigel Kennedy ist ein Beispiel dafür. Über ihn haben wir bei der Planung mindestens seit fünf oder sechs Jahren gesprochen. Diesmal ist es endlich gelungen und ich bin überzeugt, dass sein Auftritt mit dem Polnischen Kammerorchester sehr interessant sein wird. Allgemein kann ich sagen, dass es uns gelingt, bedeutende Künstler für das Festival zu gewinnen. Dabei hilft, dass der Prager Frühling in der Musikwelt einen klingenden Namen hat, der uns Türen öffnet.“
Jiří Bělohlávek
Einen Nachholbedarf sieht Roman Bělor allerdings in der, wie er wörtlich
sagte, „flächendeckenden Reklame“ des Prager Frühlings. Sein Wunsch
wäre, dass der Name Prag gleichzeitig auch an das Festival Prager
Frühling denken lässt - so wie es zum Beispiel bei Salzburg der Fall ist.
Und was ist das besondere Highlight des 63. Festivaljahrgangs aus seiner
Sicht?
„Gerade sehe ich hier zum Beispiel Jiří Bělohlávek, und ich muss sagen, dass ich mich sehr darüber freue, diesmal das BBC Symphony Orchestra mit ihm als Chefdirigenten in Prag zu haben. Ich sehe darin eine bestimmte Symbolik. Wir Tschechen verstehen es nicht immer, unsere Künstler auch zu schätzen. Sehr oft geschieht das erst dann, wenn sie weltweit berühmt geworden sind.“
Das BBC Symphony Orchestra gibt insgesamt zwei Konzerte. Für eines davon
hat sich Jiří Bělohlávek für eine Kombination eines repräsentativen
Musikwerkes der britischen und eines der tschechischen Musik entschieden.
Konkret „Sinfonia da requiem“ von Benjamin Britten und …
„Ich war auch daran interessiert, einen tschechischen Titel nach Prag zu bringen. Und hier fiel mir die Wahl sehr leicht, weil ich nach einer Komposition meines Herzens gegriffen habe. Es ist „Asrael“ von Josef Suk.“
Das Musikfestival beginnt traditionsgemäß am 12. Mai und endet am 2. Juni.







