Tagesecho 13. Internationales Musikfestival "Prager Herbst"

03-09-2003 | Marketa Maurova

Der "Prager Frühling" und der "Prager Herbst" sind zwei große internationale Musikfestivals, die das kulturelle Leben in der tschechischen Hauptstadt in der jeweiligen Jahreszeit prägen. Das erstgenannte seit 58 Jahren, das andere seit dreizehn. Zum Festival "Prager Herbst", das vom 11. September bis 1. Oktober stattfindet, lädt Sie im folgenden Markéta Maurová ein.

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In Prag gibt es während des Jahres eine ganze Reihe von Musikfestivals in allen möglichen Richtungen und Genres. Wie jedoch der Direktor des "Prager Herbst", Pavel Spiroch, betont, gibt es nur zwei internationale Festivals von wirklich internationaler Bedeutung. Die Herbstfestspiele haben sich bereits am Anfang, wohl im zweiten Jahr ihrer Existenz, als ein orchestrales Festival profiliert:

"Wir greifen nicht in andere Genres ein und widmen uns den Orchesterwerken, sei es im symphonischen oder konzertanten Genre. Wir führen keine Kammermusik auf. In Bezug auf das Programm bewegen wir uns zwischen Mozart und der Gegenwart, wir spielen keine Barockmusik usw. Also ich glaube, dass unsere Besucher wissen, was sie in dieser Hinsicht von uns erwarten können."

Im Laufe der 13 Jahre haben sich einige Dominanten des Festivals herausgebildet, die alljährlich als ein fester Bestandteil des Programms vorkommen. Eine dieser Dominanten ist die Aufführung des Violoncello-Konzerts H-moll von Antonin Dvorak:

"Natürlich entstehen manche dieser Dominanten durch einen Zufall. Wir haben im Abschlusskonzert des ersten Jahrgangs zufällig Dvoraks Violoncello-Konzert H-moll mit Mischa Maisky aufgeführt. Es war ein großer Erfolg und so haben wir uns gesagt, es ist doch eine der schönsten Kompositionen, die überhaupt jemals entstanden sind. Warum sollten wir also nicht eine Tradition daraus gründen? Im nächsten Jahr haben wir es wiederholt und heute weiß fast die ganze professionelle Welt davon. Es gibt eine lange Reihe Cellisten, die auf diese Gelegenheit warten. Die Besetzung steht bereits bis zum Jahr 2006 fest und inzwischen kommen junge, neue, talentierte Musiker, so dass es bereits eine schöne Tradition ist."

Ein anderer Schwerpunkt prägt erst seit dem 12. Jahrgang das Festival, als mit einer neuen Tradition begonnen wurde.

"Nach einer langen Periode, in der wir zur Eröffnung des Festivals ein großes vokal-symphonisches Werk aufgeführt haben, haben wir uns gesagt, warum sollen wir nicht eine Änderung machen. Die neue Tradition besteht darin, dass eines der ausländischen Orchester ausschließlich tschechische Musik spielt. Im letzten Jahr war es das Royal Liverpool Symphony Orchestra, in diesem Jahr ist es die Russische Philharmonie. Und im nächsten Jahr, dem "Jahr der tschechischen Musik" werden acht ausländische Orchester kommen, die ihr erstes Konzert immer der tschechischen Musik und das zweite dem internationalen Programm widmen."

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