Solidaritätskundgebung mit Israel

Am Mittwoch hat in Prag eine Kundgebung zur Solidarität mit Israel stattgefunden. An die 100 Menschen waren am späten Nachmittag auf dem Altstädter Ring in Prag zusammen gekommen, um mit einer Schweigeminute der israelischen Opfer der palästinensischen Selbstmordattentate zu gedenken. Die Teilnehmer waren vor allem junge Menschen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Christlichen Gemeinschaft Jicin. Tschechische und israelische Flaggen sowie Transparente mit Aufschriften wie "Jetzt die Juden, wer kommt danach an die Reihe", "Wir halten zu Israel" und "Israel verteidigt sich gegen den Terror" waren vor Ort zu sehen. Petr Rygl, ein Vertreter der Veranstalter, sagte für Radio Prag über die Motive der Veranstaltung folgendes:

"Wir sind hier, um dem Staat Israel gegenüber unsere Unterstützung und Sympathien im Kampf gegen den Terrorismus zu äußern, da wir glauben, dass die Art und Weise des Kampfes nicht legitim ist und man somit nichts erreichen kann. Und auch deshalb, weil die UNO mit zweierlei Maß misst, was sehr auffällig ist. Wir sind uns bewusst, dass Israel dort die einzige Demokratie darstellt und in Gefahr ist."

Die Teilnehmer konnten zudem eine Petition der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem unterzeichnen. Die Petition verurteilt die terroristischen Angriffe gegen die Juden und verlangt, dass sich die tschechische Außenpolitik dem Solidaritätsprinzip mit Israel verschreibt. Mojmir Kallus, der Leiter des tschechischen Zweiges der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem, sagte uns über die weiteren geplanten Veranstaltungen:

"Eine weitere Demonstration ist für diesen Sonntag geplant. Ich würde unterstreichen, dass es um spontane Aktivitäten verschiedener Gruppen handelt, also es ist nicht organisiert."

In der vergangenen Woche hat eine von in Tschechien lebenden Palästinensern organisierte Kundgebung in Prag stattgefunden, über die wir bereits in unserem Programm berichtet haben. Tschechien ist eines der fünf Länder, die es in der UN-Kommission für Menschenrechte abgelehnt haben, für die antiisraelische Resolution zu stimmen.