Schauplatz Vergessene Helden, verschwundenes Sudetenland: Reflexionen aus Tschechien

09-11-2009 18:03 | Gerald Schubert

Sie sind 64 Jahre alt und doch gerade wieder einmal brandaktuell: die so genannten Beneš-Dekrete, konkret die rechtliche Grundlage für die Enteignung und Aussiedlung von drei Millionen Deutschen aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Streit um die Ratifizierung des Vertrags von Lissabon hat der tschechische Präsident Václav Klaus bei den EU-Partnern erst kürzlich durchgesetzt, dass die EU-Grundrechtecharta für Tschechien keine Gültigkeit haben soll. Angeblicher Grund: Das dort verankerte Recht auf Eigentum könnte die Beneš-Dekrete aushebeln. Doch längst setzen sich auch viele Tschechen kritisch mit der Nachkriegsvergangenheit im eigenen Land auseinander.

Ausstellung „Das verschwundene Sudetenland“ (Foto: Autor) Ausstellung „Das verschwundene Sudetenland“ (Foto: Autor)   Zurück

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