Zemans Kalaschnikow-Äußerung kommt nicht vors Abgeordnetenhaus

Die Kalaschnikow-Äußerung von Präsident Zeman wird nicht vom tschechischen Abgeordnetenhaus behandelt. Den Vorschlag der oppositionellen Bürgerdemokraten unterstützen am Mittwochmorgen 75 von 168 Abgeordneten, darunter auch einige Koalitionsvertreter der Sozialdemokraten, Ano-Partei und Christdemokraten. Dagegen votierten 59 Abgeordnete. Mit Äußerungen bei einer Bürgerdiskussion hatte Staatspräsident Zeman in dieser Woche für massive Kritik gesorgt. Auf die Frage, wie man Premier Sobotka abberufen könne, antwortete Zeman am Montag: „Demokratisch durch Wahlen, oder undemokratisch mit einer Kalaschnikow“. Premier Sobotka bezeichnete die Äußerungen als dumm und überflüssig. Der Präsident habe bereits alle möglichen Grenzen überschritten, sagte der Oppositionspolitiker František Laudát. Ex-Finanzminister Miroslav Kalousek sagte, Zeman habe sich offensichtlich nicht unter Kontrolle.