Zeitungsinterview: Außenminister Zaorálek kritisiert EU-Arbeitnehmer-Freizügigkeit

Außenminister Lubomír Zaorálek befürchtet einen Zusammenbruch der Europäischen Union, sollte sich diese nicht grundlegend reformieren. Im Interview für die Zeitung Hospodářské noviny kritisierte der Sozialdemokrat vor allem das Prinzip der Arbeitnehmer-Freizügigkeit in der EU. Zaorálek verwies dabei auf den Brexit. Wenn zwei Millionen Menschen aus dem Osten kämen, die Arbeit und Sozialleistungen wegnähmen, dann könne man tausendmal erfolglos versuchen, die eigenen Bürger von der Arbeitnehmer-Freizügigkeit zu überzeugen, so der Außenminister. Zaorálek schlug eine Brücke zu den Flüchtlingsquoten. Auch in Tschechien seien die Bürger der Ansicht, dass ihnen niemand vorschreiben solle, wer in ihrem Land leben dürfe. Und den Willen der Menschen müsse man respektieren, sagte der Politiker.